21.03.2019 Donnerstag  Kinder in Gefahr: Immer mehr Nichtschwimmer

Foto: DLRG

Es ist ein schöner Tag am Badesee. Die Sonne scheint, die Menschen am Ufer genießen die friedliche Ruhe. Doch die Idylle trügt. Denn an diesem ruhigen Nachmittag ist ein kleines Mädchen in dem See ertrunken – und niemand hat es bemerkt. Denn die Kleine hat nicht um Hilfe geschrien. Sie hat nicht panisch um sich geschlagen. Es war kein lautes Platschen zu hören, die Wasseroberfläche war glatt. Julia* ist ganz still und leise ertrunken.

„Mir graut es davor, dass ich als Retter so etwas in meinem Wachgebiet auch mal erleben muss“, berichtet DLRG-Rettungsschwimmer Carsten Rosenberg. „Kinder ertrinken so leise, da kann es schnell passieren, dass auch wir Retter die Notsituation nicht sofort wahrnehmen.“ Denn in ihrem verzweifelten Versuch, sich über Wasser zu halten, und nach Luft zu schnappen, haben Kinder keine Kraft mehr, um Hilfe zu rufen. Gerät der Kopf eines Kindes zu lange unter Wasser, droht eine sogenannte Hypoxie, eine Minderversorgung des Körpers mit Sauerstoff. Schon nach wenigen Minuten ohne ausreichend Sauerstoff können bereits bleibende Schäden entstehen.

„Die meisten Kinder lieben das Wasser und fühlen sich magisch von ihm angezogen“, weiß Retter Rosenberg. Umso wichtiger sei es, dass die Kleinen schwimmen lernen. Doch es gebe immer mehr kleine Nichtschwimmer in unserem Land – eine alarmierende Entwicklung.

„Ich muss Carsten Rosenberg da leider Recht geben“, sagt DLRG-Präsident Achim Haag. Und auch die aktuelle Ertrinkungsstatistik spricht eine erschreckend deutliche Sprache: Im vergangenen Jahr sind in unserem Land wieder mehr Kinder ertrunken – die meisten von ihnen konnten nicht schwimmen. Kleine Leben, die zu Ende sind, noch bevor sie richtig begonnen haben.

Haag: „Ich muss Ihnen ehrlich gestehen, dass mich die Ertrinkungsstatistik 2018 sehr erschrocken hat. Und sie hat mich einmal mehr aufgerüttelt: Wir dürfen nicht nachlassen. Wir müssen – gerade jetzt – mit ganzer Kraft weiter dafür kämpfen, dass unsere Kinder schwimmen lernen.“

Ihre Spendenhilfe wird gebraucht!

Um noch mehr Schwimmkurse für Kinder anbieten zu können, hoffen unsere Retter auf Unterstützung. Die ehrenamtlichen Schwimmlehrer stehen oft mehrfach die Woche nach Feierabend am Beckenrand und bringen Kindern das Schwimmen bei. Sie bekommen kein Geld für ihre Mühen – doch sie brauchen dringend Beistand: Zum einen ist die Qualifizierung zum Schwimm-Ausbilder ein langwieriger Prozess, der Geld kostet; zum anderen fehlen oft Hilfsmittel wie Schwimmbretter oder Schwimmnudeln, um den Kindern die Angst vor dem Wasser zu nehmen, und ihnen spielerisch das Schwimmen beizubringen.

Bitte helfen Sie mit Ihrer Spende!

Schon mit 15, 30, 50 Euro oder einem anderen Betrag Ihrer Wahl helfen Sie aktiv dabei, unseren Kleinen das Schwimmen beizubringen – und ihr Leben so ganz entscheidend sicherer zu machen. Denn jedes Kind, das sicher schwimmen kann, wird nicht ertrinken.

Helfen Sie uns helfen - mit Ihrer Spende...

* Der geschilderte Fall ist fiktiv und steht beispielhaft für die Arbeit der Rettungsschwimmer in DLRG-Ortsgruppen in ganz Deutschland.

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Von: Martin Holzhause

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