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Haben die eigenen Kinder Angst vorm Wasser, verläuft der Badeurlaub schnell anders als geplant. Starke Ängste können bei manchen Kindern sogar Auswirkungen auf den Alltag haben. Doch Eltern können selbst viel tun und ihr Kind unterstützen. Mit unseren Spieltipps gewöhnt ihr eure Kinder sicher und spielerisch an das Element Wasser.

Versucht bei diesen Spielen und Übungen, auf Schwimmhilfen und Schwimmbrillen zu verzichten. Nur so machen eure Kinder echte Wassererfahrungen. Sie lernen die physikalischen Eigenschaften des Wassers kennen und finden heraus, dass sie vom Wasser getragen werden. Sie lassen Wasserspritzer zu und lernen, sich unter Wasser zu orientieren. Diese Verhaltensweisen sind im Notfall überlebenswichtig.

Aus aktuellem Anlass (COVID-19)

Aufgrund der aktuellen Lage Coronavirus-Pandemie haben wir uns dazu entschieden, unsere Kampagne #bismaischwimmflügelfrei zu verschieben bzw. voerst auszusetzen. Die darin vermittelten Aufrufe, zum Beispiel im Schwimmbad Wassergewöhnung durchzuführen ist derzeit leider unrealistisch und wenig sinnvoll. Zwar wird es deshalb nun keinen wöchentlichen Post auf Facebook und Instagram dazu geben, hier auf der Seite erhaltet ihr aber natürlich trotzdem unsere bisherigen Tipps. Viele davon könnt ihr auch zu Hause etwa in der Badewanne oder unter der Dusche umsetzen. Wir bitten um Verständnis. Bleibt gesund!

Duschparty

Achtet bei jedem Duschen oder Baden darauf, dass euren Kindern das Wasser von oben über den Kopf und das Gesicht läuft. Kleine Eimer, Schüsseln oder Gießkannen motivieren zusätzlich.

Warum?
Die Kinder sollen früh lernen, Wasserspritzer und Wasser in den Augen zuzulassen. Das ist wichtig, damit sie später mit offenen Augen tauchen, um sich auch in Gefahrensituationen unter Wasser zu orientieren.

Strampelkonzert

Setzt euch mit euren Kleinen an den Beckenrand oder ins Flache Wasser. Dann strampelt kräftig mit den Beinen und wühlt das Wasser richtig schön auf.

Warum?
Durch das spritzende Wasser gewöhnen sich die Kinder an den Reiz des Wassers und den Kältereiz. So lassen sie nach und nach Wasserspritzer zu und stellen fest, dass die ja nur halb so wild sind.

Ab ins Wasser!

Seepferdchen für alle

Gemeinsam mit NIVEA bilden wir Prüfberechtigte für das Seepferdchen aus. Auch dort spielt Wassergewöhnung eine Rolle.

Mehr erfahren

Noch mehr Wasserspiele zum Nachmachen

Abschleppdienst
Euer Kind hält sich an euren Schultern fest. Ihr lauft durchs Wasser und zieht euer Kind durchs Wasser.

Schubkarre
Euer Kind legt sich in Bauchlage auf das Wasser und stützt sich mit den Händen am Beckenboden ab. Ihr nehmt die Beine des Kindes unter die Arme und schiebt es durchs Wasser.

Wasserpumpe
Ihr steht euch gegenüber und fasst euch an die Hände. Jetzt geht ihr abwechselnd in die Hocke und taucht ab. So entsteht eine Pumpenbewegung.

Blubberkönig
Ihr haltet euch am Beckenrand fest, taucht mit Mund und Nase unter Wasser und macht große Blubberblasen durch Ausatmen. Wer blubbert am längsten? Wer blubbert am lautesten?

Hangeln
Haltet euch mit beiden Händen am Beckenrand fest. Die Schultern sind im Wasser. Bewegt euch durch Nachfassen der Hände am Beckenrand entlang. Die Beine dürfen gerne seitlich auftreiben.

Abtauchen
Ihr haltet euch am Beckenrand fest und taucht mit euren Kindern gleichzeitig ab. Jetzt zeigt ihr unter Wasser eine Anzahl von Fingern. Die Kinder sollen sagen, wie viele Finger sie gesehen haben. Das motiviert, unter Wasser die Augen zu öffnen.

Tischtennisball pusten
Ihr geht durchs Wasser und pustet Tischtennisbälle vor euch her.

Abroller
Eure Kinder sitzen am Beckenrand und lassen sich ins Wasser plumpsen. Ihr fangt sie nicht auf, sondern reicht ihnen die Hände erst, wenn sie vollständig ins Wasser eingetaucht sind. Das geht natürlich auch aus dem Stand als Sprung ins Wasser.

