Jana und Maria

sind Mitglieder im Landeskader Hessen. Die 17-Jährigen lernten als Kinder in der DLRG das Schwimmen und betreiben "gefühlt schon immer" Rettungssport. Zuhause in Gießen trainieren sie einmal die Woche mit dem Board auf einem Badesee. Ihren ersten Einsatz im Wasserrettungsdienst Küste in Dahme nutzen sie auch, um ihre Fähigkeiten auf dem Board zu verbessern. Stefan Büscher, Leiter des Projekts "Rettungssport und Wasserrettungsdienst", hat ihnen dafür ein Trainingsprogramm zusammengestellt, wofür sie zweimal täglich eine Stunde vom Dienst freigestellt sind.


Hintergrund

Wir sind Jana Becker und Maria Maier. Seit 2004 schwimmen wir für die DLRG Pohlheim und sind seit zwei Jahren im Landeskader in Hessen. Dieses Jahr haben wir uns das erste Mal für den Wasserrettungsdienst in Dahme beworben. Durch das Projekt "Rettungssport und Wasserrettungsdienst" haben wir die Möglichkeit, auch unsere Freigewässerfähigkeiten zu verbessern. Wir danken Peter Todtenbier, unserem Wachleiter, und Projektleiter Stefan Büscher, dass sie uns Trainingsmöglichkeiten mit den Boards geben.


So war's für uns

Für uns war es eine wundervolle Zeit. Anfangs war alles ein wenig komisch und neu für uns, wozu beispielsweise das Funken gehörte. Wir haben in der kurzen Zeit viele neue und sehr nette Menschen kennengelernt, die wir auch jetzt schon vermissen. Obwohl das Wetter anfangs schlecht war, hatten viel doch viel Spaß und konnten trainieren. Auch unsere Fähigkeiten im Boardfahren konnten wir verbessern, da es doch ein ganz anderes Gefühl ist, im Meer zu fahren als im See. Spannend war es zu erfahren, was noch alles in der DLRG möglich ist. Da wir so etwas noch nie gemacht haben, hatten wir ein etwas Angst, was alles auf uns zukommt. Aber durch die Unterstützung der Kameraden waren die Aufgaben kein Problem für uns. Außerdem war es ein gutes Gefühl Verantwortung zu tragen und anderen zu helfen. Wir wollen das Ganze auf jeden Gall wiederholen - gerne wieder in Dahm!

Samstag, 8. August

Heute war unser letzter Wachtag, aber auch dieser begann wieder sonnig. Nach den üblichen Arbeiten am Morgen gingen wir auf die Türme. Leider änderte sich das Wetter schnell und ein Gewitter zog auf. Da das Schwimmen bei Gewitter verboten ist, flaggten wir rot. Maria musste eine Durchsage machen, in der sie die Badegäste auf das Gewitter aufmerksam machte. Für einen kurzen Moment verzog sich das Gewitter, sodass wir zurück auf die Türme konnten, aber gelb flaggen mussten, was bedeutet, dass das Schwimmen gefährlich ist. Leider zog nach kurzer Zeit wieder ein Gewitter auf. Wir flaggten also erneut rot, aber dieses Mal hieß es für Turm 13, 15 und 17 zurück zur Hauptwache kommen. Dort holten wir ein Boot rein und machten es, wie jede Woche, komplett sauber. Da das Ganze mit viel Spaß verbunden war, wurden wir auch sauber gemacht und gingen nachher alle zusammen in die Ostsee, um uns von Schaum und Sand zu befreien. Da heute die Boards abgeholt wurden, konnten wir leider nicht mehr damit trainieren. Doch wir schwammen noch ein bisschen im Meer. Abends nach der Besprechung gingen wir alle zusammen Essen.

Freitag, 7. August

Heute war unser letzter Wachtag, aber auch dieser begann wieder sonnig. Nach den üblichen Arbeiten am Morgen gingen wir auf die Türme. Leider änderte sich das Wetter schnell und ein Gewitter zog auf. Da das Schwimmen bei Gewitter verboten ist, flaggten wir rot. Maria musste eine Durchsage machen, in der sie die Badegäste auf das Gewitter aufmerksam machte. Für einen kurzen Moment verzog sich das Gewitter, sodass wir zurück auf die Türme konnten, aber gelb flaggen mussten, was bedeutet, dass das Schwimmen gefährlich ist. Leider zog nach kurzer Zeit wieder ein Gewitter auf. Wir flaggten also erneut rot, aber dieses Mal hieß es für Turm 13, 15 und 17 zurück zur Hauptwache kommen. Dort holten wir ein Boot rein und machten es, wie jede Woche, komplett sauber. Da das Ganze mit viel Spaß verbunden war, wurden wir auch sauber gemacht und gingen nachher alle zusammen in die Ostsee, um uns von Schaum und Sand zu befreien. Da heute die Boards abgeholt wurden, konnten wir leider nicht mehr damit trainieren. Doch wir schwammen noch ein bisschen im Meer. Abends nach der Besprechung gingen wir alle zusammen Essen.

