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Der Weihnachtsbrief des Präsidenten

Veröffentlicht: Montag, 09.12.2019
Autor: Spenden

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Dörfer und Städte sind abends bereits feierlich beleuchtet. Riecht es bei Ihnen auch überall schon nach Kerzen, Gewürzen und Tannennadeln? Das Weihnachtsfest kommt mit großen Schritten auf uns zu. Freuen Sie sich auf die Festtage, die Sie hoffentlich voller Ruhe und Frieden genießen werden? 

Ich selbst blicke in dieser besinnlichen Zeit gern auf das zu Ende gehende Jahr zurück – und reflektiere die Dinge, die mich als Präsident der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft am meisten bewegt haben.

Eine bedrohliche Entwicklung hat unsere Spender, unsere Lebensretter und mich persönlich im Jahr 2019 ganz besonders beschäftigt. Schon seit Langem nimmt die Zahl der Schwimmbäder in Deutschland stark ab.

Inzwischen sind wir an einem Punkt angelangt, an dem es immer schwieriger wird, die Schwimmausbildung unserer Kinder überhaupt zu gewährleisten. Schon heute gelten etwa 60 Prozent der Zehnjährigen nicht mehr als sichere Schwimmer. Ist das nicht erschreckend?

Um dem Schwimmbadsterben entgegenzuwirken, startete die DLRG die Petition „Rettet die Bäder!“. Unser Ziel war es, mindestens 50.000 Unterschriften zu sammeln. Umso stolzer war ich, als über 130.000 Menschen die Petition unterzeichneten und die Bundesregierung so auffordern, für eine angemessene Anzahl von Bädern zu sorgen. Daran sieht man, wie sehr das Thema die breite Bevölkerung beschäftigt. Auch in Zukunft sollen unsere Kinder und zukünftige Generationen Schwimmen lernen.

Am frühen Nachmittag des 25. Septembers fuhr ich in Berlin persönlich in einem Rettungsboot über die Spree zum Paul-Löbe-Haus. Voller Hoffnung darauf, dass unsere Eingabe nachhaltig Wirkung erzielt, übergab ich die Unterschriften offiziell dem Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages. Dank Ihrer Hilfe konnten wir das Anliegen unserer Petition am 9. Dezember in der öffentlichen Anhörung des Petitionsausschusses vortragen. Wir werden weiter darauf beharren, dass unsere Forderungen erfüllt werden.

Wie wichtig eine gute Schwimmausbildung ist, wird mir immer wieder bewusst, wenn ich die aktuellen Ertrinkungszahlen analysiere. In den ersten acht Monaten des Jahres 2019 sind in deutschen Gewässern mindestens 348 Menschen ertrunken. Das sind zwar 97 weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum, aber immer noch viel zu viele.

Sicher spielt beim Rückgang der Zahlen auch eine Rolle, dass der Sommer in diesem Jahr nicht ganz so warm war wie im Vorjahr. Die Statistik zeigt jedoch auch: Sobald es heiß wird, gehen die Leute – oft viel zu sorglos – ins Wasser. Leichtsinn und Überschätzen der eigenen Leistungsfähigkeit führen insbesondere beim Schwimmen in unbewachten Gewässern zu tragischen Todesfällen.

Natürlich haben wir es auch maßgeblich unseren engagierten Lebensrettern zu verdanken, dass viele Menschen vor dem Ertrinkungstod bewahrt wurden. Unsere Rettungsschwimmer haben wieder unzählige Wachstunden geleistet, um Menschen im Notfall zu Hilfe zu eilen. Unsere Retter haben es geschafft, dass die Küsten von Nord- und Ostsee weiterhin sehr sicher sind. An fast 90 Stationen zwischen Borkum und Usedom sorgten sie von Mitte Mai bis Mitte September für Sicherheit an den Stränden. Bei Bade- und Wassersportunfällen leisteten unsere gut ausgebildeten Rettungsschwimmer schnelle Hilfe und verhinderten durch ihren beherzten Einsatz Schlimmeres.

