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20.11.2016 Sonntag 25. Deutschlandpokal: Nationalteam gewinnt

Foto: Steph Dittschar

Die Nationalmannschaft der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) hat sich beim Internationalen Deutschlandpokal im Rettungsschwimmen für die Niederlage im Vorjahr revanchiert. Die deutsche Auswahl bezwang zur 25. Auflage der Veranstaltung in der Sportschule der Bundeswehr in Warendorf (Westfalen) Titelverteidiger Italien. Im Duell zweier ebenbürtiger Gegner betrug der Vorsprung Deutschlands bester Rettungsschwimmer nur rund elf Punkte – nach 20 Entscheidungen und jeweils mehr als 34.500 gesammelter Punkte. Dritter im Wettstreit der elf teilnehmenden Nationen wurde Polen. „Ich bin überglücklich, dass meine Sportler sich dieses Jahr den Titel zurückholen konnten. Das ist ein Abschied nach Maß“, so Bundestrainerin Susanne Ehling, die zum Jahresende ihr Amt niederlegt.

Das Ringen um den Titel unter den Auswahlmannschaften der DLRG-Landesverbände entschied Vorjahressieger Sachsen-Anhalt erneut vor Westfalen. Rang drei eroberten die Sportler aus Schleswig-Holstein.

Wieck mit zwei Weltrekorden

Eine überragende Leistung während der Wettbewerbe am Freitag und Samstag bot Danny Wieck aus Stralsund. Einen Tag nach seinem Weltrekord über 50 Meter Retten einer Puppe (28,06 Sekunden) gewann der Sportsoldat beim 25. Internationalen Deutschlandpokal im Rettungsschwimmen auch über 100 Meter kombinierte Rettungsübung in neuer Weltbestzeit. Der Weltmeister, der die Sportfördergruppe der Bundeswehr in Warendorf zum Jahresende verlässt, schlug nach 59,38 Sekunden an.

„Mein Training zielte auf diesen Rekord ab. Ich war ausgeruht und fit, es ist perfekt gelaufen, was will man mehr“, sagte der amtierende zweifache Weltmeister, der mit zwei weiteren Silbermedaillen die Mehrkampfwertung bei den Männern gewann.

Schirmer beendet Karriere mit Doppelerfolg

Auch Kai-Uwe Schirmer verabschiedete sich mit Erfolg. Der 28-Jährige beendete seine Karriere in der DLRG Nationalmannschaft mit zwei Einzelsiegen. Der Student gewann die 100 Meter Retten mit Flossen vor Christian Ertel und Kevin Lehr (beide DLRG Mecklenburg-Vorpommern). Zudem war Schirmer bereits über 100 Meter Retten mit Flossen und Gurtretter erfolgreich. Im Gesamtklassement reichte es insgesamt zu Platz zwei. „Ich war beide Male nicht allzu weit weg vom Weltrekord und hatte insgesamt einen guten letzten Wettkampf“, so der Welt- und Europameister. Nun wolle der Bielefelder sich mehr seinem Privat- und Berufsleben widmen. Dem Rettungssport bleibe er aber als Trainer treu.

Ehling zurück nach Mainz

„Kai ist ein Medaillen-Garant. In den Flossendisziplinen ist er in Deutschland die absolute Nummer eins“, urteilte Susanne Ehling über ihren Kapitän. Die 31-Jährige, die das DLRG Nationalteam 2015 zum Europameistertitel führte, verabschiedet sich ebenfalls. Sie zieht es nach sechs Jahren in der Sportfördergruppe der Bundeswehr in Warendorf aus privaten Gründen zurück nach Mainz. „Die Arbeit macht mir aber nach wie vor großen Spaß, ich habe in den letzten Jahren eine Menge tolle Sportler kennengerlernt und bin viel in der Welt herum gekommen.“

Insgesamt gingen in Warendorf über 300 Rettungsschwimmer aus Europa, Kanada und Südafrika an den Start. Neben Schirmer und Wieck feierten auch die Französin Justine Weyders und Federico Gilardi aus Italien zwei Einzelsiege. Landsfrau Silvia Meschiari war sogar dreimal erfolgreich und gewann den Mehrkampf der Frauen.

Über den Rettungssport

Der Rettungssport ist die Wettkampfvariante des Rettungsschwimmens. In den Einzel- und Staffeldisziplinen im Schwimmbecken müssen die Athleten nicht nur möglichst schnell mit und ohne Flossen schwimmen, sondern auch längere Strecken tauchen, Hindernisse untertauchen sowie Puppen mit dem Gewicht eines erwachsenen Menschen schleppen.

Weitere Bilder und Infos finden Sie unter https://www.dlrg.de/deutschlandpokal

Kategorie(n)
Rettungssport aktuell
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Von: Martin Holzhause

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