E-Mail an Fördererbetreuung:

Eine Kopie der Nachricht an die eigene Adresse senden
captcha
Einfach die Zahlen-/Buchstabenkombination abtippen!
Wichtig: Gross- und Kleinschreibung beachten!

* Pflichtfelder dürfen nicht leer gelassen werden

22.11.2016 Dienstag DLRG und ihre Helfer auf vier Pfoten

In Memorandum: Der Rettungshund Finley ist mittlerweile leider verstorben. Foto: DLRG/Philipp Pijl

Nach einem anstrengenden Arbeitstag freut sich die ehrenamtliche Rettungshundeführerin Britta Winkelmann auf einen gemütlichen Abend mit ihrer Familie. Britta bereitet gerade das Abendessen zu, ihr Hund Timon liegt unter dem Küchentisch, als ein Notruf bei der Rettungshundestaffel der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Stormarn eingeht.

Timon ist sofort auf den Pfoten: Er und seine Hundeführerin sind ein unzertrennliches Team. Ein Team, das jetzt dringend benötigt wird, denn die beiden Mitglieder der Rettungshundestaffel werden bei der Suche nach einem Vermissten gebraucht. Jetzt müssen sie schnell sein. Kurze Zeit später stehen Britta, Timon und die anderen Rettungshundeteams am Einsatzort bereit: Ein älterer Herr ist nicht von seinem Spaziergang nach Hause gekommen, seine Frau macht sich schreckliche Sorgen um ihren sonst so zuverlässigen Mann. Polizei und Feuerwehr haben schon das ganze Dorf abgesucht, doch ohne Erfolg – Herr Volkens (Name zum Schutz der Person geändert) bleibt verschwunden.

Jetzt können nur noch die Lebensretter auf vier Pfoten helfen. Britta hält ihrem Rettungshund einen Schal des Vermissten unter die Nase. Und dann geht es auch schon los: Timon bekommt sein Geschirr umgelegt, drückt konzentriert seine Nase auf den Boden und beginnt, die Geruchsspur zu verfolgen. Ab und zu hält Timon inne, läuft ein Stück des Weges zurück oder hält seine Nase in die Luft. Auch für die feinste Hundenase ist es ein hartes Stück Arbeit, die Geruchsspur des Vermissten nicht zu verlieren.

„Timon ist immer hochkonzentriert, wenn er im Einsatz ist“, sagt Hundeführerin Winkelmann mit einem stolzen Lächeln, „Er nimmt seine Aufgabe sehr ernst!“ Timon lässt sich nicht aus der Ruhe bringen. Plötzlich wittert er etwas und zieht Britta auf einen kleinen Waldweg. Der Pfad ist sehr schmal, überwuchert von Dornen und Gestrüpp, und führt an einem steilen Abhang entlang. Nach etwa 30 Metern läuft Timon vorsichtig den steilen Abhang hinunter. Und tatsächlich: Unten liegt, verdeckt von Büschen und Gestrüpp, der vermisste Herr Volkens. Der arme Mann ist gestürzt, zittert vor Kälte und hat sich am Bein verletzt, aber er lebt.

Britta Winkelmann leistet sofort Erste Hilfe und alarmiert ihren Einsatzleiter per Funk. Kurze Zeit später ist Herr Volkens in Sicherheit und alle Rettungskräfte sind erleichtert und froh, dass es dem 72-Jährigen den Umständen entsprechend gut geht. Und auch Timon freut sich, denn er wird in dieser Nacht besonders viel gelobt und gestreichelt nach seiner hervorragenden Rettungsarbeit.

Damit derartige Erfolge möglich sind, trainieren unsere ehrenamtlichen Hundeführer und ihre Retter auf vier Pfoten regelmäßig und bezahlen sogar ihre teure Ausbildung und Rettungsmaterialien wie Kenndecken, Leinen, Lampen und GPS-Geräte selbst. Und wenn ein Notruf eingeht, lassen unsere ehrenamtlichen Teams alles stehen und liegen und scheuen keine Kosten und Mühen, um Menschenleben zu retten. Wenn man Britta und ihre Kameraden im gesamten Bundesgebiet nach ihren Weihnachtswünschen fragt, bekommt man die bescheidene Antwort: „Für mich wünsche ich mir nichts, aber eine neue Kenndecke für meinen Hund, eine Lampe für unsere Nachteinsätze oder ein Funkgerät wäre toll.“

Die selbstlosen Hundestaffel-Teams leisten das ganze Jahr über herausragende Arbeit und opfern immer wieder ihre Freizeit, um Menschenleben zu retten. Die DLRG würde ihnen so gern den einen oder anderen Weihnachtswunsch erfüllen.

Helfen Sie uns helfen

Mit Ihrer Spende unterstützen Sie die ehrenamtliche Arbeit der DLRG!

Kategorie(n)
Spenden

Von: Fördererbetreuung

zurück zur News-Übersicht