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Schleswig-Holsteins Nordseewachen auf dem Festland

Zwischen der letzten Wache in Niedersachsen und der ersten in Schleswig-Holstein liegen nur circa 30 Kilometer Luftlinie. Wir mussten jedoch einen großen Bogen durch das Innland machen, da die erste Querungsmöglichkeit der Elbe bei Glückstadt ist. Wir mussten also erstmal 50 Kilometer die Elbe entlang aufwärts fahren, bevor wir das Bundesland wechseln konnten. Da die Strecke bis zur nächsten Wache für einen Tag doch zu weit war (130 Kilometer), machten wir im kleinen Hodorf Halt. Die Navigation auf so langen Strecken kann durchaus für Überraschungensorgen. Der Vorschlag des Navis folgt nicht immer der Fahrradwegbeschilderung: Ungewollte Umwege über Trampelpfade durchs grüne Dickicht kommen da schon mal vor.

Am Ende von zwei langen Tagesetappen kamen wir am 22. Juni erschöpft auf der Wache Büsum an. Die auf dem Weg gelegenen Wachen Speicherkoog und Büsum Deichhausen waren leider noch nicht besetzt. Beide weisen ausgeprägte Wattzeiten auf. Auf dem Weg zur Wache Büsum fuhren wir durch das schöne Dorf mit seinem tollen Fischerhafen. Die drei Stationen bewachen zum einen den Rasenstrand und zum anderen den Sandstrand der Lagune. Den Abend ließen wir in der geräumigen und gut ausgestatteten Unterkunft ausklingen.

Am darauf folgenden Sonntag fuhren wir über die leider noch nicht besetzte Wache Vollerwiek nach St. Peter-Ording. Vollerwiek ist ein sehr kleiner Rasenstrand am Deich, der laut anderer Wachgänger jedoch sehr herzliche Gäste hat. St. Peter-Ording ist eine recht große Wache. Die fünf Stationen sind weit voneinander entfernt und weitestgehend eigenständig. Neben den Rettungsschwimmern der DLRG ist jede Station noch mit einem Hauptamtlichen besetzt. Aufgrund des heißen Wetters stürzten wir uns nach der Ankunft in die kühlende Nordsee mit Miniquallen. Beim Abladen der Fahrräder mussten wir feststellen, dass wir nicht mehr alle Schrauben am Rad hatten. Am Abend nutzten wir zusammen mit den anderen Wachgängern das Angebot des vergünstigten Eintritts in die Therme und relaxten in der Sauna.

Die nordfriesischen Inseln

Den Abschluss der Nordsee machten die nordfriesischen Inseln. Von St. Peter-Ording aus nahmen wir den Zug bis nach Husum, da wir ansonsten die Fähre zum Mittag nicht geschafft hätten. Die Strecke war einfach zu weit. Als wir am 24. Juni an der Wache auf Pellworm ankamen, mussten wir leider feststellen, dass sie noch nicht besetzt war. Die Wache selbst ist sehr klein: Sie ist ein Container an einem Rasenstrand und von langer Wattzeit dominiert. Laut einer später getroffenen Wachgängerin müsse man auch nur vier Stunden bei Hochwasser Dienst machen und könne ansonsten die vergünstigten Angebote auf der Insel nutzen. Im Schatten der Wache genossen wir den Mittag, bevor wir auf den kleinen Campingplatz fuhren. Den hatten wir im Vorfeld bereits als Notlösung angefragt. Beim Abendessen warnte man uns, nicht zu hart zuzubeißen, da in den Graugänsen eventuell noch Kugeln von der Jagd sein könnten.

Am Dienstagmorgen hieß es früh aufstehen. Denn bevor es zur frühen Fähre ging, mussten wir zunächst die Insel durchqueren. Da wir noch etwas Zeit hatten, schauten wir uns Tennesiel an. Wieder auf dem Festland galt es wieder in die Pedale zu treten, um in Dagebühl gleich wieder auf die Fähre zu fahren. Die Fahrt an sich entlang der Deiche ist immer sehr schön und begleitet von der ständigen Sicht auf die grasenden Schafe. Lediglich der Teilabschnitt von rund einem Kilometer, bei dem man ständig die Gatter der Schafherden öffnen und schließen musste, machten das Fahren recht anstrengend: Immer wieder abbremsen, Gatter aufdrücken und wieder beschleunigen. Das führt zu keinem gleichmäßigen Reisefluss.
Die Fähre brachte uns auf die Insel Föhr. Die erste Station war gleich das Hafendorf Wyk. Nach der anstrengenden Fahrt bei drückender Hitze sprangen wir ins auflaufende Wasser, um uns abzukühlen. Vanessa besuchte auch direkt den Turm 3 auf schwimmerischem Wege. Zum Zeitpunkt unseres Besuches waren nur zwei der insgesamt sechs Türme besetzt. Am Abend grillten wir zusammen mit der Wachgängerin der Station Nieblum. Eigentlich dachten wir, dass die Wache Nieblum nicht besetzt wäre. Es gibt aber auch Wachgängerinnen, die bei Ankunft auf dem Festland entscheiden, doch wieder auf die Fähre zu steigen und noch einmal für zwei Wochen auf Wache zu bleiben.

