
Hochwasser in Wertheim erreicht katastrophale Ausmaße
Verkehr mit Pontons notdürftig aufrechterhalten / Schäden unübersehbar
Am Donnerstag Höhepunkt in Wertheim
... Mit einem Ponto wurde um die Mittagszeit des Mittwochs ein kranker Bürger zu einem an der Tauberbrücke bereitstehenden Krankentransportfahrzeug gefahren und anschließend ins Krankenhaus gebracht....
... Ein Lob sei an dieser Stelle einmal allen freiwilligen Helfern des Technischen Hilfswerks, der Feuerwehr, der Lebens-Rettungs-Gesellschaft und den Mitarbeitern des Stadtbauamtes gesagt.

TAG UND NACHT waren in den letzten Tagen Männer des Technischen Hilfswerks, der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft und der Bundeswehr mit Schlauchbooten und Pontons in den überfluteten Straßen Wertheims unterwegs, um Menschen und Gerätschaften zu transportieren. In der Nacht zum Donnerstag, als die Flut ihrem Höhepunkt entgegenstieg, lastete drückende Stille über der sonst so lebendigen Stadt. Wo sonst der Lärm der Fahrzeuge und die Stimmen und Schritte später Spaziergänger die nächtliche Stille unterbrachen, war jetzt nur das Plätschern der Stechpaddeln der Bootslenker und das Gurgeln des Wassers, das sich in die Keller ergoss, zu hören. Unser Bild zeigt den überschwemmten Marktplatz bei Nacht. Am Freitagnachmittag war der Wasserspiegel bereits wieder um 80 cm gesunken. Das volle Ausmaß der Schäden wird sich aber erst erkennen lassen, wenn die Flut abgelaufen, der Schlamm aus den Straßen entlehrt ist und Häuser und Keller leergepumpt sind. Aufn.: Scheuermann
Entnommen den Fränkischen Nachrichten vom 25.2.1970
Wir danken für die Unterstützung







