Vom Aquafitness zum Rettungsschwimmer

Voraussetzung für den Bundesfreiwilligendienst bei der DLRG ist der Einsatz als Rettungsschwimmer an der Küste. Um dafür zu trainieren haben wir vier Mädels die Möglichkeit regelmäßig schwimmen zu gehen – sowohl vor der Arbeit oder auch abends in der Ortsgruppe.

Nun ging es an die Prüfung des Abzeichens. Puhh.. ganz schön anstrengend, wenn man es nicht gewohnt ist. Nach und nach haben wir uns dann die verschiedenen Prüfungsteile abnehmen lassen. Sprung aus 3 m Höhe – Kinderspiel, Kleiderschwimmen – ganz schön angsteinflößend, wenn man es noch nie gemacht hat, aber 25 Meter Streckentauchen stellten mich echt vor eine große Herausforderung. Die Befreiungsgriffe – ich bin froh sie jetzt zu können. Nachdem fast alle Prüfungsteile von mir erfolgreich abgelegt wurden, fehlte mir nur noch das Streckentauchen. Ich habe mich an mehreren Abenden mit meinem Prüfer getroffen um dieses zu üben. Da seine Frau einen Aquafitness Kurs abends im Schwimmbad leitet, bot er mir an dabei mitzumachen. Das war ein Spaß. Anschließend ging es dann ans Tauchen. Ich merkte wie ich Stück für Stück ein bisschen weitergekommen bin. Hin und wieder erlitt ich auch einen Rückschlag, aber hey.. nach 3 Trainingseinheiten habe ich es dann auch geschafft. Meine Freude war riesengroß. Jetzt kann ich endlich sagen: Ich bin Rettungsschwimmerin!

In der nächsten Woche geht es zum Wachdienst nach Horumersiel/Schillig. Wen werde ich dort wohl treffen? Ich bin gespannt und freue mich auf die aufregende Zeit.

Eure Julia

Auf dem Weg zum Vereinsmanager - C

Im Bundesfreiwilligendienst kann man sich für verschiedene Ausbildungswege entscheiden. Dort gibt es die Ausbildung Schwimmen/Rettungsschwimmen, Erste-Hilfe/Sanitäts-Ausbildung, Wasserrettungsdienst, Breitensport, Jugendspezifische Fachausbildung und Vereinsmanagement. Ich habe mich für den Weg des Vereinsmanagements entschieden. Dabei wird die Ausbildung in vier Module gegliedert: Modul A umfasst Organisations- und Personalentwicklung, Gremienarbeit, im Modul B geht es um die Mitgliederverwaltung, Sportanlagen- und Sportbetriebs-Management. Die Lehrgänge im Modul C beschäftigen sich mit dem Thema Finanzen Steuern, Recht und Versicherung, im Modul D dreht sich alles um Marketing, Kommunikation, Veranstaltungen und neue Medien. Um den Vereinsmanager – C zu erhalten, benötigt man acht Lehrgänge, jeweils aus jedem Modul einen, die anderen vier sind dann frei wählbar.

Vor einiger Zeit fand auch ein „TYPO3“-Lehrgang (Modul B) im Bundeszentrum in Bad Nenndorf statt. Mit dem Programm wird der Internetauftritt der DLRG gestaltet. Dort konnte man viel Neues erfahren. Wenig später habe ich auch noch am Lehrgang „Einführung in die Fotografie“(Modul D) teilgenommen. Den fand ich sehr spannend. Uns wurde erklärt, worauf man bei Portrait- und Gruppenfotos achten muss, was die Blendeneinstellung bewirkt und wie diese sich auf das Foto auswirkt. Unter anderem lernte ich auch neue Begriffe wie den ISO-Wert kennen. Auch die Wirkung der unterschiedlichen Belichtungszeiten wurde uns erklärt. All das konnten wir dann auch in kurzen Workshops am Samstagnachmittag ausprobieren. Nach den beiden Workshops freue ich mich nun noch auf sechs weitere spannende Lehrgänge.