Am Mittwoch fuhren wir mit nur kleinem Gepäck, aber starkem Gegenwind auf die Wache Utersum. An einem von Watt geprägtem Strand hat die Wache mit ihrem tollen Holztürmchen Charme. Schon im Voraus teilte man uns mit, dass zwei zusätzliche Personen in der kleinen Unterkunft keinen Platz fänden. Nach einer netten Unterhaltung über das Wachgebiet und zahlreiche Erfahrungen von anderen Wachen kehrten wir daher wieder zurück nach Wyk, um dort nochmals zu nächtigen.
Die letzte Wache auf Föhr war Nieblum, die wir am Donnerstag besuchten. Sie besteht aus zwei Türmen, welche dem in Utersum sehr ähneln. Bei bedecktem Wetter war der Strand nur wenig besucht. Bei tollen Gesprächen ging der Tag aber trotzdem schnell vorbei. Am Abend nahmen wir einen Imbiss am zweiten Turm in Goting ein. Der Besitzer unterstützt die dortigen DLRG-RettungsschwimmerInnen und spendierte uns das Abendessen.

Flensburger Förde

Um von Sylt aus die Nordsee zu verlassen, stiegen wir am 1. Juli in den Zug, um über den Hindenburgdamm aufs Festland zu kommen. Mit dem Wechsel der Meere liegt nun zwar die Hälfte der Fahrstrecke, aber erst ein Viertel der Wachen hinter uns. Es folgen die kürzeren Etappen zwischen den einzelnen Wachen. Bevor wir in Glücksburg/Holnis die erste Wache der Ostsee erreichten, radelten wir zuvor eine längere Etappe von 65 Kilometern vorbei am Flensburger Hafen. Dies ist die nördlichste aller Wachen. Obwohl wir nun an der Ostsee waren, lagen große Teile der Badezone trocken. Diese Art "Ostsee-Ebbe" entsteht bei ablandigem Wind in Buchten oder Förden und hält meist so lange an, wie der Wind das Wasser wegdrückt. Das Wachgebäude in Holnis steht direkt am Strand, das gleichzeitig auch die Unterkunft ist. Aufgrund des limitierten Platzes nächtigten wir im Funkraum im ersten Stock der Wache - tolle Aussicht am nächsten Morgen inklusive.

Am Dienstag nutzten wir eine Regenpause, um auf die nur elf Kilometer entfernte Wache Westerholz/Langballigau zu fahren. Auch hier steht die Unterkunft direkt am Meer, unweit der Wache. Aber auch die Wache in Langballigau ist in laufweite. Dies ist ein nettes kleines Holzhüttchen mit Ausguck auf dem Dach. Da wir aufgrund von unerwartet geschlossenen Wachen zwei Tage im Voraus dort waren, für spätere Wachen jedoch wieder in den Zeitplan kommen mussten, blieben wir hier für zwei Tage. Dadurch konnten wir die Wachmannschaft einen ganzen Tag unterstützen und einem Wachgänger auch einen freien Mittag bescheren.

Die dritte Wache in der Flensburger Förde liegt in Norgaardholz. Auch hier sind Wache und Unterkunft in einem gemeinsamen Gebäude direkt am Strand untergebracht. Die Wache verdient das Prädikat „klein, aber fein“. Neben den Rettungsschwimmern des ZWRD-K beteiligt sich die hiesige Ortsgruppe aktiv mit ihren Jettis am Wachdienst. Am Abend stand eine gemeinsame Übung mit den Booten der DGzRS aus Langballigau und Gelting auf dem Plan. An dieser durften auch wir teilnehmen und fanden auf einem der Seenotrettungsboote Platz. Es war spannend zu sehen, was die Herausforderungen der Seenotretter bei Personensuchen auf dem offenen Meer sind. Parallel zur eigentlichen Suche auf festgelegten Routen muss ein Boot auch immer die Einsatzleitung übernehmen, was unser Boot übernommen hatte. Im Anschluss unterhielten wir uns beim gemeinsamen Grillen über Gemeinsamkeiten und Unterschiede beider Hilforganisationen.

Halbinsel Schwansen

Am Samstag, den 6. Juli, fuhren wir im Nieselregen von Noorgardholz 31 Kilometer nach Schönhagen. Dabei staunten wir mal wieder nicht schlecht über eine der tollen Kuriositäten der Wegbeschilderungen. Der Weg führte vorbei am Weidefelder Strand, zu dem wir am nächsten Tag fuhren. Dieses Vertauschen der Wache war nötig, da die Wache am Weidefelder Strand erst ab diesem Wochenende wieder besetzt wurde. Über den leider recht steinigen Schönhagener Strand wachen die Rettungsschwimmer von zwei Türmen aus. Außerdem dient die erst 2018 eingeweihte Unterkunft teilweise auch zum Wachdienst. Im Erdgeschoss ist ein großer Aufenthaltsraum samt Küche und ein sehr geräumiger Sanitätsraum, in dem wir übernachteten. Im ersten Obergeschoss sind die Rettungsschwimmer in drei Appartments untergebracht und für den Wachleiter (samt Familie) steht das Penthouse im zweiten Obergeschoss zur Verfügung.

