FloodEX – 24.09.2009
[Freitag, 25. September 2009]
08:30 Uhr – Abrücken der Wasserrettungseinheiten des THW´s, der DLRG und der estländischen Rettungsgesellschaft aus der „Base of Operations“. Ziel ist das Alkmaardermeer – Auftrag: Rettung und Evakuierung von Personen und Verletzten.
Die Boote werden in Langedijk gekrant, parallel dazu errichten Helfer aus den Niederlanden einen Behandlungsplatz für Verletzte und die Helfer aus Großbritannien einen Dekontaminations- Platz ein, da es laut Übungsszenarium zum Austritt von Schadstoffen kam.
Der erste Einsatzauftrag galt aber der Menschenrettung. Menschen sitzen winkend auf den Häusern. Beim Eintreffen der ersten Helfer wird festgestellt, das einige Personen unter dem Dach eingeschlossen sind. Über die gemeinsame Einsatzleitung von THW und DLRG wird Werkzeug angefordert um das Dach aufzubrechen. Es stehen aber keine Rettungsboote zur Verfügung die weitere Einsatzszenarien reihen sich aneinander und brauchen die Reserven auf. Da müssen Personen aus Autos gerettet werden, eine Schwangere hat schon jede Minute eine Wehe, eine andere ist nach Drogeneinfluß bewusstlos und dann brennt ein großes Schiff. Im Minutentakt kommen Rettungsboote mit verletzten Personen an und übergeben diese an den Behandlungsplatz. Sekunden später haben sie einen Folgeauftrag und verlassen wieder den Anlandepunkt. Es geht bunt durcheinander, Rettungsschwimmer der DLRG sind auf THW Booten. Feuerwehrleute aus den Niederlanden fahren auf DLRG Booten mit zu dem brennenden Schiff oder den versunkenen Autos.
Die Übungsleitung hält diesen „Stress“ über Stunden aufrecht. Parallel zu diesem ganzen Übungsgeschehen ist noch die Presse massiv vor Ort und VIPs aus den Niederlanden und Deutschland wollen sich auch ein Bild von der Lage machen.
Gegen 15:00 Uhr erneut Alarm – die Meldung ca. 30 Personen auf einer Insel eingeschlossen und müssen gerettet werden. Die zuerst eintreffenden THW und DLRG Boote stellen fest, dass zwischen den Booten und den zu Rettenden noch eine Landzunge ist und dahinter wieder ca. 200 Meter Wasser. Die kleinen Boote der Esten, Niederländer und das Hochwasserboot der DLRG müssen kommen. Diese können per „Muskelpower“ über die Landzunge gezogen werden und können dann die zu Rettenden erreichen. Alle packen an, die kleinen Boote raus aus dem Wasser und wieder rein zu bekommen. Parallel dazu kommt der Hubschrauber der Bundespolizei und schließt sich der Rettungsaktion an. So werden alle Gerettet und zum sicheren Ufer verbracht.
Eine Übung die wirklich was gebracht hat. Einmal die internationale Zusammenarbeit mit den Niederländern, den Esten und den Einheiten aus Großbritannien und auch das ausgezeichnete Zusammenwirken von THW und DLRG.
....und was wurde aus den Personen die unter dem Dach eingeschlossen waren? Natürlich fanden die Helfer der DLRG und des THWs einen Weg mit Bordmitteln das Dach aufzubrechen und die Eingeschlossenen zu retten.
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