Donnerstag, 6. August

Auch heute fing der Tag wieder sonnig an. Nach dem Frühstück und der Revierreinigung ging Maria auf den Turm und Jana blieb in der Wache, da sie Bootsgast war. Auf den Türmen passierte heute nicht viel. Jana hatte auf dem Boot viel Spaß, weil ihr Bootsführer ihr viel erklärte, sodass sie einen guten Einblick bekam. Zum Glück gab es keinen Einsatz, denn so durfte Jana auch mal selber fahren. Nach der Besprechung am Abend gingen wir für etwa eine Stunde ins Wasser und trainierten noch ein bisschen, bevor wir mit einigen Anderen in die Therme in Scharbeutz fuhren, um zu entspannen. Leider war eine der beiden Rutschen gesperrt. ;)

Mittwoch, 5. August

Heute war generell ein ruhiger Wachtag. Eine Suchmeldung gab es aber, bei der Eltern ihre Kinder suchten. Sie wurden jedoch schnell gefunden. An einem Turm gab es noch einen Erste-Hilfe Einsatz, an dem wir aber nicht beteiligt waren. Nach dem ruhigen Tag besprachen wir wieder alles wichtige und planten den Abend. Dann gingen wir trainieren. Wir übten Board und Schwimmen, was in den Wellen nicht einfach war. Wir schwammen im Slalom um die Seebrücke und fuhren die Bojenkette mit dem Board. Nach etwa einer Stunde wurde uns langsam kalt und wir gingen aus dem Wasser. Den Abend verbrachten wir gemeinsam mit interessanten Unterhaltungen.

Dienstag, 4. August

Diese Woche war das Wetter auf unserer Seite, denn auch heute war es wieder schön. Wie jeden Tag frühstückten wir alle zusammen und reinigten die Wache. Danach verteilten wir uns auf die Türme. Im Laufe des Tages kam ein Kind, das seine Eltern suchte. Leider sprach es kein deutsch, was die Suche erschwerte. Zum Glück konnten wir die Mutter aber schnell finden. Währenddessen gab es an der Hauptwache eine Lebensrettung. Kurz vor Ende des Wachtages kam noch ein Kind vorbei, das einen Splitter im Fuß stecken hatte. Später zog ein Gewitter auf. Wir setzten die rote Flagge und machten eine Durchsage, dass alle Badegäste aus dem Wasser kommen sollen. Einen Tourist machte uns auf etwas treibendes, etwa 400 Meter von der Seebrücke entfernt, aufmerksam. Wir schoben das Boot ins Wasser, doch es stellte sich raus, dass es sich nur um eine Luftmatratze handelte. Am Abend machten wir Bowle und spielten Spiele, weil wir wegen des Gewitters nicht trainieren konnten.

Montag, 3. August

Auch heute war das Wetter super, es war keine Wolke am Himmel zu sehen. Maria hatte die Einweisung für das AED-Gerät und den Beatmungsbeutel. Da zu Beginn nicht viel zu tun war, haben wir uns eine Pause verdient und legten uns für eine Stunde an den Strand. Als wir wieder reingingen, machten wir eine Kontrollfahrt mit dem Boot. Währenddessen wurden wir auf einen umgekippten Segler aufmerksam gemacht. Durch das gebrochene Schwert schafften sie es nicht alleine das Boot umzudrehen. Während wir ihnen halfen, kam ein Funkspruch und wir mussten weiter fahren, da der Fahrer eines umgekippten Katamarans Notzeichen gab und wenn jemand in Not ist, geht das vor. Bevor wir ihm helfen konnten, wurde er soweit an Land getrieben, dass er wieder stehen konnte und unsere Hilfe nicht mehr benötigte. Also fuhren wir wieder zu den Seglern, auch diese waren schon in Strand nähe getrieben, sodass wir ihnen auch nicht mehr helfen mussten. Nach dem Dienst gingen alle zusammen schwimmen, da heute viele und hohe Wellen waren. Wir schwammen mit den Gurtrettern und übten das Abschleppen einer Person. Außerdem übten wir Board und Doppelboard, was in den Wellen ganz anders für uns war.

Sonntag, 2. August

Heute war das Wetter schön. Nach dem Frühstück gingen wir auf die Türme. Wir waren getrennt, Jana in der Hauptwache und Maria auf Turm 14, eingesetzt. Turm 14 ist der Hauptturm, auf dem man früher sein muss und dreimal am Tag die Temperaturen an die Hauptwache weitergibt. Jana bekam eine Einweisung für das AED-Gerät und den Beatmungsbeutel. Ab Mittag waren wir dann zusammen auf dem Turm. Nach einer langen Besprechung am Abend spielten alle zusammen Kennenlernspiele. Es waren viele neue Gesichter dabei und wir hatten alle viel Spaß.