Sonntags fuhren wir zurück zum Weidefelder Strand, wo die Wachmannschaft schon dabei war, den nagelneuen Wachturm aufzubauen. Bei sonnigem, aber windig kühlem Wetter unterstützten wir tatkräftig beim Einrichten. Neben dem Verstauen des Einsatzmaterials waren auch Rätsel zu lösen, wie die verschiedenen Komponenten angebracht werden sollten. Durch unsere Erfahrung mit gleichartigen Türmen auf anderen Stationen konnten wir hilfreiche Tipps geben, wie zum Beispiel die Entfernung von zwei der fünf Leinen am Flaggenmast. Nach dem Abendessen kam noch eine Reporterin des Schlei-Boten (Lokalzeitung) vorbei, um einerseits über unsere Reise, aber auch über die zukünftigen Herausforderungen auf dieser Wache zu berichten. Am nächsten morgen lief Vanessa zusammen mit einem Teil der Wachmannschaft zum nahe gelegenen Olpenitz, während ich mit dem Rest das Frühstück vorbereitete.

Am Montag ging unsere Reise weiter zum Ostsee-Resort Damp. Von Norden kommend machten wir zuerst am Turm „Schuby“ Halt, welcher zum gleichnamigen Camping gehört. Anschließend fuhren wir weiter zur Hauptwache, wo wir herzlich begrüßt wurden. Da neben der Waschmaschine auch ein Trockner vorhanden war, nahmen wir das Angebot des Kleiderwaschens gerne an. Da wir täglich auf Reisen sind, ist ein umweltschonendes Trocknen auf der Leine für uns recht unpraktisch. Im Anschluss erkundeten wir das Wachgebiet. Über den Hundestrand wachen die Rettungsschwimmer von dem alten Rettungsboot „Albatros“ aus. Aber auch sonst ist der Strand klar gegliedert und gut mit Türmen bestückt. Am Abend gingen wir zusammen mit der Wachmannschaft ins Erlebnisbad, welches nach Anmeldung für Rettungsschwimmer kostenlos ist.

Dienstags führte uns unser Weg zur Wache am Fischleger Strand. Die Wachmannschaft genießt zusammen mit Damp Vollverpflegung. Daher fuhren wir nach dem Frühstück zusammen zu deren Station. Neben den vier Rettungsschwimmern wachte auch Rudi Retter über den Strand. Dank seines Social-Media-Auftritts erreichten uns auch prompt Grüße von befreundeten Rettungsschwimmern vom Fühlinger See in Köln. Da die Wache gleichzeitig die Unterkunft ist, kann man die Wachabende bestens mit Meerblick ausklingen lassen oder die vielfältigen Angebote im nur zwei Kilometer entfernten Damp nutzen. Ruhe und Trubel wechseln sich also nach Belieben ab. So nutzten wir zum Beispiel die Möglichkeit, gratis zu saunieren. Die Sauna liegt jedoch am Aktionsstrand, und so herrscht nicht unbedingt die typisch ruhige Atmosphäre.

Die nächsten beiden Wachen auf unserer Reise lagen in der Gemeinde Klein Waabs. Am Mittwoch steuerten wir zuerst die Wache auf dem Campingplatz „Familie Heide“ an. Die Unterkunft liegt direkt am Abgang zum Strand oberhalb der Steilküste. Da die Badezone von hier leider nicht einsehbar ist, gibt es noch einen Wachcontainer unten am Strand. Klein aber völlig ausreichend ist die Unterkunft für die zwei nötigen Rettungsschwimmer und bietet einen tollen Meerblick über die Eckernförder Bucht. Für Familienangehörige, oder falls doch mehr Platz benötigt wird, gibt es aber auch noch einen Campingwagen, in dem wir gratis wohnten.

Am nächsten Tag fuhren wir anderthalb Kilometer zur zweiten Wache in Klein Waabs (Klein Waabs, Gemeindestrand). Die Station ist gleichzeitig Unterkunft und hat einen circa einen Kilometer entfernten Außenturm in Langholz. Die Unterkunft liegt idyllisch am Meer vor einem Wald und besteht aus zwei 2-Personen-Appartments. Das eine davon erlaubt sogar Meerblick vom Bett aus. Die zwei nicht allzu großen Badezonen täuschen einen absolut ruhigen Wachdienst vor, doch aufgrund von stärkeren Strömungen in der Eckernförder Bucht, kommt es regelmäßig zu Einsätzen aufgrund von abgetriebenen Surfern oder Schwimmern. Aufgrund des schlechten Wetters waren jedoch keine Badegäste da und wir brauchten die Wache trotz Unterbesetzung nicht unterstützen.

