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Gefahren in Fließgewässern

Flüsse bergen aufgrund ihrer Strömung ein erhöhtes Gefahrenpotenzial. Als Fließgewässer transportieren sie Wasser von der Quelle bis zur Mündung. Dabei hängt die Fließgeschwindigkeit unter anderem von der Wassermenge, dem Gefälle und der Breite des Flussbettes ab. Dadurch kann sich ein zunächst ruhig wirkender Fluss innerhalb weniger Meter in ein schnell fließendes oder sogar reißendes Gewässer verwandeln.

Das Baden in Flüssen sollte grundsätzlich kritisch hinterfragt werden. Insbesondere in großen Flüssen ist aufgrund der oft starken Strömung, des Schiffsverkehrs und weiterer schwer einschätzbarer Gefahren vom Baden grundsätzlich abzuraten. An einigen Flussabschnitten bestehen zudem Badeverbote, die dem Schutz der Badegäste dienen und unbedingt beachtet werden müssen. Wer dennoch in einem kleineren oder unbekannten Fließgewässer baden möchte, sollte sich vorab über die örtlichen Gegebenheiten und mögliche Gefahren informieren.

Wichtige Hinweise

  • Informiere dich über ggf. bestehende Badeverbote.
  • Bade nur in ausgewiesenen Badestellen.
  • Beachte die zusätzlichen Gefahren die von Bauwerken, wie z.B. Buhnen, Wehren und Brücken ausgehen.

Gefahren

In fließenden Gewässern kann man sich nicht auf eine gleichmäßige Strömung verlassen. Versuche in stärkerer Strömung nicht aufzustehen. Dein Fuß kann sich zwischen Steinen oder anderen Hindernissen festklemmen. Die Strömung drückt deinen Körper dann nach vorne und kann deinen Kopf unter Wasser halten. Richtung und Stärke der Strömung können sich innerhalb kurzer Entfernungen deutlich verändern. Gerätst du in eine starke Strömung, versuche nicht direkt gegen sie anzuschwimmen, sondern schwimme schräg mit der Strömung in Richtung eines sicheren Uferbereichs. Besonders gefährlich sind Bäume, Äste, Zäune oder Gitter im Wasser. Das Wasser kann hindurchströmen, ein Mensch kann jedoch daran hängen bleiben und von der Strömung unter Wasser gedrückt werden.

Oberhalb von Wehren und Wasserfällen beschleunigt das Wasser in Richtung der Absturzkante. Schwimmer können dadurch an die Absturzkante gezogen oder über diese hinweggespült werden.

Unterhalb von Wehren und Wasserfällen entstehen häufig sogenannte Wasserwalzen. Sie zeichnen sich durch starke Rückströmungen und Verwirbelungen aus, die Menschen wiederholt unter Wasser drücken und in der Walze festhalten können. Je nach Bauwerk und Wasserführung unterscheiden sich Stärke und Ausdehnung dieser Walzen erheblich. Eine Selbstrettung aus einer Wasserwalze ist selbst für geübte Schwimmer häufig kaum möglich. Deshalb gilt: Halte ausreichend Abstand zu Wehren und Wasserfällen und meide diese Bereiche grundsätzlich. Es herrscht akute Lebensgefahr!

Auch niedrige und harmlos wirkende Wehre können lebensgefährliche Wasserwalzen erzeugen.

Buhnen dienen in größeren Flüssen dem Uferschutz sowie der Strömungsregulierung. Sie verändern die natürlichen Strömungsverhältnisse erheblich. Während das Wasser im Schutz der Buhnen häufig ruhiger erscheint, können an ihren Köpfen und zwischen den Buhnen starke Quer- und Rückströmungen entstehen. Bei höherem Wasserstand können Buhnen vollständig überspült und von der Wasseroberfläche aus kaum erkennbar sein.

Diese Strömungen werden häufig unterschätzt und können selbst geübte Schwimmer vom Ufer wegtreiben. Deshalb sollte in der Nähe von Buhnen grundsätzlich nicht gebadet werden. Gerätst du in eine solche Strömung, schwimme nicht direkt gegen sie an, sondern versuche, schräg mit der Strömung einen sicheren Uferbereich zu erreichen.

Der Schiffsverkehr stellt auf Flüssen eine zusätzliche Gefahr für Schwimmer dar. Große Schiffe haben einen langen Bremsweg, eingeschränkte Ausweichmöglichkeiten und können Schwimmer leicht übersehen. Außerdem entstehen durch vorbeifahrende Schiffe Sog- und Welleneffekte, die Menschen abtreiben oder unter Wasser drücken können. Deshalb sollte in schiffbaren Flüssen grundsätzlich nicht gebadet werden.

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