Samstag, 1. August

Heute war das Wetter sehr gut. Wie immer ging der Tag mit Frühstück und Revierreinigung los. Da heute An- und Abreisetag war, musste natürlich alles sauber gemacht werden. Danach ging es für uns zusammen auf den Turm. Wir hatten viel Spaß und es gab zum Glück keinen Einsatz. Nach dem Dienst besprachen wir alles Wichtige für die Woche, da es einen Wachleiterwechsel gab. Nach der Besprechung trainierten wir. Heute schwammen wir zwei mal um die Seebrücke und übten Starts. Nach dem Duschen gingen alle zusammen beim Italiener essen. Vor dem Schlafengehen, mussten wir ein neues Zimmer beziehen.

Freitag, 31. Juli

Heute wurde das Wetter besser. Es war nicht mehr so kalt und es gab auch keinen Regen mehr. Nach dem Frühstück und der Revierreinigung wurden wir auf die Türme geschickt, um sie zu säubern und zu schauen, ob alles vorhanden ist. Danach trafen wir uns mit einem Kameraden, um zu trainieren. Wir übten Board, Doppelboard und Schwimmen. Da das Wasser leider immer noch sehr kalt war, trainierten wir nur eine Stunde. Nach dem Mittagessen hatten wir unseren Wachdienst. Außer einer Kindersuche passierte zum Glück nichts. Am Abend hatten wir die traditionelle DLRG-Taufe, bei der viele Leute zuschauten. Danach grillten wir alle zusammen.

Donnerstag, 30. Juli

Das Wetter ist weiter leider ziemlich nicht schlecht. Auch an diesem Tag gab es nicht viel zu tun. Dennoch hatten wir Spaß auf den Türmen: Unsere Kameraden erlaubten sich einen Spaß und klauten die Schlüssel für den Turm. Dafür mussten wie die Getränke für die Besprechung des Tages bezahlen. Nach der Wachzeit haben wir trainiert. Wir paddelten zwischen den Bojen immer 10 Züge schnell im Knien und 20 Züge locker im Liegen. Mit einem weiteren Wachgänger machten wir ein kleines Wettrennen. Nach anderthalb Stunden beendeten wir unser Training, weil es zu kalt wurde. Am Abend holten wir uns Burger und legten uns danach schlafen.

Mittwoch, 29. Juli

Das Wetter hat sich über Nacht leider nicht verbessert. Wir erledigten die täglichen Arbeiten, reinigten das Revier und legten die Boote ins Wasser. Mittags kauften wir für das Abendessen ein. Und wir trainierten! Wir übten das Reinlaufen für Board Race und Surf Race sowie das Aufsteigen bei Doppelboard. Während wir später eine witzige Runde Minigolf spielten, wurde die Pizza vorbereitet. Wir spielten Mädchen gegen Jungs und natürlich gewannen die Mädchen! :) Danach aßen wir alle zusammen.

Dienstag, 28. Juli

Heute war das Wetter leider wieder schlecht und es gab nicht viel zu tun. Da die Bojen in der Nacht verschoben wurden, mussten wir diese neu verlegen. Mit dem Boot machten wir uns auf den Weg. Drei Stunden verlegten wir bei Wind und Regen die Bojen. Abends fuhren wir mit dem Boot und den anderen zur Surfschule. Dort machten wir einen Schnupperkurs im Kitesurfen. Da es sehr kalt war, zogen wir mehrere Neoprenanzüge an. Nach den Einweisungen ging es ins Wasser. Leider ließ der Wind wieder nach und aus dem Kiten wurde nichts. Zur Entschädigung durften wir wakeboarden. Danach kehrten wir zur Wache zurück und freuten und auf einen heißen Kakao.

Montag, 27. Juli

Das Wetter war leider schlecht heute, weshalb unser Einsatzplan umgeschrieben wurde und wir nicht alle Türme besetzen haben. Somit konnten wir uns auf den Türmen abwechseln und mussten nicht die volle Schicht übernehmen. Die zuhause Gebliebenen putzten die Boote oder halfen in der Hauptwache. Trotz der wenigen Strandbesucher gab es einen Erste-Hilfe-Einsatz. Nach unserer Wachzeit waren wir beim Training. Wir übten Starts und Doppelboard. Anschließend durften wir mit einem Rettungsboot fahren, was in den Wellen wirklich viel Spaß machte.

Sonntag, 26. Juli

An unserem ersten Wachtag wurden wir schon um 7:30 Uhr geweckt und zum Frühstück gerufen. Nach dem Essen steht Revierreinigung auf dem Plan. Dort muss jeder Wachgänger einen Teil der Wachstation sauber machen. Danach verteilten wir uns auf die Türme, auf dem die anderen Wachgänger uns einführten. Unsere erste Tätigkeit war das Funken. Wetterbedingt war der Strand leider leer. Außer einigen Suchmeldungen nach Kindern gab es keine weiteren Einsätze.

Samstag, 25. Juli

Heute Morgen sind wir früh losgefahren, um uns auf den Weg nach Dahme zu machen. Dort wurden wir freundlich aufgenommen. Unser Wachleiter zeigte uns zunächst die Wachstation und erklärte uns grob den Tag eines Wachgängers. Da das Wetter nicht mitspielte, mussten wir nicht mehr zum Strand. Abends gingen wir alle zusammen beim Italiener essen.