05.09.2017 Dienstag  EM in Belgien: Erstes Gold für Deutschland

Julia Hennig realisiert den Gewinn der Bronzemedaille mit der Hindernisstaffel. Foto: Daniel-André Reinelt

Bad Nenndorf/Brügge. Die Rettungsschwimmer der Nationalmannschaft der Deutschen-Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) haben bei der Europameisterschaft in Belgien am Dienstag (5.9.) eine Gold- sowie je zwei Silber- und Bronzemedaillen gewonnen. Den Glanzpunkt des Tages aus deutscher Sicht setzten im S&R Olympia Swimming Pool in Brügge die Männer im vier Mal 50 Meter Hindernisschwimmen. David Laufkötter (DLRG Schloß Holte-Stukenbrock), Danny Wieck (DLRG Stralsund), Fabian Thorwesten und Joshua Perling (beide DLRG Halle-Saalekreis) gewannen vor den Staffeln aus Ungarn und Italien.

Im ersten Finale am Nachmittag sicherte sich Welt- und Europameister Wieck bereits eine Einzelmedaille – Silber im 200 Meter Hindernisschwimmen. „Damit habe ich nicht gerechnet. Nach dem harten Training in den vergangenen Wochen war ich wirklich erstaunt über die Zeit“, so der deutsche Ausnahmesportler, dessen Fokus in der Vorbereitung auf zwei anderen Einzelstrecken lag. Am Mittwoch will der Stralsunder seine Titel aus 2015 über 50 Meter Retten einer Puppe und in der kombinierten Rettungsübung verteidigen.

Ebenfalls über eine Silbermedaille freute sich Fabian Thorwesten. Über 100 Meter Retten mit Flossen ließ er nur den Italiener Jacopo Musso passieren und schlug vor seinem Teamkameraden David Laufkötter als Zweiter an. „Eine Einzelmedaille bei meinem ersten großen Wettkampf in der Nationalmannschaft, das ist einer der schönsten Tage des Jahres“, bilanzierte Thorwesten.

Laufkötter, ebenfalls erstmals im Team bei einem internationalen Großereignis, hatte bereits am Vortag im 200 Meter Super Lifesaver Bronze gewonnen: „Die Medaille gestern war schon ein unbeschreibliches Gefühl, jetzt wird es immer besser.“

Eine Bronzemedaille feierten auch die Frauen Julia Hennig (DLRG Dietenhofen), Annalena Geyer (DLRG Halle-Saalekreis), Sophia Bauer und Kirsten Lühr (beide DLRG Schwerte) in der Hindernisstaffel. „Es war super, im Einzel Bestzeit zu schwimmen, auch wenn es für Platz drei nicht ganz gereicht hat. Aber dann haben wir Bronze in der Staffel geholt und so sind heute alle Mädels glücklich“, kommentierte Julia Hennig, die im Einzel mit Rang vier eine Medaille knapp verpasste.

Auch der DLRG-Nachwuchs sammelte bei der parallel stattfindenden Junioren-Europameisterschaft am Dienstag die ersten Medaillen. Clara Steinberg (DLRG Ennigerloh) und Celina Seidel (DLRG Duisburg-Homberg) gewannen nach Platz sieben im Vorlauf überraschend Gold im Leinewerfen. Thorben Schmidt (DLRG Anklam) steigerte sich im Finale über 100 Retten mit Flossen deutlich gegenüber dem Vorkampf und sicherte sich Bronze.

Die Europameisterschaft im Rettungsschwimmen dauert noch bis zum 9. September an. Am Mittwoch stehen weitere Wettbewerbe in der Schwimmhalle in Brügge auf dem Programm. Von Donnerstag bis Samstag werden in Ostende die Disziplinen am Strand und im Freigewässer durchgeführt.

Alle Infos zur EM 2017 gibt's unter dlrg.de/em2017

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Rettungssport, Rettungssport aktuell
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Von: Martin Holzhause

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