26.04.2018 Donnerstag Retter in Gefahr: Ihre Hilfe wird gebraucht!

Neilson (Mitte) erhält NIVEA-Preis für Lebensretter in Hamburg

St. Peter Ording: Gegen 11:00 Uhr klingelt das Telefon in der Wachstation. Ein Surfer ist in der aufgewühlten Nordsee unter einen der Pfahlbauten geraten und wird von den tosenden Wellen immer wieder gegen die Holzpfähle geschleudert. Der Mann ist in akuter Lebensgefahr.

Mit dem Jet-Ski eilen die Kameraden Marcel Neilson und Jan Lorenzen zum Pfahlbau. Als sie bei dem Mann angekommen sind, bricht plötzlich eine riesige Brandungswelle über sie hinein. Neilson kann sich nicht mehr halten, stürzt kopfüber in die Nordsee. Die Wellen ziehen ihn nach unten. Für einen kurzen Moment verliert er die Orientierung. Wenig später gelingt es ihm jedoch, sich durch die Brandung zu dem Surfer vorzukämpfen. Ein Kraftakt.

Irgendwann ist der Verunglückte in Sicht. Der Wasserretter greift sofort zu, sichert ihn mit den Armen und zieht ihn schwimmend Richtung Ufer. Immer wieder schlägt er dabei hart gegen die Pfähle. Doch er schafft es, den Mann zurück ins flache Wasser zu bringen. Gerettet!

Erst am Ufer bemerkt er, dass die Welle auch seinen Kameraden vom Jet-Ski heruntergerissen hat. Bei dem Sturz hat er sich in einer im Wasser schwimmenden Leine verfangen und der Jet-Ski treibt immer dichter in Richtung des Pfahlbaus.

Vom Strand aus kann Neilson sehen, wie er immer wieder unter Wasser gezogen wird. Er zögert keine Sekunde und stürzt sich sofort wieder in die Fluten.

Wenige Augenblicke später bekommt er auch Lorenzen zu fassen und schleppt ihn zurück an Land. Erst jetzt merkt er, wie viel Kraft ihn die Rettungen geraubt haben. Neilson wird schwindelig und dann schwarz vor Augen. Als er wieder zu sich kommt, wird er von einem Notarzt versorgt. Kurz darauf kommt ein Rettungshubschrauber, der ihn ins Krankenhaus fliegt.

Sein Kollege und der Surfer brauchen zum Glück keine medizinische Hilfe, aber Neilson muss wegen schwerer Abschürfungen, Prellungen und einer Knieverletzung mehrere Tage im Krankenhaus bleiben. Dieser Einsatz ist noch mal gut ausgegangen - das Ganze hätte aber auch ganz anders enden können.

"Ich bin erleichtert, dass wir alle am Leben sind! Mein Neoprenanzug und die Prallschutzweste haben das Ganze aber nicht so gut überstanden, die sind ziemlich hinüber. Das muss beides dringend ersetzt werden, damit ich auch beim nächsten Notruf wieder Leben retten kann", erklärt Marcel Neilson.

Bitte machen Sie unsere Lebensretter einsatzfähig. Die Kameraden aus St. Peter-Ording brauchen z.B. dringend ein großes Rettungsboot, um für solche Einsätze noch besser gewappnet zu sein. Nur mit Ihrer Hilfe können wir Rettungsmaterial für DLRG-Retter überall in Deutschland anschaffen, das im Ernstfall über Leben und Tod mitentscheidet.

Denn: Allein im vergangenen Jahr sind in Deutschland mindestens 404 Menschen den nassen Tod gestorben. An Nord- und Ostseeküste starben 28 Menschen, davon viele beim Segeln oder Angeln. Besonders vom Ertrinken betroffen sind Ältere. In der Altersklasse ab 55 Jahren ertranken 147 Menschen, das sind 36,4 Prozent der Gesamtzahl.

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