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Eisunfälle in Seen und Teichen

Kaum sind Seen und Teiche zugefroren, werden sie oft ohne Berücksichtigung der Eisdicke in fahrlässiger Manier betreten. Denn Schlittschuhlaufen, Eisstockschießen und Eishockey erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Zahlreiche Eiseinbrüche – häufig mit tödlichem Ausgang – beweisen, wie trügerisch das Eis sein kann und wie unbesonnen sich der Mensch manchmal verhält. Das Eis kann aufgrund verschiedener äußerer Einflüsse trotz vermeintlich ausreichender Dicke nur eine unzureichende Tragkraft aufweisen.

Besonders häufig werden Kinder von Eisunfällen betroffen. Darum sollten sie bei Beginn der Frostperiode frühzeitig über die Gefahren aufgeklärt und mit der Möglichkeit der Rettung vertraut gemacht werden. Die allgemeinen Verhaltensregeln auf dem Eis sind unbedingt zu beachten. Sollte das Eis dennoch mal unter den Füßen nachgeben, sind folgende Maßnahmen zu ergreifen:

Eine Selbstrettung aus dem eisigen Nass der winterlichen Gewässer muss innerhalb kürzester Zeit durchgeführt werden. Bereits wenige Minuten, nachdem der Verunglückte ins Wasser geraten ist, werden seine Glieder durch die Kälte so steif, dass alle Versuche einer Selbstrettung scheitern werden. Da die unmittelbare Berührung mit dem eiskalten Wasser starke Schmerzen verursacht, müssen alle geistigen und körperlichen Kräfte mobilisiert werden, um eine Panik zu vermeiden und möglichst schnell das eiskalte Wasser verlassen zu können. Je nach Beschaffenheit des Eises bieten sich folgende Möglichkeiten an:

  • Wenn das Eis knistert und knackt, am besten flach hinlegen, um das Gewicht zu verteilen und in Bauchlage in Richtung Ufer bewegen.
  • Versuche, dich mit ausgebreiteten Armen vor- oder rückwärts zum Ufer hin zu bewegen.
  • Brich das dünne Eis ab. Wenn es wieder trägt, schieb oder roll dich flach in Bauch- oder Rückenlage auf die Eisfläche und krieche zum Ufer.

 

Quelle: Ausbilderhandbuch Rettungsschwimmen der DLRG, Neuauflage 2009, 2. korrigierte Auflage 2012, Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft e. V. (Hrsg.), Bad Nenndorf.