jekte erkennt, bei denen es sich um Menschen handeln könnte. Die Software ist in der Lage, eine Unterwasserkarte anzulegen, in der sie die georteten Objekte einzeichnet. Tauchende Ein- satzkräfte können dann gezielt die Objekte ansteuern und spa- ren dadurch viele Stunden, um Suchgebiete in unterschiedlichen Tiefen abzutauchen. Die Software »merkt« sich außerdem Bo- denprofile sowie Objekte und berücksichtigt diese bei weiteren Taucheinsätzen. Technik ersetzt den Menschen nicht Die Signal-Interpretation obliegt dem Operator am Bildschirm. Muss ein Mensch diese Stelle aufsuchen? Oder muss die Droh- ne ein weiteres Mal antauchen, um Klarheit zu schaffen? Handelt es sich nur um einen Gegenstand mit menschenähnlicher Form, etwa einen großen Ast mit Zweigen? Die Drohne kann den Was- serrettungsdienst unterstützen, Rettungsschwimmerinnen und -schwimmer sowie Einsatztaucherinnen und -taucher aber nicht ersetzen. Florian Ziesemer demonstrierte den »Dolphin 3«, eine Art Ret- tungsring, von dem der Hersteller schreibt: »Der Dolphin 3 ist ein intelligentes, selbstfahrendes Wasserrettungsgerät. Er er- möglicht es Rettungskräften, Schwimmer zu retten, ohne selbst ins Wasser zu gehen, indem sie das Gerät aus der Ferne vom Ufer oder von einem Boot aus steuern. Eine in Not geratene Person kann sich auf das Gerät legen und sicher zurück ans Ufer gebracht werden.« Im DLRG Einsatz ist das Gerät im Bezirk Köln – inklusive Sonderzulassung für den Rhein. Auch der Geräteanhänger »GAnH SFW-Rett« für die Strö- mungsrettung wurde im Rahmen der Messe präsentiert. Vom Land NRW zur Verfügung gestellt, verstärkt er die Wasserret- tungszüge (s. Bericht Seite V und Ausgabe 2/2025). Und was wäre die »boot« ohne Boot? So konnten Besucher das Hoch- wasserboot »Kumpel« nicht nur besichtigen, sondern auch an Bord gehen. Das nutzten besonders Kinder, für die aber auch noch mehr geboten war: Sie konnten sich eigene Anstecker basteln und das DLRG Puzzle zusammenbauen, während die Eltern sich bei einem Kaffee erklären ließen, welche Gliederung in ihrer Nähe Schwimmkurse anbietet. Innenministerium präsentiert »nora« Als Gast war das Innenministerium des Landes NRW auf den Stand der DLRG in Halle 14 eingeladen. Mitarbeitende infor- mierten über die Smartphone-App »nora«, die die Bundesländer impressum Ausgabe Nordrhein Anschrift: DLRG LV Nordrhein, Jan-Schmitz-Haus, Niederkasseler Deich 293, 40547 Düsseldorf, E-Mail: info@nordrhein.dlrg.de Redaktion: Stefan Mülders (Chefredakteur/stemu), Stefan Albrecht (V. i. S. d. P.), Frank Zantis, Lukas Ziehm, Stephanie Hobein, Wolfgang Worm (WoWo), Sarah Sievers (SaSi) Zuschriften: content-redaktion@nordrhein.dlrg.de. Es wird keine Garantie für eine Veröffent lichung übernommen. Adressverwaltung: nr.abo-lebensretter@dlrg.org Die Regionalausgabe Nordrhein des »Lebens retter« erscheint als Teilausgabe des DLRG Verbandsorgans viermal im Jahr. Derzeitige Auflagenhöhe: ca. 17.200 Stück. Redaktionsschluss: Nordrhein 2/2026, 17. April 2026 Der Demo-Pool auf dem Hauptstand war ein Publikumsmagnet. zur Verfügung stellen. Darüber können Nutzerinnen und Nutzer in Notfällen Kontakt mit Polizei, Feuerwehr oder Rettungsdienst aufnehmen – und das bundesweit, Zugang zum Internet voraus- gesetzt. Ursprünglich für Menschen mit Hör- oder Sprachprob- lemen entwickelt, lässt sie sich auch hervorragend von allen anderen nutzen, da sie die genaue Position übermittelt. So müssen Notrufauslösende selbst nicht genau wissen, wo sie sich befinden – was auf ausgedehnten Wanderungen oder in Waldgebieten schon mal vorkommt. Auch Chats mit der Ein- satzzentrale oder »stille Notrufe« sind mit der App möglich. Bewährtes bleibt: die Experten-Talks An vier Tagen fanden Interviews mit verschiedenen DLRG Spe- zialisten statt. Moderiert von Ehrenpräsident Reiner Wieden- brück konnten sich alle Anwesenden beteiligen und Fragen stellen. Den Anfang machte Nils David aus dem Bezirk Süd- sauerland mit dem Thema »Sonar und Unterwasserdrohne und ihre Einsatzmöglichkeiten«. Dazu berichtete er umfangreich aus seiner Praxis als Fachgruppenleiter. Unterwasserdrohnen sind zwar noch nicht weit verbreitet, haben aber ihren speziellen Einsatznutzen primär dort, wo Einsatztaucherinnen und -taucher wegen besonderer Gefährdungslagen nicht mehr tauchen dür- fen. Dort, wo die Unterwasserdrohnen stationiert sind, kommen sie aber – oft parallel zum Taucher – bei jeder Suche zum Ein- satz. Findet die Unterwasserdrohne das gesuchte Objekt, kann sie es greifen und an die Oberfläche bringen. Handelt es sich um schwerere Gegenstände oder etwa um Personen, hakt sich die Drohne fest. Einsatzkräfte müssen dann nur noch dem Ka- bel folgen, um auf kürzestem Weg das Objekt beziehungsweise die Person zu erreichen. Mit »Szenarien für den Rettungs- und Einsatzdienst in den nächsten zehn Jahren« war der Leiter Einsatz im LV Nordrhein, Dr. Andreas Wagener, der zweite Gesprächspartner im Rahmen der Messe-Talks. Der Schwerpunkt lag dabei weniger auf den technischen Details als auf den Rahmenbedingungen. Er ging vor allem auf die Problematik der zurückgehenden Zahlen von Aktiven ein. Moderne Technik kann künftig die Retter unter- stützen, sodass sie effektiver eingesetzt werden können. KI- unterstützte Drohnen- oder Videoüberwachung können Einsatz- nordrhein III