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16.03.2016 Mittwoch Einsatz der DLRG im Mittelmeer

Foto: Alexander Kille (DLRG)

Seit dem 12. März sind vier Rettungsschwimmer der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) vor der Mittelmeerinsel Lesbos in Griechenland im Einsatz. Sie sind Teil der Besatzung des Seenotrettungskreuzers „Minden“ der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS). Ziel des zeitlich befristeten, international koordinierten Unterstützungs- und Ausbildungseinsatzes unter dem Motto „Retter helfen Rettern“ ist die langfristige Stärkung des griechischen maritimen Such- und Rettungsdienstes bei dessen Einsatz für Flüchtlinge in der Ägäis.

Die Aufgabe der DLRG ist es, Rettungsschwimmer dort einzusetzen, wo die Schiffe der Seenotretter nicht nahe genug an das Land kommen oder auch über Bord gegangene Personen gegebenenfalls durch einen Strömungsretter-Einsatz zu sichern und an Deck der Minden zu bringen.

„Der Einsatz ist für die eingesetzten Rettungsschwimmer sowohl psychisch als auch physisch absolut anspruchsvoll“, so Martin Cordes, Leiter des Bereiches Auslandseinsätze der DLRG und selbst beim Einsatz dabei. „Daher werden hier nur erfahrene Kräfte eingesetzt, die überdies durch spezielle Trainings auf diesen, für die DLRG nicht alltäglichen Einsatz, vorbereitet sind“, so Cordes weiter.

Weiter tausende Flüchtlinge auf dem Weg nach Griechenland

Weiterhin wagen täglich zahlreiche Flüchtlinge die Überfahrt nach Griechenland. Dabei nutzen sie Schlauchboote einfachster Bauart. Oftmals bestehen diese nur aus dünnen Planen und Sperrholz, sind keinesfalls für eine derartige Überfahrt geeignet und werden in der Regel von den Flüchtlingen, die keinerlei nautische Erfahrung haben, selbst gesteuert. Die Boote mit bis zu 60 Personen an Bord geraten so oftmals schon bei vergleichsweise ruhigem Seegang in Not.

Aufgrund der schlechten Wetterlage in den vergangenen Tagen – mit starken Winden und entsprechendem Wellengang – war eine Überfahrt für Flüchtende nicht möglich. Am Mittwoch war unter anderem ein kleines Rettungsboot der DLRG (ein sogenanntes IRB), wie es an vielen Stränden von Nord- und Ostseeküste zum Einsatz kommt, vor Ort, um bei Bedarf die Aufnahme von Flüchtlingen durch ein norwegisches Rettungsboot zu unterstützen.

Erleichterung bei den Geretteten

Ferry Schouwenburg aus Bad Soden – Salmünster kam hierbei zum ersten Mal im Verlauf des Einsatzes in engeren Kontakt mit den Menschen, die vieles zurücklassen und sich auf den gefährlichen Weg über das Mittelmeer machen. „Die Erleichterung war den Männern, Frauen und Kindern sichtlich anzumerken, als sie uns sahen“, erzählt der Einsatztaucher aus Hessen. „Wir wurden schnell mit Fragen überhäuft, das Gefühl der Sicherheit bei den Menschen war mit einmal wieder sehr groß.“

Rund 50 Rettungsschwimmer im Einsatz

Der Einsatz der DLRG auf dem Mittelmeer ist bis in den Sommer hinein geplant. Im zweiwöchigen Rhythmus kommen dabei im Verlauf der gesamten Einsatzzeit insgesamt rund 50 Rettungsschwimmer, Strömungsretter und Bootsführer zum Einsatz. Es ist damit nach dem Tsunami 2004 im Indischen Ozean das zweite Engagement der DLRG im Ausland. Damit zeigen die Wasserretter, dass ihr Know-how und die speziellen Fähigkeiten der Rettungsschwimmer nicht nur in Deutschland gefragt sind, sondern auch weit darüber hinaus.

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Kategorie(n)
Verbandskommunikation, Presse

Von: Verbandskommunikation

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