22.06.2018 Freitag Drohne als fliegender Retter im Einsatz

Foto: OV Pöcking-Starnberg

Es ist kühl an diesem Morgen in Possenhofen (Bayern). Über dem Starnberger See hängt dichter Nebel, von der DLRG-Rettungsstation aus kann man kaum das Ufer auf der gegenüber liegenden Seite des Sees sehen. Plötzlich geht der Notruf ein!

Eine Person ist mit einem Ruderboot gekentert und treibt hilflos im kalten Wasser. Wo genau sich der in Not Geratene befindet, kann nur geschätzt werden: Der Ertrinkende hat wohl versucht, sich schwimmend ans Ufer zu retten, bevor ihn die Kraft verließ. Für die DLRG-Retter der Ortsgruppe Pöcking-Starnberg beginnt damit ein Wettlauf gegen die Zeit.

In dem kalten Wasser des Sees wird es nicht lange dauern, bis der Ruderer in ernsthafter Gefahr ist. Seine Muskeln werden schnell steif werden, er wird nur noch flach atmen können. Bald wird er untergehen.

Die meisten Menschen schaffen es nur wenige Minuten, sich über Wasser zu halten. Selbst für unsere erfahrenen und trainierten Retter ist es schwer, in so kurzer Zeit zu den Ertrinkenden zu gelangen. Vor allem, wenn sie mitten auf einem großen See verunglückt sind.

Walter Kohlenz, Vorsitzender des DLRG Ortsverbandes Pöcking-Starnberg e.V., weiß, dass es auf jede Minute ankommt. Mit schnellen Schritten rennt Kohlenz in die Wasserrettungsstation. In einem der Regale lagert hier ein ganz besonderer Helfer: Ein Hexacopter, eine Spezial-Drohne, die unseren Rettern bei ihren Einsätzen wertvolle Dienste erweist.

Kurze Zeit später erhebt sich der fliegende Retter in die Luft. Von Land aus steuert die wendige Drohne über eine Fernsteuerung mit Display. Auf einer Videobrille beobachtet ein zweiter Retter konzentriert das Livebild der Drohne. Mi seiner hochauflösenden Kamera hat das Fluggerät den Ertrinkenden schon bald im Starnberger See geortet. Kohlenz gibt die genauen Koordinaten an seine Kameraden durch, die zielgerichtet mit dem Rettungsboot zu dem Ertrinkenden fahren.

Bevor der Ruderer endgültig unter Wasser gerät, erreichen sie den erschöpften Mann und ziehen ihn in das Boot.

"Das war knapp! Ohne unsere Drohne hätten die Kameraden vom Boot aus viel länger nach dem Ertrinkenden suchen müssen. Die Drohne hat uns einen wertvollen Vorsprung bei der Rettung verschafft", freut sich Kohlenz über die erfolgreiche Rettung - die sich bald darauf zum Glück nur als eine Übung entpuppt.

Die speziell für die Suche von Personen ausgestattete Drohne kann da unterstützen, wo selbst erfahrene Retter an die Grenzen des Machbaren stoßen: Mittels des fliegenden Helfers kann eine in Not geratene Person in kürzester Zeit erkannt werden - gerade in großen Gewässern können unsere Retter so viel schneller zu den Ertrinkenden kommen. Und auch im Dunkeln spüren Rettungsdrohnen mit ihren Wärmebildkameras und den Suchscheinwerfern schnell und zuverlässig Verunglückte und Vermisste auf. Eine Innovation, die die Zahl der Ertrinkungstoten ganz erheblich senken kann.

"Solche Drohnen werden in Zukunft eine wichtige Rolle bei unserer Rettungsarbeit spielen", ist sich Kohlenz sicher. Doch bei aller Begeisterung - kaum eine Ortsgruppe der DLRG kann sich im Moment eine solche Drohne leisten. "Auch die notwendige Ausrüstung der DLRG Pöcking-Starnberg ist leider noch nicht komplett", denn die technische Innovation ist teuer:

Etwa 10.000 Euro kostet eine voll ausgestattete Rettungsdrohne inklusive verschiedener Suchkameras. Hinzu kommt die Schulung der Drohnenpiloten. Das ist sehr viel Geld - zu viel für unsere Ortsgruppen.

Es liegt auf der Hand, wie essentiell wichtig funktionstüchtige Technik für unsere lebensrettende Arbeit ist. Deswegen haben wir eine große Bitte: Unterstützen Sie uns bei dem Kauf der lebensrettenden Rettungsdrohnen. Diese werden dabei helfen, Menschen, die sonst kaum eine Chance haben, vor dem Ertrinken zu retten.

Helfen Sie uns helfen - mit Ihrer Spende...

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