23.11.2018 Freitag Rettungshunde: Helden auf vier Pfoten

Als das Telefon klingelt, sind Ilonka Neuss und ihr Hund Seddy gerade aufgestanden. "Ihr müsst sofort kommen, Ilonka! Im See bei Dillingen wird ein Taucher vermisst!", lautet der Notruf. Ilonka zögert nicht. Schnell packt sie ihre Einatzutensilien zusammen und springt mit Seddy ins Auto.

Nur wenige Minuten nach der Alarmierung sind Rettungshundeführerin Ilonka Neuss und ihr Golden Retriever Seddy zusammen mit ihren zwei- und vierbeinigen Kameraden der DLRG Rettungshundestaffel Augsburg am Ufer des Sees angekommen. Nebel liegt über der Landschaft, es ist kalt und ungemütlich.

Mit geübten Handgriffen legt Ilonka Seddy seine Rettungsweste an. Schnell besteigen beide das Rettungsboot, welches bereits am Ufer auf sie wartet. Der Bootsführer fährt den See sorgsam ab. "Seddy, such!", gibt Hundeführerin Ilonka das Startzeichen. Seddy versucht sofort, Witterung aufzunehmen.

Der neunjährige Rüde ist ein Flächen- und Wasserortungshund. Seddy kann nicht nur vermisste Menschen im Gelände finden, er hat außerdem gelernt, menschlichen Geruch unter Wasser wahrzunehmen und so den Suchbereich für Rettungstaucher exakt einzugrenzen. Mit seiner feinen Spürnase kann Seddy einen Menschen auch noch in über 30 Meter Tiefe finden. Seddy ist mittlerweile ein erfahrener Rettungshund, schon seit sieben Jahren spürt er zusammen mit seiner Hundeführerin Ilonka vermisste Personen auf.

"Wir Menschen stoßen schnell an unsere Grenzen. Und dann kommen unsere Hunde zum Einsatz - sie sind so gründlich, wie wir Zweibeiner es niemals sein könnten", berichtet Hundeführerin Ilonka. "Mein Seddy ist da richtig ehrgeizig: Er sucht so lange, bis er die vermisste Person gefunden hat. Seddy ist wirklich ein kleiner Held."

Und auch bei der Suche auf dem See ist der Hund hoch konzentriert. Ganz ruhig sitzt er im Boot, das auf dem Wasser herumfährt. Seine Nase hält er dicht über der Wasseroberfläche. Von kleinen Wellen oder spritzendem Wasser lässt sich Seddy nicht ablenken. Ilonka behält ihren Hund im Blick, lässt Seddy aber ansonsten seine Arbeit tun.

Plötzlich durchbricht ein Bellen die Stille auf dem See. Seddy bellt und will gar nicht wieder aufhören. "Seddy hat jemanden gefunden! Das Bellen ist sein Zeichen, dass er die vermisste Person entdeckt hat!" Und tatsächlich: Kurze Zeit später finden Rettungstaucher den Verunglückten nur fünf Meter von der Stelle entfernt, an der Seddy angezeigt hat. Seddy hat den Taucher aufgespürt, er kann unversehrt an Land gebracht werden.

Dafür wird der Hund von seinem Frauchen ausgiebig gelobt. Dass es sich bei diesem Einsatz nur um eine Übung handelte, erfährt Hundeführerin Ilonka kurze Zeit später von ihrem Einsatzleiter. Damit solche Erfolge auch im Ernstfall möglich sind, müssen unsere ehrenamtlichen Hundeführer und ihre Retter auf vier Pfoten mögliche Rettungssituationen immer wieder üben.

Zwei- und Vierbeiner opfern viel Zeit für ihre Rettungsarbeit - zwei Mal die Woche wird in Augsburg trainiert. Doch damit nicht genug: Auch die teure Ausbildung und Rettungsmaterialien wie Kenndecken, Leinen, Lampen und GPS-Geräte bezahlen die Rettungshundeführer zumeist selbst.

Ilonka, Seddy und unsere Rettungshundestaffeln überall in Deutschland leisten herausragende Arbeit.

Helfen Sie uns helfen - mit Ihrer Spende...

Kategorie(n)
Spenden, Spenden

Von: Spenden

zurück zur News-Übersicht

E-Mail an Spenden:


Eine Kopie der Nachricht an die eigene Adresse senden
captcha
Einfach die Zahlen-/Buchstabenkombination abtippen!
Wichtig: Gross- und Kleinschreibung beachten!
Ich habe die Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen

* Pflichtfelder dürfen nicht leer gelassen werden