20.11.2018 Dienstag Weltmeisterschaft in Australien eröffnet

Fotos: Steph Dittschar

In Adelaide sind heute (20.11.) die Weltmeisterschaften im Rettungsschwimmen offiziell eröffnet worden. Die deutsche Nationalmannschaft tritt ab morgen im Süden Australiens in den Wettbewerb mit 43 weiteren Nationen aus der ganzen Welt. Dem Team gehören zwölf Rettungsschwimmer der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) an, die als Mitglied im Weltverband International Life Saving Federation (ILS) die Nationalmannschaft stellt. Mit 7.000 Athleten, Betreuern, Offiziellen und Helfern sei die Weltmeisterschaft die größte, die es bisher gegeben hat, sagte ILS-Präsident Graham Ford.

Rund 2.500 Menschen nahmen an der Eröffnung am Strand von Glenelg, wenige Kilometer von Adelaide entfernt, teil. „Das war ein ganz besonderer Moment für mich. Das ist meine erste Weltmeisterschaft und dann zusammen mit so vielen Athleten bei der Parade gemeinsam zur Eröffnung zu laufen, war wirklich super“, sagte Carla Strübing aus Hamburg. Die 21-Jährige freut sich nun darauf, sich mit den Besten der Welt zu messen.

Auch Teammanager Holger Friedrich fiebert jetzt dem Wettkampf entgegen: „Wir sind seit fünf Tagen hier, haben uns von der Reise erholt und im Training gut vorbereitet; es kann endlich losgehen.“ Am Mittwoch steht mit der Simulierten Rettungsübung zunächst ein Teamwettbewerb im Schwimmbad auf dem Programm. In einem Unfallszenario werden verschiedene Notfallsituationen dargestellt. Ein Team von vier Rettungsschwimmern kommt zur Hilfe, muss die Situation erkennen, bewerten und innerhalb von zwei Minuten so vielen Opfern wie möglich helfen.

Am Donnerstag und Freitag folgen weitere elf Einzel- und Staffeldisziplinen im SA Aquatic Centre in Adelaide. Die deutschen Athleten rechnen sich hier zum einen in den Mannschaftsdisziplinen Medaillenchancen aus. Zum anderen haben im Einzel vor allem die Männer gute Chancen auf Edelmetall, allen voran der amtierende Weltmeister Danny Wieck aus Stralsund und Weltrekordhalter Jan Malkowski aus Berlin.

Am Wochenende folgen weitere Wettbewerbe am Strand von Glenelg. Dann greift auch Carla Strübing ins Geschehen ein: „Ich möchte möglichst mehrere Finals erreichen. Das wäre angesichts der starken Konkurrenz ein tolles Ergebnis.“ In den sogenannten Beach- und Ocean-Disziplinen dominieren meist die Sportler des amtierenden Weltmeisters Neuseeland und des aktuellen Gastgebers Australien. Strübing: „Der Sport wird hier das ganze Jahr über im Freien ausgeübt und er ist bei den Australiern sehr populär. Die besten Athleten sind Profis und für uns Europäer schon echte Stars.“

Weltmeisterschaft im Rettungsschwimmen

Die von der International Life Saving Federation ausgetragene Weltmeisterschaft im Rettungsschwimmen findet alle zwei Jahre statt. Neben dem Wettstreit der Nationen werden weitere Wettbewerbe mit Athleten aus der ganzen Welt ausgetragen, etwa die der Vereine (Interclubs), der Altersklasse-Athleten ab 30 Jahren (Masters) oder auch von Teams mit Rettungsbooten. Die Wettbewerbe der Masters enden am Mittwoch (21.11.). Bislang konnten die Rettungsschwimmer der teilnehmenden DLRG-Ortsgruppen mehr als 70 Medaillen sammeln.

Über den Rettungssport
Der Rettungssport ist die Wettkampfvariante des Rettungsschwimmens. Er entstand aus der Idee heraus, Menschen für den Wasserrettungsdienst zu gewinnen. Denn gute Rettungssportler sind auch gute Rettungsschwimmer. Der Sport kann im Ernstfall helfen, Leben zu retten. Gleichzeitig können durch ihn Techniken zur Rettung verfeinert und perfektioniert werden. Kraft, Kondition, Schnelligkeit und die Beherrschung der Rettungsgeräte sind Voraussetzung dafür, im Wettbewerb konkurrenzfähig sein zu können. In der DLRG betreiben rund 61.000 meist junge Menschen aktiv den Rettungssport, vom lokalen Verein bis hin zum internationalen Wettkampf. Vielen von ihnen konnten dadurch bereits für den Wasserrettungsdienst an den Stränden, Badesee und in Schwimmbädern begeistert werden.

Weitere Informationen zur Weltmeisterschaft der Nationalmannschaften im Rettungsschwimmen gibt es unter www.dlrg.de/wm2018

Kategorie(n)
Rettungssport, Rettungssport aktuell
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Von: Martin Holzhause

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