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Europameisterschaft 2019: Erfolgreicher Abschluss der Wettbewerbe im Pool

Veröffentlicht: Sonntag, 22.09.2019
Autor: Martin Holzhause
Kategorie: Rettungssport aktuell

Bad Nenndorf. Die Rettungsschwimmer der Nationalmannschaft der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) haben am Sonntag (22.9.) bei der Europameisterschaft in Riccione (Italien) erfolgreich die Wettbewerbe in der Schwimmhalle beendet. Die deutschen Frauen und Männer sammelten in fünf Disziplinen insgesamt neun Medaillen. Noch einmal Edelmetall mehr gewann der DLRG-Nachwuchs bei der parallel stattfindenden Meisterschaft der Junioren. "Dass wir den gestrigen Tag noch toppen können, damit hatten wir geliebäugelt, aber rechnen konnten wir natürlich nicht damit. Das war ein sehr schöner Tag für uns", kommentierte Teammanager Holger Friedrich am Abend.

Der dritte Wettkampftag begann golden für die deutschen Teams. Jan Malkowski in der offenen Altersklasse sowie Marco Hetfeld und Nina Holt bei den Junioren waren allesamt siegreich im Retten mit Flossen. Juniorin Undine Lauerwald schnappte sich zudem Silber.

Über 50 Meter Retten einer Puppe krönte sich Nina Holt anschließend bereits zum vierten Mal zur Junioren-Europameisterin 2019. Valentina Toti sicherte sich Bronze. Danny Wieck schaffte bei den Männern den Hattrick auf seiner Lieblingsstrecke. Nach 2015 und 2017 wurde der gebürtige Stralsunder zum dritten Mal infolge Europameister. Fabian Ende (Halle-Saalekreis) holte sich mit Bronze seine erste Einzelmedaille bei einer internationalen Meisterschaft in der offenen Altersklasse. Bei den Frauen zeigte Routinier Kerstin Lange einmal mehr ihre ganze Klasse und beendete das Finale direkt hinter der Britin Zara Williams auf Rang zwei. "Damit habe ich nicht gerechnet, aber ich freue mich sehr. Mit einer guten Zeit im Finale konnte ich das Optimum rausholen", so die 28-Jährige über ihren Einzelerfolg.

Die vier Staffeln im Puppe retten kletterten allesamt auf das Podest. Nina Holt feierte hier in ihrem dritten Finale des Tages zum dritten Mal die Goldmedaille – zusammen mit Undine Lauerwald, Loreen Quinke und Valentina Toti. Die Juniorinnen siegten mit neuem Junioren-Weltrekord von 1:24,93 Minuten. "Über den Sieg in der Staffel habe ich mich am meisten gefreut. Dass wir noch einmal rund drei Sekunden schneller waren als im Vorlauf, das ist Wahnsinn", sagte Nina Holt nach dem Wettkampf. Über Silber in ihrem Endlauf durften sich die Junioren Arne Wulf, Nils Mündelein, Sebastian Walle und Marco Hetfeld freuen. Auch die Männer in der Besetzung Fabian Ende, Joshua Perling, Kevin Lehr und Danny Wieck schlugen als Zweite an. Einen Platz weiter unten auf das Podest stiegen die Frauen: Jule Strotkötter, Jessica Grote, Vivian Zander und Kerstin Lange gewannen Bronze.

Im letzten Einzelwettbewerb im Pool in Riccione sicherten sich die DLRG-Rettungsschwimmer zwei weitere Medaillen: Den 200 Meter Super Lifesaver beendete bei den Männern Joshua Perling aus Halle an der Saale auf dem dritten Platz, Sebastian Walle aus dem Saarland wurde bei den Junioren Zweiter. "Sebastian hat für mich heute die beeindruckendste Leistung gezeigt. Sich auf den letzten Metern noch vom fünften auf den zweiten Platz zu kämpfen, das hat extrem imponiert", so Friedrich.

Noch einmal Gold im Abschlusswettbewerb ergatterten die deutschen Männer. In der Gurtretterstaffel siegten Ende, Malkowski, Wieck und Lehr vor Italien. Die Frauen in der Besetzung Lange, Dziuron, Strotkötter und Zander schlugen als Dritte an. Beide Junioren-Teams sicherten sich Silber.

Am Ende des Tages standen für die DLRG-Athleten sieben Goldmedaillen zu Buche. Doch wie schon am Vortag wusste Gastgeber Italien diese Ausbeute zu toppen. Neunmal erkämpften sich italienische Sportler am Sonntag den Titel Europameister. In der Gesamtwertung liegen die Südeuropäer folgerichtig vorn. In der offenen Altersklasse beträgt der Vorsprung vor den beiden Tagen am und im Freigewässer auf die DLRG Nationalmannschaft 101 Punkte, Frankreich ist Dritter mit weiteren 46 Zählern Rückstand. Bei den Junioren hat Italien 57 Punkte Vorsprung auf Deutschland, Spanien ist mit deutlichem Abstand Dritter.

Nur zwei Kilometer vom Schwimmbecken in Riccione entfernt entscheidet sich nun am Montag (23.9.) und Dienstag (24.9.) bei den Disziplinen am Strand und in den Wellen des Mittelmeers, welche Nation am Ende die Nase vorn haben wird. Aus Sicht des Teammanagers beginnt der Wettbewerb jetzt erst so richtig: "Unsere stärksten Tage sind erfolgreich gelaufen, die wichtigsten kommen jetzt: Wir wollen Frankreich, Spanien und Großbritannien hinter uns behalten und Italien vor uns noch einholen."

Europameisterschaft im Rettungsschwimmen

Die vom Kontinentalverband International Life Saving Federation of Europe ausgetragene Europameisterschaft im Rettungsschwimmen findet alle zwei Jahre statt. Die Meisterschaft in Riccione beginnt am 17. September und endet am 1. Oktober. Neben dem Wettkampf der Nationalteams werden zwei weitere Wettbewerbe für Vereine mit Athleten aus der ganzen Europa ausgetragen: die „Masters“ (ab 30 Jahre) und die Interclubs (offene Altersklasse).

Die DLRG stellt als Mitglied im Weltverband International Life Saving Federation die deutsche Nationalmannschaft, die sich vom 20. bis 24. September mit Rettungsschwimmern aus rund 20 Nationen misst.

Weitere Informationen zur Europameisterschaft der Nationalmannschaften im Rettungsschwimmen gibt es ebenso wie die Ergebnisse und druckfähiges Bildmaterial unter www.dlrg.de/em-2019

Juniorin Nina Holt bejubelt ihren Sieg über 50 Meter Retten einer Puppe. Foto: Daniel-André Reinelt