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Wenige Sekunden entscheiden über Leben oder Tod

In Deutschland sind wir mit unserem hoch qualifizierten Rettungsdienst sehr gut aufgestellt! Kaum ein anderes Land kann hier gleiches vorweisen. Dennoch kann es vorkommen, dass es zu Engpässen in der Notfallversorgung kommt. Zur gleichen Zeit gehen mehrere Notrufe ein, als Einsatzwagen verfügbar sind. Was passiert dann? In solchen Fällen springen wir ein. Ehrenamtliche Organisationen, mit sogenannten First Respondern oder Helfern vor Ort. Die ausgebildeten Helfer fahren zum Notfall und ergreifen dort lebensrettende Maßnahmen bis die Kollegen mit dem Rettungswagen eintreffen. Denn jede Minute, die ein Verletzter oder Schwerkranker auf den Notarzt warten muss, kann über Leben und Tod entscheiden.

Die First Responder der DLRG

Unsere First Responder (Sanitäter) leisten eine Menge. Sie machen das in ihrer Freizeit und somit ehrenamtlich. Was machen unsere First Responder eigentlich?

Die First Responder der DLRG verfügen über eine Sanitätsausbildung und werden speziell geschult.

Die First Responder der DLRG überbrücken die Zeit zwischen dem Notfall und dem Eintreffen der Rettungskräfte und ergreifen qualifizierte Sofortmaßnahmen an der verletzten oder erkrankten Person.

Die First Responder der DLRG berichten der Einsatzleitung über den Unfallort und den Zustand der Opfer und erleichtern dieser damit die weitere Planung und Vorbereitung des Einsatzes.

Die First Responder der DLRG unterstützen die Rettungskräfte bei ihrer Arbeit.

Du kannst helfen!


Kleidung, Fahrzeug, Kraftstoff und sämtliche Einsatzmaterialien können nur mit Unterstützung von Spendengeldern finanziert werden. Es gibt nur in sehr seltenen Fällen staatlichen Zuschüsse und die Einsätze können auch nicht mit den Krankenkassen abgerechnet werden. Wir arbeiten alle ehrenamtlich und bekommen weder Bezahlung, noch eine Aufwandsentschädigung für unseren Einsatz. Du kannst unterstützen, so können wir gemeinsam Leben retten.

Einsatz in Quakenbrück


Ich bin schon seit mehreren Jahren bei den First Respondern der DLRG Quakenbrück. Mit meinen Kollegen hatte ich schon viele Einsätze. An einen erinnere ich mich noch genau. An einem Sonntag vor etwa zwei Jahren wurde ich von der Rettungsleitstelle per Handy über einen Notfall alarmiert. An diesem Tag sind in der Leitstelle mehr Notrufe eingegangen als Rettungswagen verfügbar waren. Also wurden wir benachrichtigt. Als ich den Text las, stellte ich sofort fest, dass ich die betroffene Person kannte. Es war mein Freund, Heiner Hiltermann, wir sind seit 26 Jahren befreundet.

Ich zog schnell meine Einsatzkleidung an, lief zu unserem Einsatzfahrzeug und fuhr los. Unterwegs erfuhr ich von der Leitzentrale, dass mein Kollege Steffen Weißmüller – ebenfalls im First Responder Team – direkt zum Einsatzort kommen würde. Nach nur wenigen Minuten erreichten Steffen und ich gleichzeitig das Haus von Heiner. Sofort eilten wir zu ihm und fanden ihn regungslos auf dem Boden. Wir untersuchten ihn und stellten fest, dass er nur schwach atmete. Kurz darauf bekam er einen Herz-Kreislauf-Stillstand und wir begannen unverzüglich mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung. In dem Moment haben wir einfach nur funktioniert und unsere Arbeit gemacht und komplett ausgeblendet, wer da vor uns lag. Andernfalls kann man nicht professionell arbeiten.

Als Heiners Herz wieder anfing, zu schlagen, atmeten wir erleichtert auf. Das war wirklich knapp! Als der Krankenwagen eintraf, konnten wir einen stabilisierten Patienten an den Notarzt übergeben.

Wenige Tage später besuchte ich Heiner im Krankenhaus und er begrüßte mich mit den Worten: „Da ist ja mein Lebensretter!“ In solchen Momenten bekomme ich Gänsehaut und dann weiß ich genau, wofür ich die vielen ehrenamtlichen Stunden für Schulungen, Übungen und Einsätze leiste.

Der Einsatz als Video

Ich stehe eigentlich überhaupt nicht gern im Mittelpunkt, aber ich möchte meinen beiden Kameraden unbedingt noch einmal für ihren schnellen Einsatz danken. Die Jungs haben mir das Leben gerettet! Was die DLRG-Retter Tag und Nacht ehrenamtlich leisten, verdient allergrößten Respekt!

Jetzt den Film anschauen!

Tipps für den Notfall

Hand aufs Herz: Wüsstest du, was im Notfall zu tun ist? Hier kannst du dir ein paar Informationen zum richtigen Verhaten im Notfall herunterladen.

Wir sind für dich da!

Solltest du eine Frage oder Anmerkungen haben, kannst du dich gerne unter folgender Durchwahl bei uns melden:

Tel.: +49 (5723) 955-444

oder schreib uns eine E-Mail an spenden@dlrg.de.

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