Eure Julia

Huhu,

seit meinem letzten Eintrag ist einiges passiert. Ich habe die Möglichkeit bekommen, einen Einblick in die Arbeit der Verbandskommunikation zu erlangen. Dort durfte ich zwei Wochen mitarbeiten.

Dabei habe ich viele neue Sachen kennengelernt und ausprobiert. In der Zeit haben Tatjana und ich uns mit den Bundesfreiwilligen, die hier auch mitschreiben, in Verbindung gesetzt. Anscheinend mit überzeugenden Argumenten: Sie sind ja alle mit am Start.

Auch mit dem Programm für die Homepage habe ich mich vertraut gemacht. Mittlerweile kann ich damit auch schon relativ eigenständig arbeiten. Doch das war nicht das einzige Programm, das ich kennenlernen durfte. Es war interessant zu erleben, wie Photoshop funktioniert und was man damit alles anstellen kann. Dank der Unterstützung von Tatjana und den anderen Kollegen kam ich auch schnell damit zurecht.

Nach dieser spannenden Zeit bin ich jetzt wieder im ZWRD-K. Hier ist wieder der Alltag eingekehrt. Nach und nach kommen Bewerbungen rein. Die meisten tragen diese selbstständig über das Online-Portal ein. Hingegen gibt es andere Rettungsschwimmer, die ihre Bewerbung in eine PDF-Datei eintragen und uns als E-Mail zuschicken. Die Bewerbungen werden dann von mir im Portal angelegt und eingetragen. Im nächsten Arbeitsschritt bekommen die Bewerber eine E-Mail mit einem Passwort für das Bewerbungsportal zugeschickt, sodass sie die kommenden Bewerbungen selber anlegen können.

Eure Julia

Hallo auch von mir,

ich bin Julia, 19 Jahre alt und habe zum 1. August meinen Bundesfreiwilligendienst in der Bundesgeschäftsstelle in Bad Nenndorf begonnen. Mein Arbeitsplatz ist im ZWRD-K. Alle, die schon was mit der DLRG zu tun hatten, werden ihn kennen: den Zentralen Wasserrettungsdienst Küste.

Nun, nach einem Monat, wollte ich auf die erlebten Dinge zurück blicken und diese mit euch teilen.
An meinem ersten Arbeitstag wurde ich direkt freundlich aufgenommen. Für das Büro wurde ein neues Türschild gedruckt und ich bekam einen eigenen Zeiterfassungs- und Kopierchip.

Danach ging es an die Einweisung der Abläufe des ZWRD-K. Ich wusste erst gar nicht, wie ich mir das alles merken soll. Mittlerweile ist es schon Alltag geworden: Einsatzveränderung eintragen und diese auf dem großen Wandplan ändern, Wachaufträge erstellen, aber auch dafür brauche ich einen Monat später noch etwas Anleitung.

Besonders beeindruckt bin ich von den ehrenamtlichen Wachgängern, die seit vielen Jahren Wachdienst an der Küste machen. Mit dem Wissen, dass die Ehrenamtlichen über die Jahre so tolle Arbeit leisten, stelle ich die Ehrungen gerne aus und freue mich, diese verschicken zu dürfen.

Um selbst einmal zu erleben, wie der Wachdienst so ist und nächstes Jahr an die Küste fahren zu können, trainiere ich zur Zeit für das Deutsche Rettungsschwimmabzeichen Silber (DRSA Silber). Um meine Leistung zu steigern, bin ich in die Ortgruppe Lauenau eingetreten. Dort trainieren wir jeden Montagabend und die Stimmung und Atmosphäre ist einfach super. Somit habe ich neuerdings auch in meiner Freizeit viel DLRG im Kopf.

Freut ihr euch denn schon auf euren Einsatz im ZWRD-K? Vielleicht telefoniere ich ja dann auch mit dem ein oder anderen von euch?

Wenn ihr Fragen habt, schreibt mir:

bundesfreiwillige@dlrg.de