06.09.2017 Mittwoch  EM in Belgien: Elf Medaillen am 3. Tag

Europameister und Weltrekordler Danny Wieck. Foto: Daniel-André Reinelt

Bad Nenndorf/Brügge. Die Rettungsschwimmer der Nationalmannschaft der Deutschen-Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) haben bei der Europameisterschaft in Belgien am Mittwoch (6.9.) elf Medaillen gewonnen. Zum Abschluss der Wettbewerbe im Schwimmbecken sammelten die Athleten dreimal Gold sowie je viermal Silber und Bronze. Zudem feierte die deutsche Auswahl im S&R Olympia Swimming Pool in Brügge einen neuen Weltrekord von Danny Wieck (DLRG Stralsund). Der Welt- und Europameister verbesserte seine alte Weltbestzeit über 100 Meter Kombinierte Rettungsübung um eine Hundertstel auf 59,37 Sekunden.

„Das war heute ein super Tag für mich. Der Weltrekord war natürlich das Highlight, zumal ich diese Strecke in diesem Jahr weniger trainiert habe“, sagte der 25-Jährige. Sein Fokus in der Vorbereitung lag vor allem auf den 50 Metern Retten einer Puppe. Auch hier holte sich Wieck die Goldmedaille. Teamkamerad Joshua Perling (DLRG Halle-Saalekreis) schlug in beiden Finals direkt hinter ihm an und gewann zweimal Silber. Gemeinsam mit Fabian Thorwesten (ebenfalls Halle) und David Laufkötter (DLRG Schloß Holte-Stukenbrock) war das Erfolgsduo zudem in der vier mal 25 Meter Puppenstaffel siegreich. In der Gurtretterstaffel feierte das Quartett noch eine Silbermedaille.

Laufkötter (Silber) und Thorwesten (Bronze) sicherten sich über 100 Meter Retten mit Flossen und Gurt ein weiteres Mal Edelmetall. In dieser Disziplin feierte Theresa Franz (DLRG Harsewinkel) als Dritte die erste Einzelmedaille für die deutschen Frauen bei dieser Europameisterschaft. Zusammen mit Annalena Geyer (Halle), Kirsten Lühr und Sophia Bauer (beide DLRG Schwerte) gewann die 25-Jährige in beiden Staffeln ebenfalls Bronze. „Richtig cool, ich hätte niemals damit gerechnet, eine Einzelmedaille im Schwimmbecken zu gewinnen“, so die Freigewässer-Spezialistin, die im Vorlauf in 1:00,97 Minuten sogar neuen Deutschen Rekord geschwommen war.

Die Europameisterschaft im Rettungsschwimmen dauert noch bis zum 9. September an. Am Donnerstag beginnen in Ostende die Wettbewerbe am Strand und im Freigewässer. „Jetzt gilt es, alle Reserven zu mobilisieren und den Rückstand auf Italien aufzuholen. Die Chance auf die Titelverteidigung besteht“, sagte Teammanager Holger Friedrich. Bei der Meisterschaft vor zwei Jahren hatte das DLRG-Nationalteam die Gesamtwertung gewonnen.

Auch der DLRG-Nachwuchs sammelte bei der parallel stattfindenden Junioren-Europameisterschaft am Mittwoch weitere Medaillen. Astrid Brunsing (DLRG Ennigerloh) und Erik Siggemann (DLRG Verl) gewannen Bronze über 100 Meter Retten mit Flossen und Gurt, Thorben Schmidt (DLRG Anklam) sogar Silber über 50 Meter Retten einer Puppe. In der Puppenstaffel gab es Gold für die Junioren und Bronze für die Juniorinnen.

Alle Infos zur EM 2017 gibt's unter dlrg.de/em2017

Kategorie(n)
Rettungssport, Rettungssport aktuell
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Von: Martin Holzhause

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