Digitalfunk

Die deutschlandweite Umstellung auf moderne Digitalfunktechnik ist dringend notwendig und überaus sinnvoll. Sie wird ein wichtiges Hilfsmittel zur Rettung von Menschenleben sein.

Die Umstellung auf moderne Technik bedeutet Fortschritt – stellt Hilfsorganisationen wie die DLRG jedoch auch vor große Herausforderungen! Analoge BOS-Funkgeräte, Funkmeldeempfänger und DLRG-Einsatzleitstellen werden mit Einführung des BOS-Digitalfunknetzes im Verbund der Gefahrenabwehr unbrauchbar. Eine unkalkulierbare Gefahr: Wenn die DLRG die Fähigkeit der direkten Vernetzung im Rettungsdienst verliert, kann dies Menschenleben kosten!

Die Kosten für den Netzaufbau teilen sich Bund und Länder: Die Beschaffung digitaler Funkgeräte, die Betriebs- und Folgekosten sowie die Ausbildung der Einsatzkräfte muss die DLRG überwiegend selbst übernehmen und sicherstellen. Eine funktionierende Rettungskette, die schnelle Meldung eines Notfalls per Funk und das Einleiten von Rettungsmaßnahmen, so wie die Zusammenarbeit mit anderen Hilfsdiensten kann nur mit moderner und verknüpfter Funktechnik gewährleistet werden.

Was geschieht mit den bisherigen Funkgeräten?

Im Zuge der Umstellung werden beide BOS-Funknetze zunächst, für eine längere Übergangszeit, parallel genutzt werden können und müssen. Als internes Kommunikationsnetz wird die DLRG ihren Betriebsfunk mit den drei Kanälen in jedem Fall so lange behalten, wie die Frequenzen hierfür zur Verfügung stehen.

Für die Organisation von Veranstaltungen spielt die funktechnische Verknüpfung  mit Dritten eine untergeordnete Rolle. Bis die letzte analoge BOS-Funktechnik letztendlich in ein digitales Netz überführt werden kann, werden die analogen BOS-Geräte weiterhin für Training und Ausbildung genutzt.

Eine Abgabe ist bei diesen Geräten nicht möglich, weil sie speziell für den Einsatz bei den Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) konzipiert sind.

Warum werden nicht einfach Handys eingesetzt?

Mobiltelefone entsprechen weder den taktischen, technischen noch datenschutzrechtlichen Anforderungen der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS). Zudem wären allein bei Großschadenslagen - aber auch wie bereits bei schlichten Großereignissen der jüngeren Vergangenheit geschehen - die Handy-Netze sofort überlastet und die wichtige Einsatzkommunikation wäre nicht mehr möglich.

Weitergehende Informationen zum Fachbereich Information und Kommunikation (IuK)