Von Eckernförde in den Landkreis Plön

Am Freitag, den 12. Juli, sind wir nach Eckernförde gefahren. In Sichtweite zur Hauptstation hat uns Radio Schleswig-Holstein für ein Telefoninterview angerufen. Sie waren durch den Bericht über uns in der Eckernförder Zeitung auf uns aufmerksam geworden und wollten am Nachmittag einen kurzen Beitrag senden. Auch auf der Wache wussten durch die Berichterstattung bereits alle Rettungsschwimmer über unsere Tour Bescheid. Die Nebentürme sind moderne „Schäferwagen“, die neben der ansprechenden Optik auch gut für den Wachdienst ausgestattet sind. Die Rettungsschwimmer sind im Gästehaus des Landesverbandes Schleswig-Holstein untergebracht, wo man sich dank Vollverpflegung keine Gedanken um die Mahlzeiten machen muss. Glücklicherweise war das Haus nicht voll belegt, sodass wir noch ein Zimmer privat buchen konnten. Bei einem Stadtbummel konnten wir einen Mann mit Oberarmfraktur kompetent erstversorgen, bis der gerufene Rettungsdienst eingetroffen war. Nachts kam es zum wohl traditionellen Schuhgirlandenknoten, wobei alle Schuhe einer jährlich stattfindenden Jugendfreizeit dekorativ im Treppenhaus aufgehängt wurden.

Samstags führte uns unser Weg zur Wache Schwedeneck. Direkt am Strand steht die Unterkunft, die dank tollem Meerblick bei schlechtem Wetter auch als Wachstation genutzt werden kann. Am Strand selbst befinden sich noch ein Bauwagenwachturm und das Boot. Darüber hinaus wird auch der Strand in Dänisch-Nienhof von dieser Wache mit betreut. An diesem kleineren Strand ist ein Wachturm kaum nötig, da man direkt aus dem Sand heraus die Badenden gut beobachten kann. Den Weg zwischen beiden Stränden kann man malerisch schön an der Wasserkante oder oberhalb der Steilküste im Wald zurücklegen. Die Wache wird von vielen Stammmannschaften besetzt, weil sie neben einem entspannten Wachdienst unter anderem auch tolle Kulissen zum Tauchen und Kajakfahren bietet. Da an diesem Tag das Wetter endlich mal wieder gut war, haben wir die Chance genutzt und sind endlich wieder in die immer noch recht kühle Ostsee gesprungen.

Trotz des schon wieder schlechteren Wetteres am nächsten Tag haben wir die 33 Kilometer bis zur Wache Wisch-Heidkate gut gemeistert. Auf dem Weg dorthin haben wir uns an Kirschbäumen am Wegesrand gestärkt. Der Körpergröße entsprechend konnte vom Boden aus oder aus dem Baum heraus gepflückt werden. Kurz vor Querung der Kieler Förde (von Falkenstein nach Laboe) haben wir an einem Wachturm der Wasserwacht Halt gemacht. Als wir am Turm waren, begrüßten uns aber zwei DLRG'ler. Die Wachen um Kiel werden in Kooperation betrieben, erklärte man uns. Die Wache Wisch-Heidkate mit ihren zwei Türmen liegt an einem Nordstrand mit Sicht auf die offene Ostsee und die Fahrrinne in Richtung Kiel. Während der Revierkunde durften wir schon die ersten Wachgänger der nächsten Wache kennenlernen. Sie waren spontan auf einen Besuch vorbeigekommen. Beim Grillen in der Unterkunft direkt hinterm Deich stellten wir fest, dass der Wachleiter ein alter Bekannter von Kameraden aus unserer Ortsgruppe ist.

Montag lohnte sich das Bepacken der Räder kaum, denn die Wache Schönberger Strand & Kalifornien befindet sich in Sichtweite. Aufgrund des immer noch schlechten Wetters wurde morgens „halbe Wache“ ausgerufen und es waren nur die beiden Haupttürme besetzt. Hier kam es zum Wiedersehen mit einer Wachgängerin, die wir bereits in Damp kennengelernt hatten. Am Nachmittag konnten wir neben der üblichen Revierkunde auch noch das Dorf erkunden, weil der Strand bei dem schlechten Wetter kaum besucht war. Untergebracht sind die Rettungsschwimmer in einem eigenen Haus mit Meerblick. Neben den Schlafräumen bietet es eine Großküche für die Vollverpflegung, Speisesaal sowie einen separaten Aufenthaltsraum. Wir bekamen ein Zimmer im Keller, jedoch hatten wir die Wachgängerin, die wir schon in Damp getroffen hatten, so ins Herz geschlossen, dass wir spontan unser Nachtgemach bei ihr im Zimmer aufschlugen.

