Hochwasser 1998
29.10.1998: Einsatz Ortsgruppe Fallingbostel mit Stützpunkt Rethem
Frankenfeld: Pferd wurde mit Stohrutsche ans Ufer gezogen
Am Nachmittag wurde die DLRG-Ortsgruppe Fallingbostel, Stützpunkt Rethem (Aller) zu einer Wasserrettung nach Frankenfeld gerufen. Durch den sehr schnell ansteigenden Pegelstand der Aller kam eine betagte Pferdedame in Bedrängnis. Die im kalten Wasser treibende Stute wurde von einem Landwirt gesichtet. Es war jedoch nicht möglich, das Tier an Land zu bekommen. Ein herbeigerufener Tierarzt versorgte da total erschöpfte Pferd, soweit wie möglich. Ein, Siel mit wenigen Pfiffigen Knoten versehen, eine Rutsche aus Stroh, sowie die vereinten Kräfte des Tierarztes und seine Land Rovers brachten das Tier auf das sichere Ufer.
Anmerkung: Das erschöpfte Tier konnte nach dem rausziehen aus dem Wasser aufgrund Erschöpfung nicht aufgerichtet werden. Auf Anweisung des Tierarztes wurde es in Decken und Stroh zum Schutz vor weiteren Wärmeverlust eingepackt. Einsatzdauer 1 Stunde
30.10.1998 Katastrophenvoralarm
Aufgrund des Eintritts der Hochwasser - Warnstufe III der Aller sowie des Katastrophenalarmes in der Stadt Delmenhorst wurde für die SEG Wasserrettung im Landkreis Soltau-Fallingbostel um 16.00 Uhr eine organisationsinterne Katastrophenvoralarmierung durchgeführt. Wie aus den Fernsehreportagen bekanntgeworden sind von den ergiebigen Regenfällen neben Delmenhorst auch Vechta (Teile der Innenstadt unter Wasser) Haselünne im Landkreis Emsland (Katastrophenalarm) Stuhr im Landkreis Diepholz (Deichbruch) und Kreiensen im Landkreis Northeim besonders betroffen .
Am Sonntag, 31.10.1998 konnte der Voralarm gegen 11.00 Uhr aufgrund der glücklicherweise entspannten Wetterlage aufgehoben werden.
5.11.1998 Allerhochwasser
Am 4.11.1998 floß das Hochwasser der Aller bei Böhme über den Deich. Hierdurch flossen beträchtliche Wassermassen in die Häuslinger Marsch.
Einsatz 1
Zusammen mit der Feuerwehr Häuslingen wird eine Herde Galloways aus dem Hochwasser geborgen. Hier bewährten sich unsere Wathosen und der Eisrettungsanzug.
Da die Tiere sonst das ganze Jahr nur frei laufen wurde von der Feuerwehr ein Schlepper mit Treibewagen eingesetzt. Unsere Aufgabe bestand darin zusammen mit den Feuerwehrkameraden die Tiere in den Treibewagen zu treiben.
Dank des Viehhalters, der nicht aus dem Landkreis Soltau-Fallingbostel stammte: Fehlanzeige!
Einsatz 2
In Bosse wurde ein toter Rinderkadaver im Allerhochwasser vermutet. Dies war nicht eindeutig vom Ufer zu erkennen. Bei der Erkundung konnten wir feststellen das es sich um einen Eichenstamm handelt.







