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Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft

Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft e.V.

Hochwasser 1982

Fränkische Nachrichten 7.1.1982

Hochwasser wird Stand von 1970 mindestens erreichen
Krisenstab tagt seit gestern früh / Über 100 Helfer im Einsatz

Ein Krisenstab unter dem stellvertretenden Oberbürgermeister Lothar Korber tagt seit Mittwoch 6 Uhr. Im gehören Vertreter der Polizei, der Feuerwehr, des Technischen Hilfswerkes (THW, des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), der Ordnungs- und des Tiefbauamtes an. Die Einsatzleitstelle ist ständig besetzt....

... Rund 100 Mitglieder aus dem am Krisenstab beteiligten Organisationen befanden sich gestern im Einsatz. Sie errichteten Die Stege in Brückengasse, Kapellengasse, Lindenstraße und am Marktplatz, halfen mit Booten bei der Räumung von Häusern und Auspumpen der Keller. ...
 

Fränkische Nachrichten vom 8.1.1982

Scheitelpunkt des Hochwassers in Wertheim Freitagabend zu erwarten.

.. Insgesamt 120 Helfer von Feuerwehr, DLRG und THW sind im Schichtdienst im Einsatz. Sie haben 12 Boote (eins davon ist von der Krezwertheimer Wasserwacht), mit denen sie in der Altstadt Passanten befördern und auch Besorgungen für die Eingeschlossenen erledigen, die wegen des Hochwassers ihre Häuser nur über eine Leiter vom ersten Stock aus verlassen können. ....
 

Fränkische Nachrichten vom 9.1.92

...Der Oberbürgermeister dankte allen Helfern für ihren Einsatz und erwähnte dabei auch das Krankenhaus, das die Helfer mit Essen versorgte. Der OB zeigte sich beeindruckt von der guten Ausrüstung und der schnellen Einsatzbereitschaft der Helfer von Feuerwehr, THW, DLRG und Rotem Kreuz. ... 

 Rainer Hofrichter, der Einsatzleiter der DLRG im Bezirk Frankenland, wies darauf hin, dass DLRG-Gruppen aus Wertheim, Tauberbischofsheim, Külsheim und Königshofen, ferner die Bundeswehrgruppe Bad Mergentheim und die Wasserwacht aus Kreuzwertheim im Einsatz gewesen seien.  Wie bei allen anderen Kräften auch, habe man einen Dienst rund um die Uhr organisieren müssen.  Besondere Vorkommnisse seien nicht zu melden.
 
Hofrichter, der schon das Hochwasser im Jahre 1970 in Wertheim miterlebt hat, betont in diesem Zusammenhang, dass alle Aufgaben vorbildlich gemeistert worden seien.  Das fange an bei der Einsatzleitung, die mit der erforderlichen Ruhe über alle Maßnahmen entschieden habe.  Der Bevölkerung sei bewusst gewesen, dass vernünftig und ohne Hektik gearbeitet werde.  Die betroffenen Bewohner hätten auch anerkannt, welcher freiwillige Dienst geleistet wurde.  In gleicher Weise stellte auch Stadtkommandant Weber die gute Zusammenarbeit aller Hilfsorganisationen heraus.

Hochwasser Statistik

DLRG: Einheiten aus Wertheim, Külsheim, Tauberbischofsheim, Königshofen und der Bundeswehrgruppe Mergentheim vom 6. bis 10.Januar im Einsatz. Insgesamt 10 Boote. Durchschnittlich 50 Helfer je Tag leisteten 3220 Stunden.


DER SERVICE AM LESER, nämlich die FRÄNKISCHEN NACHRICHTEN pünktlich ins Haus zu liefern, wurde in den letzten Tagen bei Hochwasser und Kälte schwergemacht.  Dennoch wurde unter größten Anstrengungen versucht die Zeitung den Abonnenten zuzustellen: vom Boot aus, wurde Lesern die FN überreicht.  Die Frage, die auch gestern Tagesgespräch Nr. 1 war: "Steigt das Wasser, ja oder nein?", konnte nicht beantwortet werden, zu viele Unsicherheitsfaktoren spielten mit und 100prozentig genaue Aussagen konnte niemand machen.                          Bild: Böltz,

Entnommen den Fränkischen Nachrichten vom 25.2.1970
Wir danken für die Unterstützung