Durch die Hohwachter Bucht nach Heiligenhafen

Am Dienstag, den 16.7., fuhren wir zur noch recht neuen Wache in Behrensdorf. Nach einem tragischen Vorfall in der Nähe wurde diese Wache erst 2015 offiziell eröffnet. Daher befindet sie sich aktuell noch etwas im Aufbau, ist dafür aber schon gut ausgestattet. An einem schönen Natursandstrand steht ein schickes Holzhüttchen als Wachturm, welches im nächsten Jahr jedoch durch eine neue mobile Station ersetzt wird. Darüber hinaus ist es quasi eine "Full-Service"-Station für Wachgänger, so gibt es zum Beispiel Einsatzkleidung im Verleih. Die etwas spartanische Unterbringung findet in einem Jugendcamp statt, das eine Rundumversorgung inklusive Abendprogramm bietet. Bei schönem Wetter verbrachten wir mit den Wachgängern den Tag und fanden dabei ein äußerst tolles Exemplar eines versteinerten Seeigels im Sand. Am Abend besuchte uns Steph Dittschar, eine Fotografin des Bundesverbandes. Denn über unsere Reise soll auch im Lebensretter berichtet werden. Noch am gleichen Abend schoss sie die ersten Bilder, bevor wir den Abend gemeinsam im Restaurant direkt am Meer ausklingen ließen.

Am Mittwoch (17.7.) führte unser Weg ins nahe gelegene Hohwacht. Fotografin Steph wartete bereits auf uns als wir ankamen und nutzte die Zeit, um für die dortige Wachmanschaft professionelle Bilder zu machen. Für das Fotoshooting erklärte uns der Wachleiter das Gebiet. Da wir aber bereits vor vier Jahren dort Wache gemacht hatten, kannten wir es schon gut. Bei ausgiebigen Streifen am feinen Sandstrand konnte ich (Stefan) aber doch noch neue Stellen des Strandes kennen lernen, da ich beim letzten Mal als Bootsführer natürlich eher auf dem Wasser unterwegs war. Auf dem Weg von der Hauptwache bis zum Außenturm 2 gibt es eine tolle Steilküste, von deren Oberkante man einen tollen Blick über die gesamte Bucht hat. Als Schlafstätte hatte der Wachleiter für uns den Lesesaal in der Kurverwaltung reserviert, sodass wir vor einer Vitrine mit ausgestopften Tieren und Feuerwehrutensilien nächtigen durften.

Da der Weg am Donnerstag (18.7.) bis nach Sehlendorf nur vier Kilometer weit war, trafen wir die Wachmannschaft nicht am Turm, sondern im Wasser bei einer Übung an. Neben der festen Hauptwache samt Bootsgarage gibt es noch zwei Türme aus kleineren Containern. Diese haben jedoch keine Fenster und so halten die Wachgänger dort immer vom Dach aus Wache über die flach abfallende Ostsee am ansonsten großen Sandstrand. Vanessa ist mittags schon mal über die Steilküste zur nächsten Wache gejoggt, bevor wir uns gemeinsam in die warme Ostsee stürzten. Nach dem Abendessen mit der Mannschaft (an der Wache herrscht Vollverpflegung) verbrachten wir einen entspannten Abend im Zelt. Eine Übernachtung in der strandnahen Unterkunft war aus organisatorischen Gründen nicht möglich.

Tagsdarauf ging es weiter zum Weissenhäuser Strand, jedoch nicht über die Steilküste, sondern mit leichtem Umweg über für schwerbeladene Fahrräder geeignete Straßen. Neben der großzügigen Hauptwache gibt es vier luxuriöse Türme. Dank der eigens für die Wache gegründeten Ortsgruppe sind die Abläufe auf der Wache gut organisiert und dokumentiert. Das Wasser fällt auch hier sehr flach ab und die Badezone grenzt direkt an ein militärisches Sperrgebiet, wo zeitweise sogar von Land aufs Wasser geschossen wird. Nach dem Mittagessen im Personalrestaurant kam Klaus Holger Hecken (Einsatzleiter Küste in Schleswig-Holstein) zu Besuch. Er überbrachte dem Wachleiter Dr. Felix Hoffmann neben der traditionellen Holsteiner Mettwurst die Ehrenurkunde für 20 Jahre ZWRD-K. Wir nuzten den Besuch, um über die Organisation unserer weiteren Reise und Verbesserungen in der Waterkant zu diskutieren. Nach gemeinsamen Grillen und Sonnenuntergang am Strand ging es in die leider recht überfüllten Unterkünfte.

