Sachkunde PSA gegen Absturz

Die BGR 198 ("Benutzung von persönlichen Schutzausrüstungen gegen Absturz") schreibt vor, dass PSA-relevante Teile einmal im Jahr von seinem Sachkundigen geprüft werden müssen.
Die Lebensdauer der PSA wird i.d.R. vom Hersteller grundsätzlich auf eine gewisse Lebensdauer begrenzt. Danach müssen die Teile ausgetauscht werden. Metallteile werden auf Sollmaße und Korrosion geprüft. Ansonsten sind sie unbegrenzt haltbar!

Prüfung / Dokumentation:

In der Regel liegt jedem Material eine Bedienungsanleitung bei. Diese beinhaltet üblicherweise auch eine Checkliste / Prüfkarte zur Materialprüfung.
Das Material prüfen darf nur, wer eine Ausbildung zum Sachkundigen hat (Lehrgang: „Sachkunde PSA gegen Absturz“).
Einschränkungen: Prüfung von technischem Material einer speziellen Firma darf nur derjenige, der von diesem Hersteller eine Einweisung auf das entsprechende Gerät hat!
Jede PSA muss 1x jährlich geprüft werden. Dies muss vom beauftragten Sachkundigen der Gliederung mit Unterschrift dokumentiert werden. Die Verantwortung dafür trägt der jeweilige Einsatzleiter!

Achtung: Grundsätzlich ist bei jedem Sturz die PSA inkl. Seil, Gurt, Karabiner komplett zu überprüfen!

 

Listen und Prüfprotokolle

Gerne senden wir die aktuellen Prüfprotokolle der DLRG an beauftragte Sachkundige. Bitte schreibe uns dazu eine kurze Anforderung an SR@dlrg.de unter Angabe deiner Sachkunde-Prüfernummer.

 

 

Weitere Informationen

Erkenntnisse zu Auswirkungen von Wasser auf Gurte (gem. Fa. Bornack):
In Langzeittests konnte kein erheblicher Einfluss von Wasser (Salz- oder Süßwasser) auf vorzeitige Alterung festgestellt werden. Aber: Extreme Bruchlasteinbußen bestehen bei übermäßiger UV-Strahlung, Beschriftung mit Faserstiften, Einsatz Textil auf Textil (thermische Schäden), große Hitze und Kälte.


Hinweis zu Alu-Karabinern:
Gestürzte Karabiner (aus größerer Höhe auf harten Untergrund) können nicht mehr (oder nur sehr aufwendig) geprüft werden. Es kann zu inneren Materialveränderungen kommen, die mit bloßem Auge nicht sichtbar sind. Die Feuerwehr- Dienstvorschrift schreibt in diesem Falle sogar die Aussonderung vor...