Seestern
Eure Kinder liegen mit ausgestreckten Armen und Beinen in Rückenlage auf dem Wasser. Auch die Ohren sind im Wasser. Die Blickrichtung geht zur Decke. Ihr unterstützt eure Kinder im Rücken und haltet sie. Mit ein wenig Übung schweben sie alleine.

Warum hat mein Kind Angst vorm Wasser?

Wenn die Kleinen schon in der Badewanne weinen, könnt und solltet ihr als Eltern aktiv werden. Wir haben nützliche Tipps, die euch helfen, eurem Kind die Angst zu nehmen.

Wenn aus Angst Panik wird

Kinder reagieren völlig unterschiedlich auf das Element Wasser. Manche springen direkt hinein, andere fürchten sich regelrecht davor.

  • Einige haben große Angst vor den Wellen am Strand, wollen nicht mal mit ihren Eltern ins Wasser.
  • Andere gehen zwar schon an den Uferbereich, bekommen aber im tieferen Bereich Angst.
  • Vereinzelt haben Kinder Panik vor der heimischen Badewanne oder Dusche.

Geduld ist wichtig

Eltern sollten so früh wie möglich ihre Kinder ans Wasser gewöhnen, um möglichen Ängsten frühzeitig zu begegnen und zu verhindern, dass sie sich festigen. Das kann schon mit spielerischem Baden und Planschen zu Hause oder im Nichtschwimmerbereich beginnen. So können sich alle unbeschwert auf den nächsten Badeurlaub freuen.

Darüber hinaus lernen Kinder viel schneller Schwimmen, wenn sie keine Angst vor dem Wasser haben. Ältere Kinder, die noch nicht schwimmen können, fühlen sich oft ausgegrenzt und haben weniger Selbstbewusstsein.

Warum haben Kinder eigentlich Angst vorm Wasser?
Für die Kinder ist das Wasser etwas Unbekanntes. Der plötzliche Wasserdruck ist etwas Neues für sie und sie merken, dass sie sich im Wasser ganz anders fortbewegen müssen. Außerdem können sie unter Wasser nicht atmen, das führt schnell zu Panik.

Wie kann man mit dieser Angst umgehen?
Eltern können schon zu Hause mit der Wassergewöhnung beginnen und als Vorbild dienen. Bewegung im Wasser macht Spaß. Also ruhig regelmäßig ins Schwimmbad gehen und langsam ans Wasser gewöhnen. Am besten klappt das spielerisch beim Planschen oder anderen Spielen im Wasser.

Was ist zu beachten?
Kann euer Kind noch nicht schwimmen, solltet ihr immer in Griffnähe sein! Schwimmhilfen oder Luftmatratzen sind keine sicheren Hilfsmittel. Außerdem schränken sie die Bewegungsfreiheit ein - die Kinder sollen sich ja möglichst frei bewegen können, um das neue Element kennen zu lernen.

Gibt es spezielle Schwimmkurse?
Ja, Wassergewöhnung spielt dort eine wesentliche Rolle. Fragt am besten bei einer DLRG Gliederung in eurer Nähe nach den Angeboten. Unter professioneller Anleitung unserer DLRG Schwimmausbilder lernen die Kleinen das Wasser kennen und verlieren nach und nach die Angst davor. Hier müssen aber auch die Eltern lernen, ihr Kind in diese Kurse abzugeben und "loszulassen". 
Später sind einige Wasserratten so motiviert, dass sie hinterher weitermachen wollen und zum Beispiel das Seepferdchen-Abzeichen ablegen.

Allgemeine Tipps

  • Macht eure Kinder möglichst früh mit dem Wasser vertraut. Das fängt bereits in der Badewanne und unter der Dusche an. Es muss für die Kleinen ganz normal sein, dass Wasser von oben kommt und übers Gesicht läuft. Waschlappen sind nicht förderlich. Nur so lernen sie, den Lidschutzreflex zu überwinden und machen die Augen auch unter Wasser auf.
  • Meldet eure Kinder rechtzeitig zu einem Schwimmkurs an. Die Wartelisten sind sehr lang und zwei Jahre Wartezeit leider keine Seltenheit. Schwimmen lernen ist in der Regel ab fünf Jahren möglich, wenn die Kinder gut wassergewöhnt sind.
  • Bleibt am Ball: Geht regelmäßig mit euren Kindern ins Hallenbad, ins Freibad, an den See oder an den Strand. Hier ist es natürlich wichtig, dass ihr eure Kinder konsequent und lückenlos beaufsichtigt.