19.07.2018 Donnerstag DLRG rettet acht Menschen

Foto: Sascha Walther, DLRG

Innerhalb von nur zwei Tagen haben Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) mindestens acht Menschen das Leben gerettet.

Am Mittwoch, dem 18. Juli retteten Mitglieder der DLRG-Wache Graal-Müritz im Laufe des Tages  insgesamt fünf Kinder vor dem Ertrinken. Zunächst gerieten vier Kinder auf den Buhnen in Lebensgefahr. Später wurde ein weiteres Kind von der Strömung erfasst und ins tiefe Wasser gezogen. Der Junge konnte schlecht schwimmen und schrie laut um Hilfe. Zu diesem Zeitpunkt herrschte starker ablandiger Wind.

Am gleichen Tag unterschätzte ein zwölfjähriger Junge am Schönberger Strand die Brandung und geriet durch eine starke Unterströmung in Lebensgefahr. Als der Junge um Hilfe rief, eilten ihm ein Bekannter und sein Vater zu Hilfe. Dabei geriet der Vater ebenfalls in Lebensgefahr. Zwei Rettungsschwimmer der DLRG brachten die erschöpften Nichtschwimmer an Land.

Dienstagmittag retteten eine Bootsbesatzung und ein Rettungsschwimmer der DLRG-Station Großenbrode einen 73-Jährigen vor dem sicheren Tod durch Ertrinken.  

Auch das kommende Wochenende verspricht bei sommerlichen Temperaturen viel Arbeit für die ehrenamtlichen Lebensretter der DLRG. Leichtsinn, Übermut, schlechte Schwimmfähigkeit, Selbstüberschätzung und Unkenntnis über mögliche Gefahren sowie Alkohol sind die häufigsten Ursachen. Außerdem kommt es immer wieder vor, dass Eltern oder Erziehungsberechtigte den Nachwuchs aus den Augen verlieren. Damit die schöne Zeit des Jahres am und im Wasser kein böses Ende nimmt, sollten Eltern, Schwimmer und Badeurlauber folgende Hinweise beachten:

  • Nur an bewachten Badestellen schwimmen gehen und die Warnhinweise beachten;
  • Eltern sollten kleine Kinder am und im Wasser nie aus den Augen lassen und immer in Griffweite bleiben; Luftmatratzen, Schlauchboote und Gummitiere sind gefährliches Spielzeug und können leicht abgetrieben werden;
  • Die eigene Leistungsfähigkeit kritisch einschätzen; nicht übermütig werden;
  • Unbekannte Gewässer bergen Gefahren. Erkundigen Sie sich vor dem Bad bei einheimischen Fachleuten über besondere Gefahren und die örtlichen Notrufmöglichkeiten;
  • Im Frühsommer sind die Gewässer in der Regel noch kalt. Dies gilt insbesondere für tiefe Baggerseen. Das Bad kann zu Unterkühlung und Krämpfen führen und lebensgefährlich werden;
  • Nie in unbekannte Gewässer springen. Nur an ausgewiesenen Sprungbereichen ins Wasser springen. Kopfsprünge im Ufer- und Flachwasserbereich können lebensgefährlich sein oder schwerste, dauerhafte Schäden nach sich ziehen;
  • Verlassen Sie bei Gewitter das Wasser sofort. Es besteht Lebensgefahr;
  • Das Bad in Flüssen ist besonders gefährlich. Strömungen, Brückenpfeiler, Sogwirkungen, Unterwasserhindernisse, und Fahrrinnen mit Freizeit- und Berufsschifffahrt bilden unkalkulierbare Risiken;
  • Achtung beim Badeurlaub an europäischen Meeren: Gezeiten und nicht erkennbare Strömungen und Unterströmungen sowie starke ablandige Winde können auch gute Schwimmer in Lebensgefahr bringen;
  • Trinken Sie vor dem Baden keinen Alkohol und vermeiden Sie ein Bad unmittelbar nach dem Essen.
  • Lassen Sie Kinder nicht unbeaufsichtigt baden.
  • Auch bei stehtiefen Schwimmbecken sollten Sie Kindern die Nutzung immer nur unter Aufsicht gestatten
  • Kinder sollten frühzeitig schwimmen lernen und die Baderegeln kennen

Weitere Sicherheitshinweise finden Sie auf der Internetseite: https://dlrg.de/informieren.html

Pressekontakt: Achim Wiese, Pressesprecher der DLRG, E-Mail: achim.wiese@bgst.dlrg.de, Mobil: 0170-9096107

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Von: kommunikation

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