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EM 2019: Im Gespräch mit Jessica Grote

Datum: Mittwoch 28.08.2019
Kategorie: Rettungssport
Foto: Denis Foemer

Vom 17. September bis zum 1. Oktober finden im italienischen Riccione die Europameisterschaften im Rettungssport statt. Für die deutsche Nationalmannschaft starten insgesamt zwölf Sportlerinnen und Sportler. Eine von ihnen ist Jessica Grote (23) aus Halle an der Saale in Sachsen-Anhalt. Seit knapp sechs Jahren betreibt sie Rettungssport und hatte in ihrer Anfangszeit das Glück, mit der Spitzensportlerin Julia Schatz zusammen zu trainieren und viel von ihr zu lernen. Mittlerweile können aber auch andere etwas bei ihr abgucken, denn die Athletin nimmt regelmäßig und erfolgreich an nationalen sowie internationalen Wettkämpfen teil.
Wir haben bei der fast 1,80 Meter großen Schwimmerin einmal genauer nachgefragt...

Was machst du, wenn du nicht gerade schwimmst?

Seit 2017 studiere ich Gymnasiallehramt für die Fächer Englisch, Deutsch und Geschichte in Halle. Um mein Studium und meinen Sport zu finanzieren, gehe ich drei- bis viermal wöchentlich arbeiten.

Wie bist du denn zum Rettungssport gekommen?

Bis 2013 war ich Schwimmerin beim SV Halle an der Sportschule. Aus unterschiedlichen Gründen habe ich mich nach etwas anderem umgeschaut. Eine Freundin, die schon lange Rettungssportlerin ist, fragte mich, ob ich nicht Lust hätte, mal mit zu trainieren. Ich bin dann auf meinen jetzigen Trainer zugegangen und habe gefragt, ob ich mal eine Trainingseinheit ausprobieren darf. Seitdem hat mich der Rettungssport nicht mehr losgelassen.

Hast du Tipps für jüngere Rettungssportler und Rettungssportlerinnen?

Steckt den Kopf nicht in den Sand, wenn etwas nicht gleich klappt oder wenn ein Wettkampf mal nicht so läuft, wie ihr ihn euch vorstellt. Arbeitet an euch im Training und nutzt die angebotenen Maßnahmen auf Bundesebene. Dort könnt ihr so viel dazulernen. Nehmt euch ein Beispiel an älteren und erfahreneren Sportlern und guckt euch von ihnen ruhig etwas ab. Wenn man die Chance hat, sich an jemandem zu orientieren: Nutzen!

Was ist deine Lieblingsdisziplin?

Super Lifesaver und im Freigewässerbereich Oceanwoman. Die Vielseitigkeit dieser Strecken, dass man alles miteinander vereint, fasziniert mich immer wieder aufs Neue. Aber vor allem die Staffeln sind immer wieder ein Highlight. Hier würde ich die Rescue Tube Relay als Lieblingsdisziplin nennen. Es macht immer wieder Spaß, diese Staffel zu schwimmen.

Wie motivierst du dich zum Training?

Zum einen mit meiner Trainingsgruppe, weil wir eine super Truppe sind und auch außerhalb der Trainingszeit viel miteinander unternehmen. Zum anderen steht da natürlich der Erfolg: Wenn man weiß, dass sich die harte Arbeit auszahlt und man sieht, dass es sich lohnt.

Wie oft trainierst du?

Durch mein Studium musste ich den Umfang meines Trainings im Vergleich zu Schul- und Sportfördergruppenzeiten reduzieren. Ich versuche trotzdem täglich, mindestens einmal ins Wasser zu springen. Wenn es die Zeit zulässt, mache ich noch Krafttraining. Seit einer Weile gehe ich einmal wöchentlich zum Yoga. Das ist ein super Ausgleich.

Welche Rolle spielt deine Ortsgruppe beim Training und in der Vorbereitung?

Ich bin nicht die einzige Sportlerin aus meiner Ortsgruppe, die zur EM fährt. Wir trainieren täglich zusammen und motivieren uns gegenseitig. Eine tragende Rolle spielt natürlich auch unser Trainer. Er kümmert sich um Trainingszeiten und tut alles Mögliche, um uns auf den Punkt fit zu machen. Es sind ja auch nicht nur die Nationalmannschaftsstarter beim Training. Wir bereiten uns alle zusammen vor.

Hast du ein bestimmtes Ritual vor den Wettkämpfen?

Vor der 100 Meter Kombination gehe ich immer nochmal zu meinem Trainer, klatsche mit ihm ab (das mache ich allerdings vor fast jeder Strecke) und frage: „Zeit?“, woraufhin er mir eine Zeit für die Tauchphase sagt.

Was ist dein größter Erfolg?

In jedem Fall die Goldmedaille aus dem letzten Jahr bei der WM in Australien in der Puppenstaffel mit Deutschem Rekord. Der am härtesten erkämpfte Erfolg war die Bronzemedaille 2016 bei der WM in der Rescue Tube Relay. Die Tage davor lief es nicht so gut und da haben wir nochmal alles reingehauen. Für mich persönlich haben zwei Rennen von der WM 2014 einen besonderen Wert: Zum einen die 100m Kombi bei der Junioren WM. Da habe ich ganz überraschend Silber gewonnen. Zum anderen die Goldmedaille in der Rescue Tube Relay bei der Interclub WM. Ich bin als Youngster völlig unerwartet in die Staffel gerutscht. Dieses Rennen und das Vertrauen der Mädels hat mir für die Zukunft sehr viel gegeben.

Was hast du dir persönlich für die EM vorgenommen?

Ich will endlich mal ein A-Finale auf einer internationalen Meisterschaft schwimmen! Der Deutsche Rekord im Super Lifesaver ist auch schon ein bisschen älter. Als Team haben wir uns für die Staffeln auf jeden Fall Medaillen vorgenommen und wollen schneller schwimmen als letztes Jahr.

Da die Europameisterschaften dieses Jahr im italienischen Riccione stattfinden werden. Was ist dein Lieblingseis?

Amadeus-Eis: eine Mischung aus Nougat und Pistazie.

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