Umgang mit statistischem Zahlenmaterial

Die Veröffentlichung statistischer Daten ist ein wesentlicher Aspekt bei der Präsentation der DLRG in den Medien und für die Darstellung unserer Organisation als kompetenter Partner gegenüber Experten, Multiplikatoren und Fachgremien. In der Vergangenheit ist es immer wieder vorgekommen, dass die unterschiedlichsten Zahlen und „Fakten“ veröffentlicht wurden. Bei den Medien, insbesondere bei Fachmedien, die unsere Arbeit aufmerksam verfolgen, können voneinander abweichende Informationen zu Irritationen und kritischen Nachfragen führen. So kam es in der Vergangenheit vor, dass selbst in schriftlichen Veröffentlichungen (z.B. Steckbrief der DLRG) völlig andere Zahlen über Lebensrettungen durch die DLRG publiziert wurden als etwa in den Geschäftsberichten. Selbst wenn man berücksichtigt, dass andere Zeiträume zugrunde gelegt wurden, werden dem kritischen Betrachter sehr schnell Zweifel kommen.
Wie in der Werbung gilt auch für die Unternehmens- und Verbandskommunikation der Grundsatz der Wahrheitspflicht. Alle Zahlen, Fakten und statistischen Daten, die wir bekannt geben, müssen wahr sein, und sie müssen Prüfungen Stand halten. Von daher gilt unten aufgeführte einheitliche Von daher gilt unten aufgeführte einheitliche Sprachregelung (Aussage):

Mitglieder und Förderer:

Stand / Aussage: Rund 1.800.000

Bei derart großen Zahlen ist die Aufrundung auf die nächst höhere Tausenderstelle in der journalistischen Praxis üblich, deshalb können wir gegenüber der Presse mit rund 1.800.000 Mitgliedern und Förderern operieren.

Aufrundungen auf die nächste Hunderttausenderstelle haben den Nachteil, dass wirklich unerwartet hohe Zuwachsraten als positives Ereignis nicht mehr zu „verkaufen“ sind, wenn bereits unvertretbar hohe Aufrundungen in der Vergangenheit genannt worden sind.

Richtig ist die Aussage:

Rund 62 Prozent der Mitglieder sind Kinder und Jugendliche bis zum 26. Lebensjahr; folglich: Die DLRG ist ein junger Verband.

Aktive Helferinnen und Helfer in ausgewählten Aufgabengebieten in 2018

Aktive Mitglieder Stand Aussage
im Wasserrettungsdienst 45.271 über 45.000
in der Ausbildung 62.865 rund 63.000
in der Instandhaltung und Pflege 17.448 über 17.000
in Organisation und Verwaltung 16.250 über 16.000
im Rettungssport 59.966 rund 60.000
Gesamt: 201.800 über 200.000

Anzahl Gliederungen in 2018

Stand Aussage  
1.937 rund 2.000  

Gesamtvolumen ehrenamtlicher Arbeit in Stunden pro Jahr (2018)

Tätigkeit Stunden Aussage
Wasserrettungsdienst 2.813.448 fast 3 Millionen
Ausbildung 3.734.549 über 3,5 Millionen
Organisation und Verwaltung 1.560.859 über 1,5 Millionen
Pflege und Instandhaltung 818.333 über 800.000
Jugend 948.397 über 900.000
Veranstaltungen Rettungssport 199.858 fast 200.000
Gesamt: 10.075.444 über 10 Millionen

Lebensrettungen durch die DLRG / Ertrinkungsfälle 2018

Lebensrettungen/Ertrinkungsfälle Anzahl
Lebensrettungen 974
Lebensgefahr für Retter 64
Ertrinkungsfälle 504

Die DLRG Gesamtbilanz von 1950 – 2018

Bilanz Zahlen Aussage
Schwimmprüfungen 22.553.228 über 22 Millionen
Rettungsschwimmprüfungen 4.862.537 über viereinhalb Millionen
Schwimm- und RS-Prüfungen 27.414.578 über 27 Millionen
Erste Hilfe an Land 2.389.065 fast zweieinhalb Millionen
Rettungen vor dem Ertrinken 71.995 über 70.000
Rettungen unter Lebensgefahr 9.510 über 9.500
     

Mitgliederentwicklung (Eckdaten zum Vergleich):

Jahr Mitgliederanzahl  
1950 28.402  
2018 564.969  

Die DLRG kennen 84 % der Bevölkerung und sie halten die Lebensretter für eine wichtige (93 %) und sympathische (87 %) Organisation und die Arbeit der Lebensretter für dringend notwendig (92 %). Diese Ergebnisse lieferte eine repräsentative forsa-Umfrage.

Zusammenfassung

Wichtig in der Kommunikation sind folgende Aussagen:

  • Mitglieder und Förderer: Rund 1.800.000
  • Von den Mitgliedern sind Rund 62 % Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene.

Aktive:

  • Über 45.000 im Wasserrettungsdienst, rund 63.000 in der Ausbildung und fast 60.000 im Rettungssport.
  • Die DLRG bilden insgesamt rund 2.000 Gliederungen im gesamten Bundesgebiet.