• Beantworten von Fragen des Kinder- und Jugendschutzes, • Unterstützung/Beratung von Vorständen und Mitgliedern, • Verwaltung/Prüfung der erweiterten Führungszeugnisse, • Ermittlung der zur Vorlage verpflichteten Personen, • Zusammenarbeit mit den Ansprechpersonen des LV sowie • Mitwirkung an der Weiterentwicklung von Schutz- und Prä- ventionsmaßnahmen. Um diese Aufgaben professionell wahrnehmen zu können, müs- sen die Kinder- und Jugenschutzbeauftragten die entsprechen- den Qualifizierungen absolvieren. Vorgesehen sind hier ins- besondere Ausbildungen des Landessportbundes Berlin oder die Qualifizierungsreihe »Prävention sexualisierter Gewalt« der DLRG-Jugend. Anschließend soll möglichst eine Ausbildung zur Multikplikatorin beziehungsweise zum Multiplikator erfolgen. Verbindliche Schulungen für Aktive Ein weiterer wichtiger Baustein des Berliner Schutzkonzeptes sind regelmäßige Schulungen. Künftig müssen aktive Mitglieder ab dem 18. Lebensjahr, die im Rahmen ihrer Tätigkeit Kontakt zu Kindern oder Jugendlichen haben, alle zwei Jahre an einer Basisschulung zur Prävention von Gewalt teilnehmen. Diese Schulungen sollen Wissen vermitteln, Handlungssicherheit schaffen und dabei helfen, Grenzverletzungen frühzeitig zu er- kennen sowie angemessen darauf zu reagieren. Gleichzeitig stärken sie die Kultur des Hinschauens und der gegenseitigen Verantwortung innerhalb der DLRG Berlin. Aktuell arbeiten wir auch an einem Schulungskonzept für Mit- glieder unter 18 Jahren. Jessica Skrzipczyk < Kriseninterventionsteam im Einsatz auf dem Christopher Street Day Als am Abend des 26. Juli der Anschlag auf den Berliner Christopher Street Day die Stadt er- schütterte, waren innerhalb kürzester Zeit zahlreiche Einsatzkräfte von Feuerwehr, Ret- tungsdienst und Hilfsorganisationen vor Ort. Neben der medizinischen Versorgung der Verletz- ten wurde schnell deutlich, dass viele Menschen auch psychosoziale Unterstützung benötigten. Um 23:51 Uhr ging bei der Krisenintervention der DLRG Berlin die Alarmierung ein. Die speziell ausgebildeten Einsatzkräfte unterstützten im Bereich der Betroffenen- sammelstelle der Berliner Feuerwehr/Polizei die Betreuung. Der Einsatz dauerte für unsere sechs Einsatzkräfte bis 4:15 Uhr am frühen Sonntagmorgen. In den Stunden nach dem Anschlag standen die Helferinnen und Helfer Menschen zur Seite, die auf Informationen über An- gehörige warteten, das Erlebte einzuordnen versuchten oder einfach ein offenes Ohr brauchten. Gerade in den ersten Stun- den nach einem traumatischen Ereignis sind Orientierung, menschliche Nähe und verlässliche Ansprechpersonen wichtig. Die Unterstützung endete nicht mit dem Ende des Nachtein- satzes. Bereits am Sonntagnachmittag wurden gemeinsam mit anderen Organisationen weitere Betreuungsangebote bei einer Trauerdemonstration am Brandenburger Tor angeboten. Etwa am Eingang des Tiergartens standen Einsatzkräfte der Krisen- intervention als Ansprechpersonen für Betroffene der queeren Community, Angehörige, Zeugen und solidarisch Trauernde bereit. An den folgenden Tagen bestand dieses Angebot fort. Der Bedarf zeigte eindrucksvoll die Bedeutung psychosozialer Notfallversorgung: Allein am Sonntag, Montag und Dienstag führten allein die Einsatzkräfte der DLRG Krisenintervention rund 100 Gespräche. Dabei ging es um die Verarbeitung des Erlebten, um die Bewältigung von Unsicherheit und Ängsten sowie häufig einfach darum, dass jemand zuhört oder ein Ta- schentuch reicht. Der Einsatz verdeutlichte, dass Hilfe weit über die Versorgung körperlicher Verletzungen hinausgeht. Krisenintervention be- deutet, Menschen in einer außergewöhnlichen Belastungssitu- ation aufzufangen, Halt zu geben und ihnen zu zeigen, dass sie mit ihren Sorgen nicht allein sind. Die Ehrenamtlichen der DLRG Berlin leisteten damit einen wich- tigen Beitrag im Zusammenspiel mit Feuerwehr und weiteren Organisationen. Ihren Einsatz prägten Professionalität, Empa- thie und die Bereitschaft, auch in emotional belastenden Situa- tionen Verantwortung zu übernehmen. #ansprechbar war in diesen Tagen mehr als ein Schlagwort. Es war das Versprechen, für die da zu sein, die nach dem Anschlag Unterstützung, Orien- tierung und menschliche Nähe benötigten. Mach mit und engagiere dich beim Betreuungsdienst der DLRG. Weitere Infos und ein Kontaktformular findest du auf berlin.dlrg. Marcus Raasch < de/kit. impressum Ausgabe Berlin | V. i. S. d. P.: Michael Neiße Anschrift: Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft Landesverband Berlin e. V. Am Pichelssee 20–21, 13595 Berlin Telefon: 030 362095-0, lebensretter@berlin.dlrg.de © Georg Sievers berlin III