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Wasserrettungsdienst an der Küste
[Mittwoch, 23. Januar 2008]
Welche Voraussetzungen du dafür mitbringen musst, das erfährst du hier.
Die DLRG sorgt auch im Jahr 2008 wieder für Sicherheit an den deutschen Stränden. Ob auf Rügen, Borkum, Sylt, ob in der Lübecker Bucht oder am Jadebusen. Überall sollen sich die Badegäste auf die Rettungsschwimmer der DLRG verlassen können. Die Saison beginnt am 15. Mai und dauert bis zum 30. September. „Wir haben hier jede Menge Spaß und es wurden schon viele echte Freundschaften geschlossen, erzählt Melanie (18 Jahre), die im Sommer auf jeden Fall wieder als Rettungsschwimmerin auf Borkum eingesetzt werden möchte. An den Wochenenden macht sie so oft es geht Wachdienst am heimischen Binnensee. „Der Wachdienst auf Borkum hat mir auch für die Arbeit hier am Binnensee und auch für meine persönliche Entwicklung viel gebracht. Die Erfahrung, die man am Meer sammeln kann, ist viel intensiver und der Austausch mit den anderen Wachgängern ermöglicht einem den Blick über den Tellerrand. Man geht danach an viele Dinge selbstbewusster ran“, erklärt Melanie.
"So aufregend wie in der Fernsehserie Baywatch ist es hier nicht. Die meiste Zeit verbringen wir damit, Erste Hilfe zu leisten, Pflaster zu kleben, Wunden mit klarem Wasser auszuwaschen oder auch verloren gegangene Kinder zu ihren Eltern zu bringen“, erklärt der 35-jährige Wachleiter Oliver. Er selbst habe noch nie jemanden retten müssen, aber die Einsatzkräfte würden hervorragend auf ihre Aufgaben vorbereitet, so Oliver weiter. Jeder Rettungsschwimmer, der neu zu einer Station kommt, wird erst einmal in das Revier eingewiesen, damit jeder weiß, wo sich beispielsweise Strömungen, Sandbänke oder andere gefährliche Stellen befinden und welche Besonderheiten sonst noch zu beachten sind.
Angst vor den Anforderungen brauche niemand zu haben, erklärt Oliver. Die Mannschaften bestünden fast immer aus einer Mischung von alten Hasen und neuen Rettungsschwimmern, die zusammen eingesetzt werden und sich gegenseitig unterstützen. Teamgeist und Verantwortungsgefühl seien neben den rein fachlichen Anforderungen aber wichtige Voraussetzungen für den Wachdienst. Jeder Wachgänger müsse sich darüber im Klaren sein, dass er auch abends in seiner Freizeit noch als ein Vertreter der DLRG erkannt werde und sein Auftreten entsprechend zu sein habe.
Voraussetzungen
Wenn du mindestens 16 Jahre alt bist, das Deutsche Rettungsschwimmabzeichen Silber hast und der Erste-Hilfe-Lehrgang nicht älter als drei Jahre ist, dann kannst du dich bewerben. Zwischen 9 und 18 Uhr läuft der Dienst. Eine genaue Einweisung in die Arbeit erteilt der Wachleiter vor Ort. Fahrtkosten, Unterkunft und Verpflegung werden gestellt. Außerdem gibt es ein kleines Taschengeld von 5,00 Euro pro Tag. Alles andere (Einsatzkleidung, Badehose oder –anzug) müssen die Wachgänger allerdings selbst bezahlen.
Jährlich leisten über 6500 Retter an den Küsten von Nord- und Ostsee ehrenamtlich insgesamt rund 600.000 Wachstunden im Zentralen Wasserrettungsdienst (ZWRD). Sogar über 1,5 Millionen Wachstunden leisteten die Rettungsschwimmer zur Absicherung der Freigewässer im Binnenland.
Die Einsatzleitungen von Mecklenburg-Vorpommern (Telefon: 03831-297206), Niedersachsen (05723-946394) und Schleswig-Holstein (04371-4152) informieren alle interessierte Retter über die Einsatzmöglichkeiten. Sie unterstützen auch arbeitslose Mitglieder bei der Ausstellung der notwendigen Freistellungsanträge.
Den Flyer zum Zentralen Wasserrettungsdienst mit allen Infos als pdf-Download gibt es hier.










