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EM 2019: Zander und Malkowski im Interview

Datum: Mittwoch 11.09.2019
Kategorie: Rettungssport
Fotos: Denis Foemer

Am 20. September startet die DLRG Nationalmannschaft bei den Europameisterschaften im Rettungsschwimmen in Riccione (Italien) in den Wettstreit um Medaillen und Punkte für die Nationenwertung. Vivian Zander und Jan Malkowski gehören beide dem Team in der offenen Altersklasse an. Die Sportsoldaten, die in der Sportschule der Bundeswehr in Warendorf trainieren, haben bereits im vergangenen Jahr bei der Weltmeisterschaft in Australien Erfolge gefeiert – einen sogar zusammen: die Goldmedaille in der gemischten Lifesaver-Staffel, die in Adelaide erstmals bei einer internationalen Meisterschaft ausgetragen wurde. „Vivi auf der letzten Bahn mit anzufeuern und nach vorne zu peitschen, das war Emotion pur“, sagte Jan damals nach dem Rennen. Und Vivian selbst: „Ich war vorher noch nie Schlussschwimmerin. Daher war ich sehr aufgeregt, aber es hat am Ende alles geklappt und da bin ich sehr stolz drauf.“

Vivian, die durch Freunde zum Rettungssport gekommen ist, hat ihr Hobby zum Beruf gemacht: „In der Sportfördergruppe in Warendorf wird der Fokus voll und ganz auf das Schwimmen gelegt“, so die 21-Jährige, die trotz eines eng getakteten Zeitplans im kommenden Jahr eine kaufmännische Ausbildung über die Bundeswehr anstrebt. Ihre Lieblingsdisziplin ist eigentlich 100 Meter Retten mit Flossen, das Retten mit Flossen und Gurt über die gleiche Distanz aber ihre bessere.

Das Trainingsprogramm der 1,69 Meter großen Rettungsschwimmerin umfasst neun Schwimmeinheiten in der Woche, hinzu kommen drei Einheiten Krafttraining und eine im Freigewässer. In ihrem Verein, der DLRG Schloß Holte-Stukenbrock, trainiert Vivian nur selten. In Vorbereitung auf große Wettkämpfe finden sich dort aber die Sportler zusammen, um beispielsweise die Staffelwechsel zu üben. Motivation für das Training schöpft Vivian aus der Musik und dem Schauen von Videos anderer erfolgreicher Sportler. Jüngeren Athleten rät die gebürtige Magdeburgerin, nicht zu verbissen zu sein und einen guten Mittelweg zwischen Ehrgeiz und Spaß zu finden.

Als größten Erfolg im Einzel nennt die 21-Jährige den vierten Platz über 100 Meter Retten mit Flossen und Gurt in Adelaide. Damals reichte es trotz neuem Deutschen Rekord nicht ganz zur Medaille. Das soll sich nun in Riccione ändern: „Ich möchte möglichst viele Medaillen mit nach Hause bringen – sowohl im Einzel als auch in den Staffeldisziplinen.“

Erfolgreich bei den Europameisterschaften will natürlich auch der amtierende Einzelweltmeister Jan Malkowski sein. Das große Ziel des Zwei-Meter-Mannes: „Ich will Europameister auf meiner Lieblingsstrecke 100 Meter Retten mit Flossen werden.“ Seine Ambitionen unterstrich der Berliner, der im Verein ebenfalls für Schloß Holte-Stukenbrock startet, Ende Mai in Magdeburg bei den Deutschen Einzelstrecken-Meisterschaften mit einer neuen Weltbestzeit. Seinen Vorlauf beendete er in 44,04 Sekunden. „Auf diesen Weltrekord bin ich sehr stolz.“

Vor einem wichtigen Wettkampf pflegt Jan eine bestimmt Routine: „Erst rasieren, dann Kompressionsklamotten anziehen und früh schlafen gehen.“ Doch den Grundstein für seine Erfolge legt er natürlich im Training. Bei der Bundeswehr schiebt der 26-Jährige derzeit wöchentlich neun Einheiten im Wasser, geht zweimal Laufen und dreimal in den Kraftraum. Das Wichtigste dabei ist für ihn, Spaß zu haben: „Wenn ihr Spaß am Training und vor allem mit den Leuten habt, ist das viel mehr wert als der Erfolg an sich“, so Jan auf die Frage nach einem Tipp für junge Athleten.

Zum Rettungssport kam der frühere Flossenschwimmer übrigens im Jahr 2013. Der heutige Co-Trainer der DLRG Nationalmannschaft, Kai Schirmer, hatte Jan gefragt, ob er seinen Verein bei den Deutschen Meisterschaften in der Staffel unterstützen kann. „Danach habe ich direkt mit dem Rettungssport angefangen.“

Wenn Jan und Vivian in Riccione zusammen ein Eis essen gehen, wird sie sich vermutlich für Waldfrucht entscheiden, er favorisiert Pistazie.

E-Mail an Martin Holzhause:


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