Wir können nur für Sicherheit an den Küsten sorgen, weil uns Freunde und Förderer wie Sie auch in diesem Jahr wieder großartig unterstützt haben. Ich weiß gar nicht, wie ich Ihnen für Ihre wichtige Hilfe danken soll. Sie sind das Rückgrat unserer Arbeit, ohne Sie könnten wir nicht so erfolgreich im Einsatz sein. Das möchte ich an dieser Stelle einmal betonen. Tausend Dank!

Ich möchte Ihnen noch darüber berichten, dass wir in diesem Jahr ein weiteres wichtiges Projekt erfolgreich umgesetzt haben, das uns schon lange beschäftigte:
Wir haben unseren Internetauftritt überarbeitet. Unsere bisherige Website wurde entschlackt und für mobile Endgeräte wie das Smartphone optimiert. Viele Downloads sind jetzt für Mitglieder bequem auf der Website verfügbar und Sie können selbstverständlich auch online spenden. Auch unsere Landesverbände können nun ihre Seiten im neuen Layout erstellen.

Schauen Sie doch selbst einmal rein. Sie finden unsere Online-Präsenz unter www.dlrg.de. Dort erwarten Sie aktuelle Nachrichten über unsere Arbeit.

Ich will nicht verschweigen, dass wir im zu Ende gehenden Jahr auch viele Probleme hatten. Besonders ärgerlich sind die Schäden, die durch Diebstahl oder Vandalismus verursacht wurden. Zusammen mit den aufgelaufenen Brandschäden stehen wir vor einer Erhöhung der Immobilien-Versicherungsprämie ...

Man mag es kaum glauben, doch skrupellose Kriminelle machten auch vor unseren ehrenamtlich tätigen Lebensrettern nicht Halt: Mehrfach wurden Bootsmotoren von DLRG-Rettungsbooten gestohlen! Eine Katastrophe für die Retter, denn die Versicherung übernimmt oft nur einen Teil der Kosten!

Wer effektiv helfen will, der braucht eine funktionierende Ausrüstung. Unsere Ehrenamtlichen tun wirklich alles, um das vorhandene Equipment zu pflegen und instand zu halten. Viele unserer Retter nutzen die Wintermonate oder ihren Urlaub, um unermüdlich zu hämmern, zu sägen und zu schrauben. Spätestens im Frühjahr brauchen unsere Retter funktionstüchtige Boote und Fahrzeuge!

Doch auch unsere Boote, Fahrzeuge, Motoren und Rettungsmaterialien sind oftmals defekt, verschlissen oder müssen wegen Altersschwäche ausgemustert und ersetzt werden. Dann sind wir auf die Hilfe von Spendern wie Ihnen angewiesen, um Ersatzteile zu kaufen und Reparaturen zu finanzieren.

Schon mit 15 Euro können wir das Öl kaufen, das ein Rettungsboot-Motor benötigt. 25 Euro kostet ein Schlauchboot-Reparatur-Set, 50 Euro unterstützen den Kauf von Ersatzteilen. Und 100 Euro genügen, um einen Reifen für ein Rettungsfahrzeug zu kaufen. Ganz besonders würde ich mich freuen, wenn Sie uns zukünftig regelmäßig unterstützen. 

Unsere Helfer werden auch im nächsten Jahr für Sie zur Stelle sein. Das ermöglichen Sie mit Ihren wichtigen Spenden. Einen ganz herzlichen, lieben Dank für Ihre großherzige Unterstützung. Und da ein Dank auch immer die intensivste Form der Bitte ist, hoffe ich sehr, dass Sie uns auch im Jahr 2020 mit Spenden unterstützen. Wir brauchen Sie! 
Helfen Sie uns helfen - mit Ihrer Spende! 

Ich wünsche Ihnen ein frohes Weihnachtsfest, Gesundheit, Glück und Zufriedenheit im kommenden Jahr.

Ihr Achim Haag, Präsident der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft

 

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