 

Von der Hohwachter Bucht aus machten wir uns Samstag auf den Weg in das uns schon bekannte Wachgebiet in Heiligenhafen. Diese ist eine der größeren Wachen, da neben der Hauptwache und zwei Booten noch acht weitere Türme zu besetzen sind. Die meisten Türme haben neben dem Ausguck noch einen Strandkorb, von dem aus bei geringem Strandbetrieb Wache gemacht werden kann. Die Wachgänger haben ihr Quartier in einem nahegelegenen Haus hinterm Deich. Von der dortigen Küche aus hat man einen Meerblick von 250 Grad. Bei den häufig windigen Verhältnissen können von dort bestens Surfer mit ihren teils waghalsigen Sprüngen beobachtet werden. Pünktlich zum Dienstschluss verabschiedete sich das tolle Wetter der letzten Tage mit einem heraufziehenden Gewitter. Nach dem Abendessen war das Gewitter schon wieder vorbei, sodass wir noch über das Hafenfest bummelten.

Insel Fehmarn

Am Sonntag, den 21.7., erwartete uns die erste Insel an der Ostsee. Für die Überfahrt auf die Insel Fehmarn brauchten wir keine Fähre, da es eine Brücke im Fehmarnsund gibt. Diese ist für Autos, Bahn und Fahrräder gebaut, wobei das Begegnen mit Fahrrädern samt Taschen sehr eng werden kann. Auf dem Weg zur Station Bojendorf-Wallnau kamen wir an der Other-Bucht vorbei, in der aufgrund des starken Windes unzählige Surfer unterwegs waren. Diese beobachteten wir bei einem Fisch-Mittagessen. Neben dem geräumigen Stationscontainer besitzt die Wache in Bojendorf-Wallnau auch ein Boot, mit dem für die Sicherheit am Kiesstrand gesorgt wird. Auf dem hiesigen Campingplatz mussten wir glücklicherweise unser eigenes Zelt nicht extra aufbauen. Die Wachmannschaft hatte nämlich bereits ein eigenes, in dem auch wir noch Platz fanden.

Montagmorgen (22.7.) ging es bei Nieselregen zur Station Fehmarnbelt. Mangels Kontaktmöglichkeiten war dies ein Spontanbesuch. Trotzdem nahm uns die Wachmannschaft wärmstens auf und teilte uns einen kostenfreien Zeltplatz zu. Entgegen vorheriger Gerüchte, die Wache sei eventuell geschlossen, entpuppte sie sich als gut ausgestattet und bestens in Schuss. Lediglich das Rettungsboot dient heute nur noch der Bespaßung der Kinder auf dem Spielplatz. Bei der verhältnismäßig kleinen Badezone sind Rettungsbrett und Gurtretter völlig ausreichend. Zum Abendessen fuhren wir dann mit den Wachgängern nach Burg.

Bei Nebel fuhren wir am Dienstag zum Grünen Brink. Kurz vor der Ankunft löste sich der Nebel auf und die Menschen strömten ans Meer. Wider Erwarten trafen wir die dortige Wachgängerin nicht an. Nachdem wir unser Zelt auf dem nahegelegenen Campingplatz aufgebaut hatten, war der Strand bereits gut gefüllt, aber der Adler noch nicht gehisst. Nach Rücksprache mit der Einsatzleitung Küste öffneten wir die Wache und sorgten kurzerhand für die Sicherheit am Strand. Trotz schwacher Infrastruktur ist der flach abfallende Sandstrand bei Familien sehr beliebt. Die Unterkunft der Wachgänger oberhalb des Imbisses bietet einen tollen Meerblick beim Frühstück und Abendessen.

Schon früh morgens am Folgetag war das Wetter super, sodass die Hitze in unserem Zelt uns alsbald zum Aufstehen bewegte. Schwitzend fuhren wir über Burg auf Fehmarn zur Wache Meeschendorf. Dort angekommen haben wir verstanden, weshalb es auf der Wache selbst für Isomatten keinen Platz zum Übernachten gibt. Auf der anderen Seite ist die Wache samt Unterkunft, die wahrscheinlich am nächsten an der Wasserkante steht. Bei bestem Wetter unterstützten wir die Wachmannschaft beim Wach- und Bootsdienst. Zum Übernachten fuhren wir Abends auf die Wache Burg, die am nächsten Tag auf dem Plan stand.

Aufgrund der beengten Platzsituation in Meeschendorf fuhren wir bereits am Mittwochabend (24.7.) in die Unterkunft der Wache Burg. Zusammen mit der Wachmannschaft ging es am gleichen Abend noch auf die Fähre Puttgarden - Rødby - Puttgarden. Am Donnerstag teilte uns der Wachführer als ganz normale Wachgänger ein. Vanessa war auf der Hauptstation, während ich auf einem der drei Außentürme eingesetzt war. Aktuell waren neben den beiden festen Booten ein neues IRB und ein Rettungsjetski zum Testen vor Ort. Abends lud Heinz Lange, der bis letztes Jahr selbst aktiver und sehr bekannter Wachführer in Burg war, die Wachmannschaft zum Grillen zu sich nach Hause ein.

