Hier sind unsere Fragen für den Erfahrungsbericht im BFD:

Katharina Vehmann
Foto: Peter Supper

Wieso machst du den BFD und wie bist du darauf gekommen?

Nach meinem Abitur wollte ich nicht sofort mit Studieren anfangen und war mir auch noch nicht hundertprozentig sicher, was es werden soll. Darum wollte ich ein Jahr etwas anderes machen, wobei ich viel lernen und Erfahrungen sammeln kann.

Seit 9 Jahren bin ich DLRG Mitglied und seit vielen Jahren aktives Mitglied und Trainerin. Da mir dies viel Spaß macht und ich von ehemaligen BFDlern viel Positives gehört hatte, entschied ich mich, bei der DLRG einen BFD zu machen. Ich habe mir allerdings eine neue Gliederung im Norden gesucht, wo ich noch mehr und Neues kennen lernen kann. Ich habe mich auf Bundesebene beworben und auch nochmals bei der Gliederung selbst.

Wieso gerade bei der DLRG?

Ich bin jahrelanges aktives Mitglied; als Kind habe ich  die tollen Freizeitangebote genossen und bin dann auf die „andere“ Seite gewechselt, also ich wurde Ausbilderin und Betreuerin.  Da ich begeistertes Mitglied bin, dachte ich warum nicht?

Darum habe ich mich bei der DLRG Lübeck beworben, ich wollte in den Norden, und wurde prompt zu einem Vorstellungsgespräch und einem Wachtag eingeladen. Diese beiden Tage haben mich so überzeugt, dass ich mir nichts anderes vorstellen konnte als nach Lübeck umzuziehen und dort meinen BFD zu starten.

Was machst du dort? / Wie sieht ein typischer Tag bei dir im BFD aus?

Einen typischen Tag gibt es bei mir nicht, jeder Tag ist anders.  Ich habe feste wöchentliche Termine und immer wieder neue Aufgaben, die ich mir selbst zeitlich organisieren kann. Ich bin größtenteils in der Ausbildung und Jugend eingesetzt, darf aber auch immer wieder in die Technik und die Verwaltung reinschnuppern. Das heißt, ich gebe unterschiedliche Schwimmkurse von Anfängerschwimmkursen, über Flüchtlingsschwimmkurse bis hin zu Rettungsschwimmkursen. In der Jugendarbeit bin ich vor allem bei Veranstaltungen als Betreuerin dabei und war so z.B. mit auf einem internationalen Wettkampf in Holland.

Im Sommer bin ich oft auf unserer Rettungswachstation Travemünde eingesetzt, kann aber weiterhin bei allen anderen Veranstaltungen dabei sein und auch Kindergartentage veranstalten. Also kein Tag gleicht bei mir einem anderen.

Was hat es dir persönlich gebracht?

Sehr sehr viel. Ich habe nicht nur neue Qualifikationen dazugewonnen und neue Leute treffen dürfen, sondern bin auch über mich selbst hinausgewachsen. Ich übernehme sehr viel Verantwortung und bin viel selbständiger und freier geworden.

Es ist schwer zu beschreiben und ich kann es schwer in Worte fassen, was ich persönlich alles durch das Jahr gelernt habe, aber es war die beste Entscheidung, diesen BfD bei der DLRG Lübeck zu machen.

Was gefällt dir besonders an deinem BFD?

Die Vielfältigkeit und die Leute. Ich wurde super aufgenommen und kann seitdem Wünsche äußern, Projekte vorschlagen und  diese umsetzen. Ich habe keinen Routinetrott, sondern kann immer wieder neue Projekte angehen und habe so neben dem Alltag mit den Schwimmkursen, noch Rettungsschwimmkompaktkurse, Kindergartentage, Wachtage und Lehrgangswochenenden (an welchen ich teilnehme oder mitwirke). Mir wird nie langweilig und ich kann ständig neues dazu lernen. Die DLRG ist mehr ein Hobby, das ich ganztägig ausleben darf, als ein wirklicher Beruf für mich.