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Presse

Erfolgreich dem Hochwasser getrotzt: Allein in Niedersachsen 1.500 Wasserretter im Einsatz

Veröffentlicht: 10.01.2024
Autor: Niklas Lübkemann
Foto: Toma Unverzagt

Bad Nenndorf. Die Hochwasserlage hat sich inzwischen weitestgehend beruhigt, auch wenn noch nicht überall Entwarnung gegeben werden kann. Laut dem Deutschen Wetterdienst liegen keine weiteren amtlichen Unwetterwarnungen vor. Damit beendeten die letzten Wasserrettungszüge der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) am Dienstag (9. Januar) ihren Einsatz in den Hochwassergebieten; sie sind jedoch auf einen erneuten Alarm vorbereitet.

Seit den Weihnachtsfeiertagen halfen allein in Niedersachsen rund 1.500 Einsatzkräfte dabei, die Hochwasserlage zu bewältigen. Auch in Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt und weiteren Bundesländern waren Helfer im Einsatz. Insgesamt zählte das DLRG Lagezentrum des Bundesverbandes mehr als 2.000 Kräfte. „Während andere Menschen Weihnachten und den Jahresanfang feierten, retteten unsere Einsatzkräfte Leben und schützten die Menschen vor den Schäden des Hochwassers. Danke, dass wir uns auf euch verlassen können“, sagte DLRG Präsidentin Ute Vogt.

Insbesondere im Süden von Niedersachsen stiegen zunächst die Pegelstände von Flüssen wie Weser, Aller und Leine infolge anhaltenden Regens stark an. In vielen Gebieten führte dies zu erheblichen Hochwassersituationen, so dass in der Folge zahlreiche Einheiten der DLRG Niedersachsen im Einsatz und nahezu alle der landesweit 20 Wasserrettungszüge beteiligt waren. Einen ihrer Höhepunkte erlangte die Notlage im Heidekreis. Einsatzkräfte bereiteten im Gebiet der Gemeinde Ahlden die Evakuierung von 500 Personen vor. Nach den Weihnachtstagen musste der überschwemmte Serengeti Park bei Hodenhagen vor dem Zufluss weiteren Wassers bewahrt und anschließend wieder trockengelegt werden. Und am 4. Januar sicherten hunderte Helfer mit 60.000 Sandsäcken einen Damm in der Samtgemeinde Ahlden. Die Verlegung der Sandsäcke am überfluteten Dammfuß unter Wasser war Aufgabe der Einsatztaucher und Strömungsretter der DLRG – bei widrigen Wetterbedingungen und Temperaturen um den Gefrierpunkt ein kraftraubendes Unterfangen. Fünf Wasserrettungszüge und ein Fachzug Strömungsrettung des Landesverbandes Niedersachsen mit insgesamt 168 DLRG Helfern waren im Einsatz.

Ehrenamtliche Helfer verhindern Schlimmeres

Neben der Deichverteidigung, dem Abpumpen von Wassermengen und dem Sandsackverbau übernahm die DLRG das Absichern anderer Einsatzkräfte sowie Aufgaben des Transports und der Lageerkundung. Ihre Fachberater waren wichtige Ansprechpartner in den Krisenstäben. Und auch ihrer vorrangigen Aufgabe, der Wasserrettung, kamen die Lebensretter nach: In Hannover meldete eine Zeugin, dass sie eine Person in der Leine sah, die möglicherweise durch die starke Strömung abtrieb. 85 Einsatzkräfte, darunter Retter der DLRG, suchten fortan mit Booten, Tauchern, Drohnen und einem Hubschrauber nach der vermeintlich hilflosen Person. Diese stellte sich kurz darauf als Katastrophentourist heraus. Zeugen sahen den Mann in Neoprenanzug und Badekappe aus dem Wasser steigen. In der Wedemark retteten DLRG Einsatzkräfte mit Booten eine zehnköpfige Heidschnucken-Herde, die von Wassermassen eingeschlossen war. In Celle sicherten Wasserretter die Bienenstöcke von elf Völkern des Celler Bieneninstituts vor dem Hochwasser.

Nun werden in Niedersachsen wieder abfallende Pegel gemeldet und die Lage scheint sich zu entspannen. Auf örtlicher Ebene sind jedoch noch immer Helferinnen und Helfer im Einsatz. „Die vergangenen beiden Wochen haben erneut gezeigt, dass unsere ehrenamtlichen Wasserretterinnen und Wasserretter in Hochwasserlagen eine äußerst wertvolle Arbeit leisten. So verhinderten sie mancherorts Schlimmeres“, erklärte Vogt. Dennoch besteht weiterhin die Möglichkeit erneuter Einsätze, da die stagnierenden Pegel auch ohne Niederschlag weiterhin eine Belastung für die Hochwasserschutzeinrichtungen darstellen.

Neues Material für künftige Einsätze benötigt

Die DLRG konzentriert sich aktuell bereits darauf, die Einsatzfähigkeit überall wiederherzustellen. Dafür muss verschlissenes und kontaminiertes Material ersetzt werden. „Wir danken allen Spenderinnen und Spendern, die uns in diesen Zeiten unterstützen, und damit einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung künftiger Herausforderungen leisten“, so Vogt. Für eine noch bessere Ausbildung der Einsatzkräfte prüft der Verband derzeit die Machbarkeit eines Hochwasserausbildungszentrums. Eine entsprechende Studie dazu steht kurz vor dem Abschluss.

Wer die ehrenamtliche Arbeit der Helferinnen und Helfer unterstützen möchte, kann das unter dlrg.de/spenden.

Über die DLRG

Die DLRG als private Wasserrettungsorganisation hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen vor dem Ertrinken zu bewahren. Hierfür klären ihre ehrenamtlich Aktiven über Wassergefahren auf, bringen Menschen das Schwimmen bei und bilden sie im Rettungsschwimmen aus. Zudem wachen mehr als 42.000 Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer jährlich über 2,5 Millionen Stunden über die Sicherheit von Badegästen und Wassersportlern. Sie engagieren sich darüber hinaus in der örtlichen Gefahrenabwehr und bilden Einheiten der über 100 DLRG Wasserrettungszüge für den Bevölkerungs- und Katastrophenschutz. Die DLRG zählt derzeit rund 580.000 Mitglieder. Mehr als 1,3 Millionen Förderinnen und Förderer unterstützen die lebensrettende Arbeit mit Spenden. Schirmherr ist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

Pressekontakt: Martin Holzhause, Leiter DLRG Pressestelle, Telefon: 0 57 23 955 442, E-Mail: presse@dlrg.de 

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