Freitag (26.7.) ging es weiter auf die Wache Wulfener Hals. Die erst kürzlich renovierte Wachhütte steht auf einer Landzunge und ist damit zu beiden Seiten hin von Wasser umgeben. Jedoch wird nur die Meerseite und nicht die des Burger Sees bewacht. Der starke Wind erfreute zwar die Windsurfer, knickte jedoch den ein oder anderen Sonnenschirm um. Dieses Mal haben wir die Wachmannschaft mal auf andere Art unterstützt: so gingen wir mit dem mitgereisten Nachwuchs in die warme Ostsee. Zum Übernachten fuhren wir etwas ins Landesinnere, hatten dafür aber ein eigenes Hotelzimmer.

Letzte Station auf Fehmarn war schließlich die Wache Strukkamp. Während in der Lübecker Bucht die Strände aufgrund starken Wellengangs gesperrt waren, sorgte ablandiger Wind bei uns für klares und glattes Wasser. Dies hatte jedoch zur Folge, dass einige Feuerquallen am Strand lagen und somit das Badevergnügen etwas trübten.

Der hiesige Wachturm direkt vor dem Campingplatz sorgt für kurze Wege und verspricht entspannte Wachdienste.

Nördliche Lübecker Bucht

Nach einer Woche auf Fehmarn verließen wir diese am Sonntag den 28.7. über die Sundbrücke gen Wache in Großenbrode. Bei schönem Wellengang schauten wir uns zuerst die drei Außentürme an, bevor wir erste Erfahrungen im Fahren eines IRBs bei Wellen sammeln durften. Die Hauptwache, welche gleichzeitig die Unterkunft ist, liegt direkt an der Promenade. Da sie stark in die Jahre gekommen ist, soll dies ihre letzte Saison sein. Damit ist unser Besuch eher ein Abschieds- denn ein Kennenlernbesuch. Wir sind schon jetzt gespannt, wie die Wache im nächsten Jahr aussehen wird.

Auf dem Weg zur Wache Rosenfelde am Montag kamen wir zufällig an der Wache Süssau vorbei. Diese wird direkt von der DLRG Feuerwehr Hamburg betrieben. Als wir auf dem Campingplatz ankamen, kam es zu einem unerwarteten Wiedersehen: die gleiche Mannschaft war da, die ich schon vor neun Jahren während meines Diensts auf der Nachbarwache, kennengelernt hatte. Mittags versuchten wir, die Grundgewichte des Tage zuvor abgerissenen Schwimmtrampolins zu finden, jedoch war die Sicht noch zu schlecht. Es gelang erst am nächsten Morgen. Die Wache besteht aus mehreren Wohnwagen, wovon einer als Wache umgebaut wurde. Diese stehen alle direkt an der Steilküste, von der man eine tolle Aussicht hat. Nach dem Abendessen ging es noch auf den angrenzenden Minigolfplatz zu einem Dämmerungsspiel. Bei den letzten Bahnen war das Notieren der Schläge nur noch mit Lampe möglich.

Dienstag morgens haben wir unser Zelt stehen lassen, da es vom Regen noch nass war und wir es auf der Nebenwache Rosenfelde FKK-Camping ohnehin nicht benötigten. Diese Wache ist die einzige, die sich komplett auf einem FKK-Gelände befindet. Die Gäste können von ihrem Wohnwagen bis zum Strand der Nacktheit fröhnen. Damit hat diese Wache auch einen ganz anderen Charakter als alle anderen. Die Gäste sind zum Beispiel offener für Ratschläge und sehr hilfsbereit, auch der DLRG gegenüber. Trotz allem ist sie gut ausgestattet und besitzt neben der Station mit Ausguck auch ein Boot. Wir nutzten ein Sonnenloch, um das Schwimmtrampolin zu testen.

 

Donnerstag (1.8.) stand für mich das große Heimkommen an. Es ging zur Wache Kellenhusen, auf der ich vor 13 Jahren auf den Namen „barfüßiger Algenspäher“ getauft wurde. Vom Wach- und Unterkunftsgebäude aus muss man nur über die Promenade gehen und schon steht man im Sand. Von den fünf Türmen sind nur zwei klassische Container, während die anderen drei eher futuristische Bauten sind. Bei einem Spaziergang über den Strand und das Dorf konnten wir die langsame Entwicklung begutachten. Am Abend saßen wir zusammen mit der Mannschaft vor der Wache am Strand und genossen die einsetzende Nacht. Ein erneuter Einsatz hier hängt davon ab, ob wir Platz in einer der Stammmannschaften finden.

Südliche Lübecker Bucht

Am Freitag, den 2. August ging es nach Grömitz und Lenste, der größten Wache an der Küste. Die knapp 50 Rettungsschwimmer bewachen von 17 Türmen und zwei Booten aus den zwölf Kilometer langen Strand. Aktuell ist die Unterbringung noch etwas kompliziert. Die meisten sind im Jugendcamp in Lenste untergebracht, andere in der Wache in Grömitz oder in Ferienwohnungen im Dorf. Nach der Saison 2019 wird die aktuelle Wache abgerissen und weicht damit einem großen Neubau. Darin werden zukünftig alle Rettungsschwimmer Platz finden und direkt am Strand wohnen können. Zum Abschluss des Tages lud uns die Wachmmannschaft in ein ungarisches Restaurant ein.

