22.11.2018 Donnerstag WM in Adelaide: 1. Gold für Nationalteam

Jan Malkowski (hinten links), Joshua Perling, Vivian Zander (vorne links) und Kerstin Lange. Foto: Steph Dittschar

Die Rettungsschwimmer der DLRG Nationalmannschaft haben bei der Weltmeisterschaft in Australien am Donnerstag (22.11.) ihre erste Goldmedaille gewonnen. Zum Abschluss des zweiten Wettkampftages in Adelaide war die gemischte Lifesaver Staffel schneller als alle anderen. Der neue Wettbewerb wurde erstmals bei einer großen internationalen Meisterschaft ausgetragen. „Diese Disziplin ist wirklich sehr interessant und es ist natürlich immer großartig eine Goldmedaille um den Hals gehängt zu bekommen und die Nationalhymne zu hören“, kommentierte Joshua Perling aus Halle an der Saale.

Mit dem 22-Jährigen gemeinsam ganz oben auf dem Siegerpodest standen Kerstin Lange aus Wiesbaden sowie Vivian Zander und Jan Malkowski aus Warendorf. Letzterer hatte nur wenige Minuten zuvor noch das Finale über Retten mit Flossen und Gurtretter absolviert und dort Silber gewonnen. Zander verpasste in dieser Disziplin eine Medaille als Vierte nur knapp, verbesserte aber ihren eigenen deutschen Rekord von 59,75 Sekunden im Vorlauf auf 59,50 Sekunden und war dann im Finale noch einmal drei Zehntel (59,20) schneller. „Die Bestzeit bedeutet mir viel. Wenn man so nah an der Medaille ist, ärgert man sich aber auch schon, dass es nicht ganz gereicht hat“, so die 20-Jährige, die erstmals im Erwachsenenbereich an einer Weltmeisterschaft für Deutschland teilnimmt.

Die erste Medaille für das DLRG Nationalteam in Adelaide gewann am Donnerstag Danny Wieck aus Stralsund. Der mehrfache Einzelweltmeister wurde in der kombinierten Rettungsübung über 100 Meter Zweiter hinter dem Australier Matt Davis. Wieck gelang es somit nicht, den Titel auf dieser Strecke nach 2014 und 2016 erneut zu gewinnen. Am Freitag bekommt der 27-Jährige in seiner zweiten Parade-Disziplin, 50 Meter Retten mit Flossen, erneut die Chance auf die Titelverteidigung.

Im Hindernisschwimmen konnten sich die deutschen Staffeln jeweils für das Finale qualifizieren. Die Frauen schwammen in 1:53,31 Minuten sogar einen neuen Rekord und wurden Sechste. Einen Platz weiter hinten reihten sich die Männer ein. Kerstin Lange als Siebte und Joshua Perling als Sechster in der kombinierten Rettungsübung erzielten ebenso eine Platzierung unter den besten Acht wie zusammen Danny Wieck und Daniel Roggenland als Sechste im Leinewerfen.

Die Wettbewerbe für die Nationalteams bei Weltmeisterschaften im Rettungsschwimmen dauern noch bis kommenden Sonntag an. Insgesamt nehmen Athleten aus 44 Nationen daran teil. Dem deutschen Team gehören zwölf Rettungsschwimmer der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) an, die als Mitglied im Weltverband International Life Saving Federation (ILS) die Nationalmannschaft stellt. Mit 7.000 Athleten, Betreuern, Offiziellen und Helfern sei die Weltmeisterschaft die größte, die es bisher gegeben hat, sagte ILS-Präsident Graham Ford.

Weltmeisterschaft im Rettungsschwimmen

Die von der ILS ausgetragene Weltmeisterschaft im Rettungsschwimmen findet alle zwei Jahre statt. Neben dem Wettstreit der Nationen werden weitere Wettbewerbe mit Athleten aus der ganzen Welt ausgetragen, etwa die der Vereine (Interclubs), der Altersklasse-Athleten ab 30 Jahren (Masters) oder auch von Teams mit Rettungsbooten.

Weitere Informationen zur Weltmeisterschaft der Nationalmannschaften im Rettungsschwimmen gibt es unter www.dlrg.de/wm2018

Kategorie(n)
Rettungssport, Rettungssport aktuell
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Von: Martin Holzhause

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