»NRW rettet Leben« wirbt für Laienreanimation Bereits zum dritten Mal fand Anfang September die zentrale Präsenzveranstaltung des Aktions- bündnisses »NRW rettet Leben« zur Förderung der Laienreanimation statt. Auch die Landes- verbände Nordrhein und Westfalen beteiligten sich mit einem gemeinsamen Infostand aktiv an der Veranstaltung in der Ärztekammer in Düsseldorf. Dr. Thomas Baltus (LV Nordrhein) und Dr. Philipp Rogge (LV Westfalen) am Infostand beider Landesverbände. © Andreas Richtarsky Das Bündnis »NRW rettet Leben« wurde ursprünglich ins Leben gerufen, um Mitarbeitende in Verwaltungen für die Laienreanimation zu sensibilisieren und zu schulen. In- zwischen richtet sich die Initiative auch gezielt an Schulen und Unternehmen. Träger sind unter anderem der Deutsche Rat für Wiederbelebung (GRC), die Ärztekammer Nordrhein und die Ärztekammer Westfalen-Lippe. »Die Mehrheit der Menschen in NRW sollte in der Lage sein und sich zutrauen, eine Herzdruck- massage durchzuführen«, sagt Dr. Dorothee Dill, LV-Ärztin West- falen. »Die Initiative der Ärztekammer setzt genau diesen Impuls zur Laienreanimation. Als LV-Ärzte beider Landesverbände unterstützen wir den Aktionstag gemeinsam mit unseren Lehr- beauftragten EH/San seit Beginn der Veranstaltungen in 2023.« Jede Sekunde zählt In Deutschland sind jährlich über 60.000 Menschen von einem plötzlichen Herz-Kreislauf-Stillstand betroff en. Dann zählt jede Sekunde: Bis professionelle Hilfe eintriff t, kann eine einfache Maßnahme wie die Herzdruckmassage entscheidend sein. Sie sorgt dafür, dass das Gehirn weiterhin mit Sauerstoff versorgt wird, und erhöht die Überlebenschancen deutlich. Weil aber immer noch vielen Menschen das nötige Wissen zu schnellem Handeln fehlt, überleben nur etwa elf Prozent der Betroff enen. Die Initiative geht davon aus, dass sich die Überlebensrate ver- dreifachen lässt. Auch darum engagieren sich zahlreiche Orga- nisationen in der Ausbildung von Ersthelfenden – darunter das Deutsche Rote Kreuz, die Johanniter, die Malteser und die DLRG. Auch die Landesverbände Nordrhein und Westfalen leisten hier einen wichtigen Beitrag: Mit über 800 Erste-Hilfe-Lehrgängen und mehr als 10.000 Teilnehmenden allein im Jahr 2024 zeigen sie, wie ehrenamtliches Engagement konkret Leben retten kann. Die Beteiligung an Initiativen wie »NRW rettet Leben« unter- streicht dabei die enge Zusammenarbeit mit anderen Akteuren im Gesundheitswesen – für ein gemeinsames Ziel: mehr Le- bensretter in unserer Gesellschaft. Sarah Sievers ❮ Neue Broschüre stärkt die Selbsthilfetätigkeit Ob Stromausfall, Extremwetter, Hochwasser oder Feuer: Krisen können jederzeit eintreten und betreffen oft ganze Regionen. Umso wichtiger ist es, dass Menschen wissen, wie sie sich in sol- chen Situationen selbst schützen und helfen können. Eine neue Broschüre des Landes NRW bietet jetzt kompakte und praxisnahe Empfehlun- gen zur persönlichen Vorsorge. Der Guide vermittelt leicht verständlich, wie man sich bei verschiedenen Kri- senszenarien richtig verhält – etwa bei einem Blackout, bei Un- wettern oder bei Sirenenalarm. Ziel ist es, die Bevölkerung zu befähigen, im Ernstfall ruhig und umsichtig zu handeln. Die Veröff entlichung ist Teil der Kampagne »Bereit wie nie«, mit der das Land NRW das Bewusst- sein für persönliche Vorsorge stärken und das Engagement im Bevölkerungsschutz sichtbarer machen möchte. Die Bro- schüre erscheint in mehreren Formaten – darunter auch als digitale Version, in leichter Sprache und als Hörfassung. Innenminister Herbert Reul betont: »Krisen können uns alle treff en. Mit dem Guide geben wir den Menschen in Nord- rhein-Westfalen ein praktisches Werkzeug an die Hand, wie sie sich selbst schützen können. Wer vorbereitet ist, kann im Ernstfall ruhiger reagieren und damit auch anderen helfen. Eigenvorsorge bedeutet Verantwortung übernehmen, für sich, für die Nachbarschaft und für die Gesellschaft. Denn Eigen- vorsorge ist der beste Schutz.« Wo gibt’s den Guide? Die Broschüre »Selbstschutztipps für den Katastrophenfall« steht der Bevölkerung kostenfrei zur Verfügung. Sie wird unter anderem bei Veranstaltungen rund um den Katastrophenschutz sowie über kommunale Stellen und Hilfsorganisationen verteilt. Wer lieber digital liest, fi ndet die verschiedenen Versionen unter im.nrw/themen/gefahrenabwehr/versionen_selbstschutzguide. Sarah Sievers ❮ westfalen V