Samstag fuhren wir zur ersten Wache der Gemeinde Schashagen. Der Weg führte entlang der Steilküste durch einen Wald, hatte am Ende jedoch eine sehr enge Schikane, sodass wir unsere Fahrräder teils sogar abladen mussten. In Bliesdorf stehen ein Container als Hauptwache und zwei Türme am Strand während die Unterbringung in modernen Mobilehomes auf dem angrenzenden Camping erfolgt. Aufgrund des Wachwechsels besetzten wir ab Mittag das neue IRB. In den letzten Jahren wurde einiges an dieser Wache modernisiert, sodass sie gut ausgestattet ist. Eine zukünftige Unterbringung in einem Haus steht noch zur Diskussion. Nach dem gemeinsamen Abendessen ging es noch an den Strand, wo wir bis zum Einbruch der Nacht Wikinger-Schach (Kubb) spielten.

Auch am Sonntag war der Weg nicht weit bis zur Wache Brodau. Hier wurde in den letzten Jahren viel investiert, sodass die beiden Türme und das Boot neuwertig sind. Die Unterkunft an der "Elfenschlucht" lässt ebenfalls kaum Wünsche offen. Selbst kleine Nachspeisen konten wir direkt an der Hauptwache in Form von wild wachsenden, leckeren Brombeeren genießen. Vor zwei Jahren gründeten engagierte Wachgänger der beiden Wachen in Schashagen eine eigene Ortsguppe zur Organisation. So sind eine gute Pflege und Entwicklung gesichert. Am Abend trafen wir die Kameraden der Wache Bliesdorf erneut, da sie auf einen Besuch vorbeikamen.

Der Weg am Montag (5. August) war nicht sehr weit, da zwischen der Wache Brodau und dem Strandabschnitt Rettin der Wache Pelzerhaken Sichtkontakt besteht.
Die gesamte Infrasturktur auf dieser Wache ist neu und komfortabel. Beim Bau der neuen Unterkunft samt Wache vor einigen Jahren wurde stark auf den Wunsch der Rettungsschwimmer eingegangen, sodass es ein sehr durchdachtes Gebäude ist. So bietet es den Luxus eines eigenen Trockenraums und sogar eine warme Außendusche. Daher besetzen gleich vier Ortsgruppen über die gesamte Saison die Wache.
Diese bringen teilweise sogar Rettungsbretter und -skier aus dem Rettungssport mit, um außerhalb der Wachzeiten für Outdoorwettkämpfe zu trainieren. Nach dem Abendessen nutzten wir eine Ausbildungsfahrt auf dem Boot, um uns den Hafen in Neustadt auch mal von der Wasserseite aus anzusehen, bevor wir den Abend direkt am Strand ausklingen ließen.

Am nächsten Tag ging es zum großen Strand von Sierksdorf, Haffkrug über Scharbeutz bis hin zum Timmendorfer Strand und Niendorf. Der gesamte Strand besitzt 24 Türme und elf Boote. Aufgrund der momentanen Übergangslösung war eine Unterbringung in Timmendorf nicht möglich. Aber auch in Scharbeutz konnte uns nur eine Schlafgelegenheit weit im Inland angeboten werden. Wir haben den Tag Auszeit von der Reise genutzt, um in der Ostseetherme zu entspannen. Auf dem Weg dort hin sind uns immer wieder nett gestaltete Trafohäuschen aufgefallen.

Mittwoch fuhren wir zur Wache in Travemünde, die nicht zentral, sondern von der Ortsgruppe Lübeck betrieben wird. Da wir in den letzten Jahren schon einmal mit dem Gedanken gespielt hatten, Wachdienst auf dieser Wache zu machen, wollten wir die Reise nutzen, um sie uns anzusehen. Die Wachmannschaft hat uns freudig aufgenommen und an ihrem Wachalltag teilnehmen lassen. Wir durften das Wachgebiet mit den drei Türmen von einem der beiden Boote aus kennen lernen. Auch in der Hauptwache ist für die Rettungsschwimmer mit einem großen Fundus an Poolware bestens gesorgt. Da die Wache größtenteils von Rettungsschwimmern aus dem Bundesgebiet besetzt wird, ist auch für außergewöhnliche Unterbringung gesorgt. Im wahrsten Sinne des Wortes geht es nachts in die Koje, da man auf dem alten Segelschiff "Passat" untergebracht ist. Dies ist nicht nur Unterkunft der Rettungsschwimmer, sondern außerdem Eventlocation und Museum. Trotz der etwas engen Verhältnisse unter Deck sind Abende auf dem Achterdeck mit Blick auf die Hafeneinfahrt von Travemünde eine absolute Besonderheit.

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